Red Bull mit dem Rücken zur Wand: "Situation kritisch"

, 06.10.2015

Ein neuer Antriebspartner lässt auf sich warten: Die Designer in Milton Keynes wollen mit der Arbeit beginnen, viele Mitarbeiter fürchten um ihren Job

Es sind keine fünf Monate mehr: Dann muss ein einsatz- und fahrbereiter Red Bull RB12 bei den ersten Wintertests ausrollen, um die Saisonvorbereitung 2016 unter die Räder zu nehmen. Doch derzeit ist völlig unklar, mit welchem Antrieb das geschieht - und ob überhaupt. Sie Sorgenfalten bei Christian Horner werden tiefer. "Die Motorsituation ist kritisch", erklärt der Teamchef bei 'ServusTV'. "Es wird langsam spät, sehr spät. Klar haben die anderen Rennställe nun schon einen gewissen Vorsprung."

Obwohl Horner beteuert, dass das Team mit einem aus den vergangenen zwei Jahren gewohnten Rückstand klarkommen würde, ist der Druck spürbar. Ohne Antriebspartner ist das Design des Boliden schwierig, weil die Bauweise des V6-Hybrid, seine Kühlung und das Getriebe passende die Formgebung beeinflussen. "In Milton Keynes scharren die Entwickler mit den Hufen und wollen wissen, was mit dem RB12 passiert", betont Horner. "Wann ich gerne eine Lösung hätte? Vor zwei Wochen!"

Auch Stardesigner Adrian Newey, mittlerweile in übergeordneter und beratender Funktion tätigt, hätte auf eine Antwort gedrängt. Gut möglich, dass sie Ferrari lautet. Die Italiener sind nach den Absagen von Mercedes und Honda die einzige Option, sollte Red Bull mit der Hilfe Bernie Ecclestone nicht doch noch eine Regeländerung aushandeln und mit einem Motor ohne Hybrid anrücken - doch dieser Plan B wäre noch zeitintensiver. Der Ball liegt bei Sergio Marchionne und Dietrich Mateschitz.

Sollten sich der FIAT-Boss und der Red-Bull-Patron nicht einig werden, könnte die Motorenposse mit dem angedrohten Formel-1-Rückzug enden. "Wenn wir in einer Position wären, dass wir keine Grands Prix mehr fahren können, dann müssen wir uns andere Aktivitäten anschauen", lässt Horner durchblicken ohne zu erwähnen, ob es dabei ebenfalls um Motorsport geht. An der Entscheidung hängen auch viele Arbeitsplätze: "Gewiss machen sich meine Mitarbeiter Sorgen", weiß der Brite.

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