Formel-1-Autos 2017: Da geht so viel mehr!

, 26.10.2016

Physisch und psychisch anstrengender, in Barcelona und Suzuka viel mehr Vollgas: So haben die aktuellen Piloten die Formel-1-Autos ab 2017 bislang kennengelernt

Die Formel-1-Autos sollen ab der Saison 2017 aufgrund von Regeländerungen deutlich schneller werden und auf den Strecken mehr Spektakel bieten. Mehr Abtrieb und breitere Reifen versprechen eine größere Herausforderung für die Fahrer - also genau das, was sich beispielsweise McLaren-Honda-Star Fernando Alonso wünscht. Aber es gibt auch Zweifler. Ex-Champion Mario Andretti befürchtet beispielsweise, dass weniger Überholmanöver stattfinden werden.

Der Plan für 2017 sieht vor, dass die Boliden auf durchschnittlichen Strecken um bis zum fünf Sekunden pro Runde schneller fahren werden. "Ich habe ein bisschen im Simulator in Barcelona getestet. Kurve 3 war ganz easy Vollgas, in Kurve 9 musste ich nur ganz wenig vom Gas", sagt Daniel Ricciardo. "Es wird also erheblich schneller werden, wir bremsen schließlich auch viel später. Es wird bestimmt anstrengender. Ich habe mit Pierre Gasly gesprochen, der drei Tage lang gefahren ist. Er sagt, dass der Nacken sich ganz schön meldet."

Die gleiche Rückmeldung gab Red-Bull-Testfahrer Sebastien Buemi, der von der Formel 1 des Jahrgangs 2017 nach seinen Versuchen geradezu überschwänglich berichtete. "Im Simulator sind das alles natürlich nur Zahlen, aber das Auto war auf Grundlage dessen einfach unglaublich. Ich war wirklich überrascht", sagt Toro-Rosso-Pilot Carlos Sainz, der im gleichen Modus testen durfte wie Red-Bull-Stammfahrer Daniel Ricciardo.

"Ich habe erste Simulationen in Barcelona absolviert, dann nach dem Suzuka-Wochenende auch dort - nur um mal zu testen, wie sich das so anfühlt. Es war unglaublich, wirklich unglaublich. Ich weiß nicht, wie die Rennen dann sein werden, aber über eine Runde war ich einfach nur überrascht. Es hat mich umgehauen", sagt der Spanier. "Vor allem im Qualifying wird das der Hammer, es wird eindrucksvoll. Bisher leben wir vom Tempo auf den Geraden, aber 2017 werden wir in Kurven enorm zulegen."

"Psychisch und mental ist es auch jetzt schon anspruchsvoll, aber körperlich nicht. Ganz ehrlich: Eigentlich müsste ich für die Fahrten gar nicht trainieren. Das wird sich ändern", freut sich McLaren-Haudegen Jenson Button auf die Fahrzeuge des kommenden Jahres, die er selbst gar nicht mehr im Wettbewerb bewegen wird. "Manche Kurven werden gar nicht mehr Kurve sein, aber dafür körperlich anstrengend", so der Formel-1-Champion von 2009, der seinen Platz an Youngster Stoffel Vandoorne abgeben muss.

"Es werden wohl vier Sekunden sein, die wir pro Runde schneller sind - also nicht ganz das, was man zuvor errechnet hatte. Es ist nicht ganz so viel, wie manche meinen. Aber auch das ist schon ein Wort", erklärt Button nach seinen ersten Versuchen in der 2017er-Simulation der Formel 1. "Kurve 3 in Barcelona wird nämlich rund 30 km/h schneller zu durchfahren sein. Es wird also richtig schnell. Das braucht der Sport in seiner derzeitigen Verfassung."

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