Audi Q8 Concept: In neuer Bestform - der Draufgänger kommt 2018

Christian Brinkmann, 10.01.2017

Audi zeigt sich in neuer Bestform und präsentiert den Audi Q8 Concept auf der North American International Auto Show in Detroit (08.01.2017 - 22.01.2017). Dieser aggressiv gestylte, riesige Oberklasse-SUV mit einem mächtigen Hybrid-Motor für das Plus an Effizienz und Fahrspaß stellt mehr als eine Studie dar: 2018 kommt das Serienmodell auf den Markt. Grund genug, sich den Audi Q8 Concept im Detail anzuschauen und einen Blick auf das neue Bedienkonzept mit großen Touchscreens zu werfen.

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Design: Neuer Angriffsmodus und dazu Laser-Technologie an Bord

Bereits von vorne setzt sich der Audi Q8 Concept extrem cool in Szene. Besonders prägend wirkt der plastisch geformte, achteckige Singleframe-Kühlergrill mit Wabengitter-Einsatz, der erheblich breiter ausfällt als bei den heutigen Serienmodellen von Audi. Sechs aufrecht stehende Doppelstäbe strukturieren den Kühlergrill, während die äußeren Lufteinlässe im Stile eines Audi RS-Modells den Asphalt geradezu aufsaugen. Ein markantes Blade aus Aluminium schließt den Stoßfänger nach unten ab.

Die flachen, keilförmig gezeichneten Scheinwerfer des 5,02 Meter langen Audi Q8 Concept verbanden die Macher gestalterisch mit dem umliegenden Lufteinlass, was den angriffslustigen Look weiter hervorhebt. Abblendlicht und Fernlicht nutzen die Digital-Matrix Laser-Technologie: In über eine Million Pixel geteilt, leuchtet der Lichtstrahl die Straße hochauflösend und fein geregelt aus. Unter der Kante der Motorhaube befindet sich ein schmaler LED-Lichtleiter, der das dynamische Blink- und Tagfahrlicht abstrahlt.

Die Türen kommen ohne Scheibenrahmen aus und tragen so zur flachen Dachlinie des 1,70 Meter hohen und 2,04 Meter breiten Audi Q8 Concept bei. Alle Linien an der Karosserie steigen nach hinten dynamisch an - die Unterkante der Seitenfenster, die Schultern und die Schwellerlinie. Im Schwellerbereich glänzen die Türen in gebürstetem Aluminium, das in einem schönen Kontrast zur Lackierung in „Bombayblau“ steht. Die Öffnung der Türen erfolgt über Touch-Sensoren: Sobald die Tür die Berührung der Hand erkennt, springt sie leicht auf.

Ein langer Dachkantenspoiler beschattet die äußerst flach liegende Heckscheibe. Das Leuchtenband, das sich über die gesamte Breite des Hecks erstreckt, umfasst das Schluss- und das Bremslicht als auch das dynamische Blinklicht. Die Sportlichkeit unterstreicht der aus Aluminium gefertigte Diffusor, dessen Spange aus Carbon besteht.

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Antrieb: Stark, effizient und das sind die Werte

Bei Antrieb und Fahrwerk nutzt der Audi Q8 Concept Technologien, die bereits im Serieneinsatz sind. Der Plug-in-Hybridantrieb vereint sportliche Performance mit hoher Effizienz. Als Verbrennungsmotor dient ein 3.0 TFSI-Benziner, der 245 kW/333 PS leistet und 500 Nm Drehmoment liefert. Der in das 8-Stufen-Tiptronic-Getriebe integrierte Elektromotor generiert 100 kW/136 PS und 330 Nm. Das Gesamtsystem kommt auf 330 kW/408 PS und 700 Nm Maximaldrehmoment.

Derart ausgerüstet, beschleunigt der Audi Q8 Concept in 5,4 Sekunden von 0 auf 100 km/h und weiter bis auf eine Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h. Nach der geltenden Norm für Plug?in?Hybridfahrzeuge verbraucht die Studie durchschnittlich nur 2,3 Liter Kraftstoff auf 100 Kilometern, was 53 Gramm CO2 pro Kilometer entspricht. Die im Heck platzierte Lithium?Ionen?Batterie ermöglicht mit einer Kapazität von 17,9 kWh bis zu 60 Kilometer elektrische Reichweite. Audi gibt die Gesamtreichweite mit dem TFSI?Motor mit bis zu 1.000 Kilometern an. Eine Vollladung mit 7,2 kW Leistung dauert etwa 2,5 Stunden.

Im Fahrbetrieb regelt das Hybrid-Management die Betriebszustände des Audi Q8 Concept: Der SUV kann je nach Situation boosten, segeln und rekuperieren. Der „Prädiktive Effizienzassistent“ wertet währenddessen GPS-Informationen aus dem nahen Umfeld des Autos aus und hilft mit gezielten Hinweisen beim Kraftstoffsparen.

Drei Fahrmodi stehen über das Fahrdynamiksystem „Audi Drive Select“ zur Wahl: Der Modus „EV“ räumt dem elektrischen Fahren Priorität ein, während das System im Modus „Hybrid“ weitgehend frei über die Art des Antriebs entscheidet. Im Modus „Battery Hold“ spart der Audi Q8 Concept die vorhandene elektrische Energie für einen späteren Zeitpunkt auf.

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Hightech aus der Serie: Kraftübertragung und Fahrwerk

Die Kräfte des Hybridantriebs gelangen im Audi Q8 Concept über den permanenten quattro-Allradantrieb auf die Straße, der im Grenzbereich von Kurven mit der radselektiven Momentensteuerung zusammenarbeitet. Letztere bremst die kurveninneren Räder minimal ab, womit sie die Dynamik und die Stabilität weiter steigert.

Auch beim Fahrwerk mit seiner breiten Spur nutzt die Studie Lösungen aus der Serie. Die „Adaptive Air Suspension Sport“, eine Luftfederung mit geregelter Dämpfung, erlaubt eine große Bandbreite zwischen weichem Abrollen und knackig-straffem Handling. Zudem stellt die Luftfederung die Bodenfreiheit in zwei Stufen mit 90 Millimetern Höhendistanz auf das jeweils ideale Niveau ein. Den Kontakt zum Asphalt halten derweil 11 x 23 Zoll große Räder mit fünf in sich gedrehten Y?Speichen und Reifen im Format 305/35. Keramik-Bremsscheiben mit 20 Zoll Durchmesser verzögern den Audi Q8 Concept.

Innenraum: Eine große Luxus-Lounge für vier

Der elegante Innenraum des Audi Q8 Concept hält viel Platz für vier Personen und ihr Reisegepäck im 630 Liter großen Kofferraum bereit. Die Farben und Materialien im Interieur sorgen für eine kühle und sportliche Anmutung. Hochglänzende Carbon-Applikationen mit einer abstrakten Gewebestruktur sowie Leisten und Rahmen aus Aluminium setzen Akzente. Vom Dachhimmel bis zur Mitteltunnelkonsole nimmt die Helligkeit der Aluminium-Leisten in abgestuften Grautönen von Stahlgrau bis Pastellsilber allmählich zu.

Die technischen Materialien im Audi Q8 Concept kontrastieren mit weichen Oberflächen. Als Bezugsmaterial für die vier Einzelsitze dient eine Kombination aus Feinnappa- und Nubuk-Leder, das die Macher pastellsilber färbten. Die Kopfstützen sind mit einem strukturierten Textil bezogen, das farblich den Lederelementen ähnelt. Pfeilförmige Dekoreinlagen in den Türen führen das expressive Design fort. Darin eingebettete, filigrane Aluminium-Stege dienen als Türöffner. Bei Dunkelheit illuminieren darüber hinaus LED-Lichtleiter den Innenraum mit weißem Licht.

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Neues Anzeige- und Bedienkonzept: Virtuelle Welt verschmilzt mit Realität

Bei der Bedienung und Anzeige geht Audi neue Wege. Die Informationen und Kommandos erfolgen zum Großteil über Touch-Displays, ergänzt durch das „Virtual Cockpit Future“ und ein kontaktanaloges Head-up-Display.

Das hochauflösende „Audi Virtual Cockpit Future“ entfaltet durch neue Funktionen noch mehr Dynamik und stellt Grafiken noch detailgetreuer dar. Im Auto-Anzeigemodus bietet das 12,3 Zoll beziehungsweise 31 Zentimeter große TFT-Display viel Platz für Karten, Listen und Zusatzinformationen. Die Kartenansicht von oben visualisiert die eigene Fahrtroute. Beim Einzoomen erfolgt die Darstellung der aktuellen Position und Umgebung in 3D. Über die Tasten am Lenkrad kann der Fahrer außerdem in den Performance-Modus wechseln, bei dem die Zeiger von Tacho und Powermeter in einer perspektivisch, dreidimensionalen Anzeige erscheinen.

Währenddessen projiziert das kontaktanaloge Head-up-Display im direkten Sichtfeld des Fahrers wichtige Anzeigen auf die Windschutzscheibe und platziert sie dabei scheinbar in der realen Umwelt. So erscheint zum Beispiel ein Navigationspfeil in der gleichen Position wie ein tatsächlicher Pfeil auf der Straße. Auch bei den Hinweisen von Fahrerassistenzsystemen verschmelzen die virtuelle und die reale Welt miteinander.

Außer dem virtuellen Cockipt handelt es sich bei allen Bildschirmen im Audi Q8 Concept um Touch-Displays. Die große Stärke dieses Prinzips ist die direkte, schnelle und intuitive Bedienung. Der Fahrer wählt jede Funktion exakt dort an, wo er sie sieht. Zudem konnte Audi dank der Touchscreens die Zahl der Tasten, Schalter und Hebel weiter reduzieren. Dadurch wirkt das Interieur noch aufgeräumter.

Zur Steuerung des Infotainments und der Fahrzeugeinstellungen dient das zentral in der Schalttafel positionierte MMI-Display. Der schräg verlaufende Bereich der Mittelkonsole integriert ein Display für die Klimatisierung. Wenn der Fahrer es bedient, ruht sein Handgelenk bequem auf dem niedrigen Wählhebel der Achtstufen-tiptronic. Erkennt die Sensorik im Sitz, dass der Beifahrer an Bord ist, blendet der Touchscreen die Klimatisierung für ihn ein. Ist der Fahrer alleine unterwegs, steht diese Funktion nicht zur Verfügung. Ein weiterer Touchscreen ist für die Lichtfunktionen reserviert.

Weitere Bilder:

Ferrari oder Lamborghini Fahren bei emotiondrive
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