Weiterer Ferrari-Defekt: "Dafür sind Tests schließlich da"

, 01.03.2016

Kimi Räikkönen bleibt mit dem neuen Ferrari am Dienstag bei den Formel-1-Tests in Barcelona stehen: "Es bleibt noch ausreichend Zeit, es in den Griff zu bekommen"

Ferrari gilt als schnellster Verfolger der offenbar auch 2016 wieder übermächtigen Mercedes in der Formel 1. Allerdings müssen die Italiener im Bereich Standfestigkeit noch nachlegen. Am Dienstag, dem ersten Tag der letzten Testwoche vor dem Start in die neue Saison, blieb Kimi Räikkönen mit dem neuen Ferrari SF16-H auf der Start-Ziel-Geraden von Barcelona stehen. Das Getriebe war im achten Gang steckengeblieben. Bereits in der Vorwoche hatte der Finne viel Zeit wegen eines Problems mit dem Benzindruck verloren.

"Sorgen habe ich nicht", meint Räikkönen angesichts der deutlich höheren Laufleistung des Mercedes. "Jeder spult sein eigenes Programm ab. Viele Kilometer zu absolvieren hilft einem in einigen Bereichen, aber wir wollen vielleicht anders herangehen als sie. Schön für sie, dass sie so viel fahren. Aber das schadet uns in keinster Weise. Wir machen unser Zeug. Klar, es gibt kleine Defekte bei uns. Aber die habe ich lieber jetzt als im Rennen. Zumindest erfahren wir so, was wir noch zu tun haben."

"Natürlich könnten die Dinge ein wenig besser laufen, aber es sind Testfahrten. Tests sind dafür da, dass man alles ausprobiert, und dabei geht halt manchmal etwas kaputt", sagt der Finne, der am Dienstag insgesamt 72 Umläufe schaffte - Mercedes spulte 100 Runden mehr ab. "Es bleibt noch ausreichend Zeit, es in den Griff zu bekommen. Besorgt bin ich nicht", meint der "Iceman". In 1:24.836 Minuten erreichte Räikkönen auf den Medium-Reifen Rang vier im Tagesklassement.

Räikkönen: Keine Kaffeesatz-Leserei vor dem Saisonstart

Ferrari ließ den ehemaligen Weltmeister den gesamten Tag auf der relativ harten, aber recht haltbaren Mischung von Pirelli fahren. Im Vergleich zu Lewis Hamilton, der an seinem Mercedes am Nachmittag ebenfalls seine persönlich beste Rundenzeit auf Mediums realisierte, war der Finne sogar um gut zwei Zehntelsekunden schneller. Der Brite absolvierte im Rahmen einer Rennsimulation allerdings die deutlich besseren Zeiten über die Distanz.

"Ich weiß nicht, was Mercedes macht - und Mercedes hat keine Ahnung, was wir tun", sagt Räikkönen. Der Ferrari-Star will sich nicht an den Spekulationen über die mögliche Hackordnung 2016 beteiligen. "Man sieht die Rundenzeit, aber es wird mit verschiedenen Reifen über unterschiedliche Distanz und mit unbekannter Benzinlast gefahren. Das Gefühl in unserem Lager ist gut. Wir haben über den Winter einige Fortschritte gemacht. Ob das reichen wird? Wer weiß das schon? Ich denke, wir werden ungefähr dort sein, wo wir hin wollen. Die Bedingungen sind hier beim Test ganz andere als beim Auftakt in Melbourne."

Am Vormittag war Räikkönen zunächst mit einer riesigen Messeinrichtung am Heck gefahren. Die dort installierten Sensoren sollten Daten bezüglich des Luftflusses hinter dem Heckflügel liefern. Am Nachmittag gab es Setuparbeiten, Startübungen und Boxenstopp-Training. "Wir haben viele Dinge ausprobiert. Das hilft, die künftige Richtung festzulegen", so der Finne. Am Mittwoch wird Sebastian Vettel die Arbeit mit dem neuen Ferrari SF16-H fortsetzen.

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