Pascal Wehrlein: Wickens hätte den Titel verdient gehabt

, 01.11.2016

Pascal Wehrlein ist der Meinung, dass Robert Wickens den Titel in der abgelaufenen Saison verdient gehabt hätte - Ihm habe lediglich das nötige Glück gefehlt

Beim DTM-Saisonfinale in Hockenheim drehte sich aus sportlicher Sicht alles um den großen Titelkampf zwischen Marco Wittmann und Edoardo Mortara. Dabei vergisst man schnell, dass auch Robert Wickens in dieser Saison lange Zeit realistische Titelchancen hatte. Zwar beendete der Kanadier die Meisterschaft schließlich mit satten 82 Punkten Rückstand auf Meister Wittmann nur auf Rang vier, doch gerade zur Saisonmitte schien der Mercedes-Pilot sehr gute Chancen zu haben, den Titel zu holen.

Formel-1-Pilot Pascal Wehrlein, der für Mercedes 2015 triumphierte, findet es "schade", dass sein ehemaliger Teamkollege in Hockenheim bereits keine Chancen mehr auf den Titel hatte. "Wenn man seine Saison anschaut, dann hätte er es auf jeden Fall verdient gehabt, in Hockenheim noch Titelchancen zu haben. Ihm hat in diesem Jahr einfach das Glück gefehlt", so Wehrlein gegenüber 'DTM.com'.

Er erinnert vor allem an "die verlorenen Punkte am Norisring oder in Zandvoort" und erklärt: "Motorsport kann leider manchmal echt hart und nicht unbedingt fair sein." Auf dem Norisring wurde Wickens im Samstagsrennen auf Platz zwei liegend von Mattias Ekström abgeräumt, in Zandvoort erlitt er am Sonntag einen Reifenschaden - ebenfalls zu einem Zeitpunkt, als er sich auf Position zwei befand.

Alleine in diesen beiden Situation verlor Wickens mindestens 36 Punkte. Trotzdem führte der Kanadier die Meisterschaft nach dem elften Saisonrennen - dem Samstagsrennen in Moskau - noch an. Weiteres Pech hatte er später unter anderen auf dem Nürburgring, als er im Training von einem Defekt eingebremst wurde, oder in Budapest, als er ans Ende der Startaufstellung versetzt wurde, nachdem er sich auf der falschen Startposition einsortiert hatte.

Insgesamt zieht Wehrlein übrigens ein positives Saisonfazit. "Manche Überholmanöver oder Aufholjagden waren schon beeindruckend", erklärt er und ergänzt: "Da ich natürlich immer hauptsächlich auf Mercedes schaue, fällt mir da besonders das Manöver von Lucas Auer in Zandvoort ein oder das zweite Rennen von Gary Paffett in Hockenheim, in dem er erst zurückfällt und dann eine Aufholjagd startet."

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