Estre fliegt im Dörr-McLaren auf die Pole-Position

, 20.06.2014

Kevin Este/Peter Kox/Tim Mullen/Sasche Bert stehen nach einer Fabelrunde im Top-30-Qualifying beim 24-Stunden-Rennen am Nürburgring auf der Pole-Position

Das Top-30-Qualifying zum 24-Stunden-Rennen am Nürburging wurde zu einem spannenden Shootout - und endete mit einer faustdicken Überraschung. Denn nicht die favorisierten Audi, BMW oder Mercedes, sondern ein McLaren steht morgen auf der Pole-Position. Kevin Estre fuhr den MP4-12C GT3 Startnummer 66 von Dörr, der neben ihm im Rennen auch von Peter Kox, Tim Mullen und Sascha Bert gefahren wird, gleich in der ersten von zwei schnellen Runden mit einer Fabelzeit auf Positon eins. Die Uhr blieb nach einer Zeit von 8:10.921 Minuten stehen. Damit blieb der Franzose mehr als sechs Sekunden unter Pole-Zeit des Vorjahres.

"Ich bin sehr, sehr zufrieden mit der Runde. Auf der Grand-Prix-Strecke war das Auto ein bisschen kompliziert, aber auf der Nordschleife lief es umso besser", sagt Estre. "Die Leute von McLaren haben richtig gute Arbeit geleistet. Ich bin sehr glücklich und ich glaube, dass wir auch für das Rennen ein sehr gutes Auto haben." Schneller als Este hat bisher noch kein Fahrer die 25,378 Kilometer lange Variante aus Grand-Prix-Strecke und Nordschleife umrundet.

Estres Zeit erwies sich für die versammelte Konkurrenz als unüberwindliche Hürde. Am nächsten kam ihm noch der Marc-VDS-BMW Z4 GT3 von Maxime Martin/Jörg Müller/Uwe Alzen und Marco Wittman. Mit einer Zeit von 8:13.497 Minuten, die Martin in seiner zweiten schnellen Runde fuhr, blieb der DTM-Pilot aber mehr als zweieinhalb Sekunden über der Zeit des McLaren. "Ich glaube, mit einem Startplatz in der ersten Reihe können wir zufrieden sein. Die Runde von Kevin war wirklich stark. Er war heute einen Tick zu schnell für uns", sagt Martin.

Estre fliegt, die Konkurrenz schluckt

Dritter wurde der Phoenix-Audi von Christopher Haase, Chris Mamerow, Rene Rast und Markus Winkelhock. Nordschleifen-Routinier Mamerow fuhr eine Zeit von 8:14.412 Minuten. "Gratulation an Kevin, der eine tolle Runde hingelegt hat", sagt Mamerow. "Ich hätte nicht viel schneller fahren können. Als ich die Zeit von Kevin gesehen habe, musste ich nicht nur einmal, sondern zweimal schlucken - einfach eine Hammerzeit!"

Bei bewölktem Himmel, aber durchweg trockener Strecke, machten die Piloten schon während der Aufwärmrunde zu dem mit rund zehn Minuten Verspätung gestarteten Top-30-Qualifying klar, dass der Kampf um die Pole-Position auch beim Eifel-Marathon mehr als nur eine Prestigeangelegenheit ist. Schon in der Aufwärmerunde "korrigierten" einige Piloten ihre zugeloste Startposition und überholten Konkurrenten.

Im Vergleich zum Vorjahr zog das Zeitenniveau noch einmal deutlich an. Die Pole-Zeit des Vorjahres hätte 2014 gerade einmal für Position 14 gereicht. Erfreulich ist aus sportlicher Sicht auch die Ausgeglichenheit an der Spitze. Denn hinter dem McLaren, BMW und Audi fuhr ein Black-Falcon-Mercedes auf Startplatz vier. Allerdings war es nicht der SLS AMG GT3 der Titelverteidiger, sondern das Schwesterauto mit der Startnummer 14 von Abdulaziz Al-Faisal/Hubert Haupt/Adam Christodoulo/Yelmer Buurmann (+ 3,369 Sekunden).

Vier Marken auf den ersten vier Plätzen

Auf Position fünf fuhr der Schubert-BMW von Dirk Müller/Dirk Werner/Lucas Luhr/Alexander Sims, Sechster wurde der zweite Phoenix-Audi von Marc Basseng, Le-Mans-Sieger Marcel Fässler, Frank Stippler und Laurens Vanthoor. Das Siegerauto des Vorjahres, welches in diesem Jahr von Jeroen Bleekemolen, Andreas Simonsen, Christian Menzel und Lance David Arnold gefahren wird, kam auf Position sieben.

Der Audi R8 LMS ultra mit der Startnummer 502, auf dem unter anderen Rekord-Stratosphärenspringer Felix Baumgartner fährt, wurde von Pierre Kaffer auf den achten Startplatz gefahren. Im Rennen greifen auch Marco Werner und Frank Biela ins Lenkrad dieses Audis. Der Aston Martin von Stefan Mücke/Darren Turner/Pedro Lamy sowie der Nissan GT-R GT3 von Nick Heidfeld/Alex Buncombe/Lucas Ordonez/Florian Strauss komplettieren die Top 10.

Mit einer herben Schlappe endete das Top-30-Qualifying für die Porsche-Teams, von denen sich keines für die ersten acht Startreihen qualifizieren konnte. Der Schulze-Nissan mit der Startnummer 24, der nach einem Unfall am Donnerstagabend erst kurz vor Beginn des Einzelzeitfahrens fertig wurde, rollte auf seiner schnellen Runde aus und wird morgen von Position 30 starten.

Direkt davor steht der GT-Corse-Ferrari von Alexander Mattschull/Andrea Barlesi/Pierre Ehret/Mike Jäger, den Mattschull schon nach einer schnellen Runde an die Box steuerte. "Wir können nicht schneller fahren und sind mit Platz 29 voll und ganz zufrieden. Deshalb habe ich keine zweite Runde absolviert", sagt er.

Nun bereiten die Teams ihre Autos für die Hatz zwei Mal rund um die Uhr vor. Am Samstag um 16 Uhr wird die Startflagge geschwenkt, 24 Stunden später stehen dann die 42. Sieger des 24-Stunden-Rennens am Nürburgring fest.

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