Glock kam nur bis Kurve neun: Trulli feiert Reihe vier

, 11.05.2008

Timo Glock wurde von Problemen am Vorderrad gebremst und trauerte einem guten Ergebnis nach. Jarno Trulli war überrascht und enttäuscht.

Viel hatte sich Timo Glock für das Qualifying in Istanbul vorgenommen und die Ergebnisse der Trainings hatten ihm auch Mut gemacht, dass es gut laufen könnte. Am Ende musste der Deutsche aber dann mit Platz 15 vorlieb nehmen, was aber nicht an ihm lag. "Das ist ein enttäuschendes Ergebnis, denn ich war mit dem Handling des Autos an diesem Wochenende zufrieden und ich konnte heute Nachmittag pushen. In Q2 hatten wir eine gute Qualifying-Runde bis Kurve neun. Ich habe gebremst und habe plötzlich ein Problem mit dem rechten Vorderrad bemerkt", erzählte er.

Laut Pascal Vasselon war es ein Problem mit dem Radlauf am rechten Vorderrad, die Sache müsse allerdings erst genauer analysiert werden. Für Glock war die Runde jedenfalls danach gelaufen und er musste wieder an die Box. "Es ist schade, denn die Runde war gut und ich denke, sie hätte leicht gereicht, um in die Top Ten zu kommen. Stattdessen bedeutet dieses Ergebnis, dass wir ein schweres Rennen vor uns haben", meinte er.

Etwas erfreulicher lief es für Jarno Trulli, der sich darüber freute, in den Top Ten zu sein und Reihe vier als über den Erwartungen bezeichnete. "Ich bin aber trotzdem nicht ganz zufrieden", sagte der Italiener, "ich konnte das Setup einfach nicht richtig hinbekommen, also hatte ich Probleme mit Über- und Untersteuern. Deswegen war das Auto schwer zu fahren und ich konnte nicht die gleichen Rundenzeiten fahren wie zu Beginn der Session." Trulli hatte den Wind im Verdacht, der sich möglicherweise geändert hat, doch das wäre dann für alle gleich gewesen, meinte er. "Wir sind in einer engen Gruppe von Teams, also werden wir im Rennen hart um ein gutes Ergebnis kämpfen müssen."

Vasselon war auch nicht ganz zufrieden, da es am Wochenende bislang eigentlich gut gelaufen war. Da war das Problem mit Glock, das er nun einer genauen Analyse unterziehen will. Er bedauerte es vor allem deswegen, weil der Deutsche bislang gute Arbeit abgeliefert hatte und nun um die Früchte seiner Bemühungen gebracht wurde. Immerhin mit Trulli war er zufrieden. "Jarno hat wie gewöhnlich tolle Arbeit geleistet - auch wenn er die Top Ten gerade so geschafft hat, nachdem sein zweiter Run in Q2 nicht wie erwartet lief", erzählte Vasselon. Für das Rennen wollte er aber optimistisch bleiben und war gespannt, wie sich die Reifenstrategien entwickeln werden, da es seiner Meinung nach bei der Reifenwahl nicht so klar aussieht.

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