Le Mans abgehakt: Hülkenberg schließt Formel-1-Pause aus

, 08.10.2015

Die Mission Titelverteidigung im Porsche steht aufgrund der Terminüberschneidung vor dem Aus - Hülkenberg "nicht verärgert" - Wohl gar kein WEC-Start

Mit seinem Start bei den 24 Stunden von Le Mans wagte Nico Hülkenberg in diesem Jahr einen Spagat. Um 2016 wieder einen Ausflug zu Porsches Prototypen-Projekt in der Langstrecken-WM (WEC) zu unternehmen, müsste der Emmericher nach Änderungen am Formel-1-Kalender auf den Aserbaidschan-Grand-Prix verzichten. "Nein!", wiegelt Hülkenberg die Überlegung ab. "Ich bin der Formel 1 verpflichtet. Sie ist mein Hauptjob und mein Hauptziel."

Ergo bleibt nur die Hoffnung, dass die Königsklasse ihre Pläne noch revidiert. Frühestens ginge das bei der nächsten Zusammenkunft des Motorsport-Weltrats der FIA, die für Dezember geplant ist. "Es ist besser, nicht darauf zu hoffen, dass sich noch etwas verändert", zeigt sich Hülkenberg wenig optimistisch und sieht auch das Porsche-Team mit den Le-Mans-Planungen früher oder später unter Zugzwang: "Es wird eine Deadline geben. Irgendwann kommt der Punkt, an dem Porsche Piloten benennen muss."

Sich über die unerwartete Terminüberschneidung der Formel 1 mit dem 24-Stunden-Klassiker bei der FIA oder bei Bernie Ecclestone zu mokieren, hält Hülkenberg für sinnlos: "Das wäre nichts! Es liegt nicht in meinen Händen. Ich muss leider akzeptieren, was entschieden wird. Ich bin auch nicht verärgert." Sollte sich eine Lösung finden, wäre der Deutsche bereit, auf ein Vorbereitungsrennen wie den WEC-Lauf in Belgien - momentan nicht terminüberschneidend - in diesem Jahr komplett zu verzichten.

"Ja, das ginge aus meiner Sicht", bestätigt Hülkenberg. Auch vier Renneinsätze in vier Wochen, die der um zwei Grands Prix erweiterte Formel-1-Kalender nötig machen könnte, wären denkbar: "Es ist anstrengend und eine Belastung, aber es ist möglich, obwohl es mit 21 Rennen plus Testfahrten plus zwei weiterem Rennen ziemlich stressig und eine Herausforderung geworden wäre." Klar ist nur: Wenn Hülkenberg sich 2016 nicht in Le Mans hinter das Volant des Porsche-LMP1 klemmt, dann gar nicht: "Wenn ich dort nicht fahre, dann gibt es auch keinen Grund, woanders anzutreten."

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