Knappe Angelegenheit für Red Bull: Knapp davor und knapp dahinter

, 11.05.2008

Für Red Bull gab es in Istanbul zwei Punkte, es hätten aber auch drei sein können - auf die eine oder andere Weise.

Es geht knapp zu im Mittelfeld der F1-Welt. Das durfte Red Bull Racing im Rennen von Istanbul gleich auf mehrere Arten erleben. Da war einerseits Mark Webber, der mit seinen zwei WM-Punkten für Platz sieben zufrieden war. "Es war nicht das aufregendste Rennen; ich habe nur versucht, an Fernando dran zu bleiben, was nicht leicht war, da er heute etwas zu stark für uns war. Es wäre nett gewesen, etwas mehr mit ihm zu kämpfen", sagte der Australier. Wie Teamchef Christian Horner meinte, war Webber aber knapp dran, Alonso zu erwischen. "Beim ersten Stopp hat er ihn fast gehabt. Ich denke, es ging sich um eine halbe Sekunde nicht aus, was unglücklich war", erklärte er.

Da der Spanier aber nicht zu holen war, nahm Webber im letzten Stint ein wenig Tempo heraus, weil Nico Rosberg hinter ihm keine Bedrohung darstellte. "Mehr Punkte sind gut für das Team, vor allem nachdem das Team mein Auto nach dem Unfall am Freitag so gut wieder aufgebaut hat. Wir sind jetzt aber nicht zufrieden damit, in die Punkte zu kommen - wir wollen mehr. Ich habe aber gleich viel Punkte wie im gesamten vorigen Jahr, also geht es uns gut", meinte der Australier.

Knapp ging es auch bei David Coulthard zu, der als Neunter an den Punkten vorbeischrammte. "Ich habe mir aber nach dem Rennen das Auto angesehen und es gibt keinen Schaden. Also haben wir zumindest ein Rennen beendet, ohne mit jemandem zu kollidieren. Ich bin so hart gefahren, wie es ging. Ich verlor kurz vor meinem zweiten Stopp eine halbe Sekunde und kam genau hinter Nico heraus, was wahrscheinlich entscheidend war", berichtete der Schotte.

Die Strategie des Teams machte er aber nicht dafür verantwortlich, sondern betonte, dass er einfach nicht das Letzte aus dem Auto geholt hatte. "Ich hatte ein wenig Untersteuern und die Fahrbarkeit war schwer, wenn ich das Gas aufgemacht habe. Das hat mich eine Zehntel pro Runde gekostet." Horner bedauerte, dass Coulthard nicht an Rosberg vorbeikam, da er seinen Fahrer schneller sah als den Deutschen. Platz neun bezeichnete er als frustrierend, freute sich aber immerhin darüber, dass wieder beide Autos im Ziel waren.

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