VW Passat 2.0 TDI Biturbo B8 Test: Zwei Turbolader für ein Halleluja

, 19.01.2015


Als erster Volkswagen erhält der neue Passat darüber hinaus ein Head-up-Display, das wichtige Infos, wie die Geschwindigkeit, Navigationshinweise oder Infos der Assistenzsysteme, mit einer hohen Anzeigequalität auf eine ausfahrbare Glasscheibe vor die Frontscheibe projiziert. Angenehm: Für das Auge des Fahrers scheinen sich die projizierten Daten rund zwei Meter vor dem Passat zu befinden. Selbst die Sonne stört nicht: Das System passt die Helligkeit der Anzeige automatisch dem Umgebungslicht an.

Mit neuer Technik wegweisend und unterhaltend ans Ziel

Zentral in der Mittelkonsole befindet sich darüber hinaus der bei unserem Testwagen 8 Zoll beziehungsweise 20,3 Zentimeter große Infotainment-Touchscreen des Top-Radio-Navigationssystems „Discover Pro“ mit einem ebenfalls gestochen scharfen Bild. Serienmäßig stehen bei „Discover Pro“ beispielsweise ein DVD-Laufwerk (Audio- und Video), eine Sprachbedienung, eine 3D-Kartennavigation mit Gebäudedarstellung und eine 64 GB große Festplatte zur Verfügung.

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Über den integrierten WLAN-Hotspot können die Beifahrer mit mobilen Endgeräten im Internet frei surfen und mailen. Die neueste Generation des Volkswagen-Infotainment-Systems ermöglicht außerdem die Einbindung von Smartphones und entsprechender Apps via MirrorLink. Dies macht es möglich, auf dem Smartphone angezeigte Inhalte und Funktionen via Touchscreen des Infotainment-Systems darzustellen und zu bedienen. Dank „Volkswagen Media Control“ können Passagiere im Fond sogar über ihr Tablet bequem das Musikprogramm auswählen und via WLAN auf das Navigationssystem zugreifen.

Weltneuheiten: Die Angst genommen - Sicherheit auf neuem Level

Das gibt es bislang in keinem anderen Auto: der „Emergency Assist“ kann, wenn der Fahrer nicht mehr reagiert, im Notfall den Passat aus voller Fahrt sicher stoppen. Die automatische Distanzregelung ACC verhindert dabei das Auffahren auf den vorausfahrenden Verkehr. Als weitere Premiere bietet Volkswagen im Passat den Stauassistenten an, der das Fahrzeug automatisch lenkt, beschleunigt und bremst, jedoch unter der Bedingung, dass der Fahrer die Hände am Lenkrad hat und mitlenkt, damit er jederzeit eingreifen kann.

Sogar die Angst vor dem Rückfahren mit einem Anhänger nimmt der neue Passat dank „Trailer Assist“: Der Spiegeleinstellschalter dient als Joystick, was heißt, dass der Fahrer über den Spiegeleinstellschalter nur die Richtung vorzugeben, Gas zu geben und zu bremsen braucht. Die in diesem Fall für viele komplizierte Lenkarbeit übernimmt der Passat.

Assistenz-Systeme schauen um die Ecke

Die bereits bekannten Assistenz-Systeme entwickelte Volkswagen ebenfalls weiter. Der „Park Assist“ ermöglicht bekanntlich das halbautomatische Einparken in alle parallel- und quer zur Fahrbahn angeordneten Parklücken. Jetzt kann das System nicht nur aus parallel, sondern ebenso aus quer angeordneten Parklücken ausparken und dort sogar vorwärts einparken. Der Ausparkassistent leitet beim rückwärtigen Verlassen von Parklücken im rechten Winkel zur Fahrbahn im Notfall eine Bremsung ein, wenn sich Verkehr von der Seite nähert und der Fahrer nicht reagiert.

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Während der „Front Assist“ bei höheren Geschwindigkeiten vor zu dichtem Auffahren und Kollisionen warnt und im Bedarfsfall automatisch das Fahrzeug verzögert, übernimmt die City-Notbremsfunktion diese Aufgabe im Stadtverkehr. Bislang erkannte das Notbremssystem ausschließlich Fahrzeuge. Im neuen Passat reagiert das weiterentwickelte System erstmals sogar auf Fußgänger.

Ebenso an Bord befinden sich mit „Area View“ eine kamerabasierte Umgebungsansicht für einen 360-Grad-Überblick auf die nahe Umgebungs- und Verkehrssituation. Der Spurhalteassistent „Lane Assist“ sorgt ferner dafür, nicht vom rechten Weg abzukommen. Derweil warnt der „Side Assist“ bei einem Spurwechsel vor von hinten herannahenden Fahrzeugen.

VW Passat Kofferraum: Noch mehr Platz für das Gepäck

Mehr Platz für das Gepäck gibt es im Passat Kofferraum ebenfalls: Bei der Passat Limousine stieg das Volumen um 21 Liter auf überzeugende 586 Liter. Die Kofferraumklappe öffnet sich hoch. Doch die Öffnung fällt leider ein wenig klein aus und die Ladestufe zum Innenraum etwas hoch. Dennoch: Das Ladevolumen der Limousine überzeugt. Dazu gibt es Verzurrösen, Taschenhaken und Seitenfächer. Das Gepäckraumvolumen lässt sich durch die einfach umklappbaren Rücksitzlehnen auf 1.152 Liter erweitern, wobei leider keine ebene Ladefläche entsteht. Wer Platz braucht, dem sei der Passat Variant (Kombi) empfohlen, der ein riesiges Gepäckraumvolumen von 650 Liter bis 1.780 Liter bei umgeklappten Rücksitzlehnen bietet.

Selbstredend, dass es im neuen Passat zahlreiche Ablagen für größere und kleinere Mitbringsel gibt. Hervorzuheben sind dabei die vorderen Türfächer, die sogar 1,5-Liter-Flaschen aufnehmen und dass es selbst im Fond Becherhalter und große Türfächer gibt.

VW Passat 2.0 TDI Biturbo Test - Fazit:

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Endlich, das ist das Ende des Biedermann-Images beim VW Passat. Volkswagen entwickelte seinen Mittelklasse-Bestseller in allen Belangen deutlich weiter und gibt insbesondere mit dem neuen VW Passat 2.0 BiTDI ein bissiges Statement ab. Dieses feine Reiseauto mit der imposanten Geräumigkeit kann selbst Kurven in Emotionen messen und für Fahrspaß sorgen. Einziger Wermutstropfen: den 2.0 BiTDI gibt es, trotz einer umfassenden Serienausstattung, in der „Comfortline“-Ausstattung erst ab 43.625 Euro.

Technische Daten VW Passat 2.0 BiTDI 4MOTION Highline (2015):

Antriebsart: Allradantrieb
Hubraum: 1.968 cm³
Leistung: 176 kW/240 PS bei 4.000 U/min
Drehmoment: 500 Nm bei 1.750-2.500 U/min
Getriebeart: 7-Gang-DSG (Doppelkupplungsgetriebe)
Vmax: 240 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h: 6,1 Sekunden
Durchschnittsverbrauch: 5,3 l/100 km
CO2-Emission: 139 g/km
Preis: ab 45.125 EUR

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1 Kommentar > Kommentar schreiben

19.01.2015

Hallo Herr Brinkmann, der vergleich mit dem M550d hingt, denn der M550D bietet genauso wie der Passat serienmäßig Allradantrieb und eine 8 Stufenautomatik


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