Drei Autos: Pläne sind 2014 offenbar kein Rettungsanker

, 24.10.2014

Die FIA will nach Medieninformationen beim Wegbrechen von Mannschaften und einem Unterschreiten der 20-Auto-Grenze vorerst nicht bei den Topteams anklopfen

Die Formel 1 könnte schneller schrumpfen als so mancher Beobachter das für möglich gehalten hätte: Bei Caterham bricht schon in diesen Tagen alles zusammen, Marussia scheint jeden Tag auf ein Neues kurz vor der Pleite und ist nach dem Unfall Jules Bianchis in Sotschi ohnehin nur mit einem Auto am Start gewesen. Die Drohkulisse, dass noch in der Saison 2014 nur 18 Autos an einem Grand Prix teilnehmen, ist realer als jemals zuvor - ein dritter Bolide pro Team aber (noch) kein Gegenmittel.

Wie 'Autosport' aus FIA-Kreisen erfahren haben will, schließt der Automobil-Weltverband eine entsprechende Maßnahme bereits in den USA, Brasilien und Abu Dhabi aus. Das hätte unter den gegebenen Überlegungen (Caterham verschwindet und für Marussia fährt weiter nur Max Chilton) zur Folge, dass in Austin die magische Starterzahl 20 unterschritten würde. Sie ist in den kommerziellen Vereinbarungen zwischen Teams, FIA und Formula One Management (FOM) als Untergrenze festgehalten.

Passiert das, werden die bei der Geldverteilung bevorzugten CCB-Teams (Ferrari, Red Bull und McLaren) von der FIA möglicherweise angewiesen, den dritten Boliden zu bringen. Doch müssten sie dem auch nachkommen? Weiterhin munkelt man in der Szene von einer 60-Tage-Frist, die anbrechen würde, um Rahmenbedingungen zu klären. Diese verstreicht allerdings vor dem Saisonfinale in Abu Dhabi. Hinzu kommt, dass ohne ein unterschriebenes Concorde-Agreement vieles juristische Grauzone bleibt.

Sollte der Drei-Auto-Plan in der Zukunft tatsächlich Realität werden, müssten viele offene Fragen geklärt werden. So ist es denkbar, dass nur Formel-1-Neulinge - etwa solche nach den Bestimmungen des Young-Driver-Test - ins Cockpit dürfen oder dass der Teilnehmer nur begrenzt respektive gar nicht in der Kontrukteurs-WM punktet. Von der Fahrerwertung ganz zu schweigen. Offenbar bleibt aber im Winter genügend Zeit, das zu klären. Allerdings könnte sich die Situation dann durch die Turbulenzen weiterer Teams wie Lotus, Sauber oder Force India weiter zuspitzen.

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