Rechenspiele: So wird Lopez in Thailand WTCC-Champion

, 18.10.2015

Mit 75 Punkten Vorsprung reist Jose-Maria Lopez zu den WTCC-Rennen in Thailand: So kann der Argentinier vorzeitig seinen Titel verteidigen

Vor den letzten vier Rennen der Tourenwagen-Weltmeisterschaft (WTCC) 2015 hat Jose-Maria Lopez in der Gesamtwertung 75 Punkte Vorsprung vor seinem Citroen-Teamkollegen Yvan Muller. Die Frage ist daher nicht so sehr ob, sondern wann der Argentinier seinen Weltmeistertitel verteidigen wird. Und das wird aller Wahrscheinlichkeit nach schon bei den Rennen im thailändischen Buriram (31. Oktober und 1. November) der Fall sein.

Bei 110 Punkten, die bei den letzten beiden Rennwochenende der Saison 2015 noch zu vergeben sind, muss Muller schon auf mehrere Nullnummern von Lopez hoffen, wenn er den Argentinier noch abfangen will. Der wiederum muss nur das tun, was er am besten kann: Die Pole-Position holen und das erste Rennen gewinnen, und schon ist die Meisterschaft zu Gunsten von Lopez entschieden.

Die Wahrscheinlichkeit, dass Lopez dies gelingt, liegt bei genau 50 Prozent, denn seit Anfang der Saison 2014 fuhr der Argentinier an elf von 22 Rennwochenenden von der Pole-Position aus zum Sieg im ersten Rennen.

Muller würde hingegen unter Umständen selbst ein perfektes Rennwochenende mit der Pole-Position (für die es fünf Punkte gibt) und zwei Rennsiegen (jeweils 25 Punkte) nicht reichen, um das Titelrennen mathematisch offen zu halten. Denn in diesem Fall müsste Lopez nur zwei Mal als Zweiter hinter Muller ins Ziel fahren und hätte, vorausgesetzt er würde den Einzug in Q3 der Qualifikation und die damit verbundenen Zusatzpunkte verpassen, vor dem Saisonfinale in Katar uneinholbare 56 Punkte Vorsprung.

Wird Lopez in der Qualifikation mindestens Vierter, würde ihm, vorausgesetzt Muller holt die Pole-Position und gewinnt beide Rennen, sogar ein ein zweiter und ein dritter Platz ausreichen, um den Titel vorzeitig zu verteidigen. Daneben gibt es noch viele weitere Konstellationen, mit denen Lopez vorzeitig Weltmeister werden kann, doch alle laufen auf eines heraus: Sollte der Weltmeister nicht in Thailand gekrönt werden, wäre das eine faustdicke Überraschung.

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