Kovalainens Lotus-Form war ein Faktor für Caterham

, 09.02.2014

Heikki Kovalainen bekam 2013 die Chance, sich im Lotus zu empfehlen - Am Ende reichte seine Leistung aber nicht einmal für ein Cockpit bei Caterham

Eigentlich hätte das Saisonfinale 2013 die große Chance für Heikki Kovalainen sein können, letztlich entpuppte es sich jedoch als Farce. Nachdem sich Ex-Lotus-Pilot Kimi Räikkönen für die letzten zwei Grands Prix der vergangenen Saison abgemeldet hatte, um sich einer Rückenoperation zu unterziehen, bot sich für seinen Landsmann eine einmalige Gelegenheit: Kovalainen, der 2013 bei Caterham zum Ersatzfahrer degradiert worden war, durfte bei den Rennen in Austin und Sao Paulo im Lotus Platz nehmen und seine Klasse in einem der schnellsten Formel-1-Autos unter Beweis stellen. Daran sollte der Finne jedoch scheitern...

Während Romain Grosjean im zweiten Lotus in Texas sogar auf Platz zwei fuhr (und in Brasilien wegen eines Motorschadens ausfiel), schaffte Kovalainen nur zwei enttäuschende 14. Plätze - auch in den Augen seines Caterham-Vorgesetzten viel zu wenig. So macht Teamgründer Tony Fernandes keinen Hehl daraus, dass die Performance im Lotus durchaus Auswirkungen auf die Zukunft des 32-Jährigen hatte. "Natürlich würden wir lügen, wenn wir behaupten würden, das hätte überhaupt keine Rolle gespielt", gibt er gegenüber 'Autosport' zu.

Trotzdem sei es ein ganzer Mix aus verschiedenen Argumenten gewesen, der letztlich zur Personalentscheidung für 2014 geführt habe. "Wie bei jeder Entscheidung gibt es Pros und Kontras. Ich beziehe bei einer solchen Entscheidung gern auch andere Teammitglieder mit ein; es gab allerdings solche für Heikki und solche für Kamui (Kobayashi; Anm. d. Red.). Also musste ich die Entscheidung treffen", erklärt Fernandes. So fiel die Wahl schließlich zugunsten des Japaners Kobayashi aus, der gemeinsam mit Neuling Marcus Ericsson für Caterham starten wird.

Leicht sei die Entscheidung nicht gewesen, meint Fernandes. Schließlich ist Kovalainen bereits seit 2010 in Diensten von Caterham (vormals Lotus) und hat seitdem großen Anteil an der Entwicklung des Teams gehabt. Letztlich muss aber der sportliche Erfolg an oberster Stelle stehen, weiß der Teambesitzer. "Wir müssen unseren Weg weitergehen. Und wir müssen manchmal auch ein bisschen kalt sein, wenn wir erfolgreich sein wollen." Wie es für Kovalainen nun weitergeht, steht derzeit noch in den Sternen.

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