Alfa Romeo Giulia Quadrifoglio Verde 2016: Kampfansage mit 510 PS

, 25.06.2015


510 PS, das Herz gemeinsam mit Ferrari entwickelt und nur 3,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h: Mit der neuen Alfa Romeo Giulia Quadrifoglio Verde packt die italienische Traditionsmarke einen echten Hammer aus, der an die glorreichen Zeiten der Marke anknüpfen soll. Bei dieser Performance-Limousine verblassen sogar der BMW M3 und der Mercedes-AMG C 63. Die Kampfansage der Italiener steht: Anfang 2016 soll die neue Alfa Romeo Giulia durchstarten.


Starke Neuausrichtung und aktive Aerodynamik

Zweifellos, die neue Alfa Romeo Giulia sieht heiß aus und steht zugleich für die Neuausrichtung der am 24. Juni 1910 als Anonima Lombarda Fabbrica Automobili (Lombardische Aktiengesellschaft zur Fabrikation von Automobilen) gegründeten Marke. Ein Symbol für die Neuausrichtung ist das überarbeitete Markenlogo, das mit dem neuen Modell seine Weltpremiere feiert. Das charakteristische Emblem zeigt sich modernisiert, ohne die charakteristischen Stil- und Designelemente zu vernachlässigen, die das Alfa Romeo-Logo weltberühmt machten.

Die skulpturhafte Form, die an eine sprungbereite Katze erinnert, zieht den Betrachter sofort in den Bann. Ganz klar: Dieser Alfa strahlt ein neues Selbstbewusstsein aus und zeigt seine Angriffslust. Die Proportionen der Karosserie mit eleganten Rundungen und geschwungenen Dachsäulen führen zu einem tropfenförmigen Profil, das stark an die legendäre Alfa Romeo Giulietta Sprint aus den 1950er-Jahren erinnert.

Scharf gezeichnete Scheinwerfer, große, prägnante Lufteinlässe an der Front, dynamisch gezeichnete Seitenschweller sowie ein mächtiger Heckdiffusor und ein Heckklappenspoiler stellen eins klar: Mit diesem Alfa ist nicht zu spaßen.

Mehr noch: Die Proportionen der Alfa Romeo Giulia sind Ausdruck des technischen Layouts. Als Kernelemente erweisen sich die Gewichtsverteilung von 50:50 und der Hinterradantrieb. Um das Fahrzeuggewicht optimal auszutarieren, platzierten die Macher den Motor und die wichtigsten mechanischen Komponenten zwischen den Achsen. Resultat sind kurze Karosserieüberhänge vorne und hinten, eine lange Motorhaube, ein nach hinten verlagertes Passagierabteil und ausgeprägte hintere Kotflügel, die den Hinterradantrieb betonen.

Die Aerodynamik optimiert ein aktiver Frontspoiler, der den Abtrieb an der Vorderachse bei hoher Geschwindigkeit vergrößert und für eine noch bessere Bodenhaftung sorgt. Der aktive Frontspoiler wird vom Chassis-Computer gesteuert, der als zentrale Leitstelle alle elektronischen Systeme an Bord miteinander vernetzt.


Bei diesem Motor haben Mercedes-AMG &Co. das Nachsehen

Die neue Alfa Romeo Giulia befeuert die Emotionen und soll ein einzigartiges Fahrvergnügen bieten. Der 510 PS starke Dreiliter-Sechszylinder-Biturbo-Benziner der Alfa Romeo Giulia Quadrifoglio Verde als Topmodell der Baureihe wurde gemeinsam mit Ingenieuren von Ferrari entwickelt. Das Triebwerk ermöglicht eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in nur 3,9 Sekunden. Unter anderem sorgt eine elektronisch gesteuerte Zylinderabschaltung für eine deutliche Reduzierung des Kraftstoffverbrauches, den Alfa Romeo noch nicht näher bezifferte.

Zum Vergleich: Der Mercedes-AMG C 63 S besitzt einen 4,0 Liter großen V8-Biturbo, der ebenfalls 510 PS generiert. Mit 4,0 Sekunden von 0 auf 100 km/h (Automatik-Getriebe) ist die Mercedes-AMG C 63 S-Limousine allerdings ein Hundertstel langsamer als der Alfa. Ebenfalls abgeschlagen die 431 PS starke BMW M3 Limousine, deren 3,0 Liter großer TwinPower-Turbo-Sechszylinder-Motor von 0 auf 100 km/h mit der Automatik 4,1 Sekunden ermöglicht. Allerdings gibt es noch den neuen Cadillac ATS-V, dessen 3,6-Liter-V6-Biturbo mit 461 PS und einer 8-Stufen-Automatik wie die Giulia in nur 3,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h spurtet.

Zurück zur Giulia: Als Vorreiter der neuesten Generationen von Diesel- und Benzin-Motoren von Alfa Romeo wird der Sechszylinder komplett aus Aluminium gefertigt. Dies sorgt nicht nur für eine Verringerung des auf der Vorderachse lastenden Gewichts, sondern auch für den typischen Alfa Romeo-Motorensound.

Zu den Stärken der neuen Giulia zählen, so die Macher, die präzise arbeitende Lenkung, das spontane Ansprechverhalten des Motors, kurze Schaltwege und fest zupackende Bremsen. Die Auswahlmöglichkeit aus Hinterrad- oder Vierradantrieb stellt nicht nur einen Tribut an die Wurzeln von Alfa Romeo dar, sondern ebenso eine technologische Lösung, die hohe Fahrleistungen ermöglicht. Die Kraftübertragung erfolgt über eine Handschaltung oder über eine 9-Stufen-Automatik.

Alfa Romeo gibt für die neue Giulia Quadrifoglio Verde ein Leistungsgewicht von weniger als drei Kilogramm pro PS an. Bei 510 PS kann das neue Topmodell damit maximal nur 1.479 Kilogramm wiegen.


Mehr als die perfekte Gewichtsverteilung

Die Multilink-Hinterachse garantiert den optimalen Kompromiss aus sportlichem Fahrverhalten, Fahrspaß und Komfort. An der Vorderachse gelangt eine Konstruktion mit doppelten Querlenkern und halb-virtueller Lenkachse zum Einsatz, um die Lenkung effektiv von Federungs- und Antriebseinflüssen abzukoppeln. Dieses Layout sorgt für konstanten Nachlauf an den Vorderrädern auch in schnell durchfahrenen Kurven mit hohen Querbeschleunigungskräften.

Innovative und exklusive Technologien an Bord

Es gehört zu den Grundsätzen von Alfa Romeo, elektronische Assistenzsysteme ausschließlich dazu einzusetzen, das dank optimal abgestimmter Mechanik ohnehin sehr gute Fahrverhalten weiter zu verfeinern. Ein Beispiel dafür ist das elektronisch gesteuerte Sperrdifferenzial in der Hinterachse, das mit Hilfe einer Doppelkupplung das zur Verfügung stehende Drehmoment aktiv zwischen rechtem und linkem Rad aufteilt (Torque Vectoring). Im Gegensatz zu einem herkömmlichen elektronischen Fahrstabilitätssystem bleibt so die volle Motorkraft sogar bei niedriger Haftung der Reifen erhalten.

Die neue Alfa Romeo Giulia verfügt darüber hinaus erstmals über ein integriertes Bremssystem, das die Wirkungsweise der elektronischen Assistenzsysteme mit der mechanischen Bremskraftunterstützung kombiniert. Die Folge sind schnell ansprechende Bremsen und kurze Bremswege - bei gleichzeitig reduziertem Gewicht des Systems.

Für die Alfa Romeo Giulia stimmten die Macher die Fahrdynamikregelung „D.N.A.“ neu ab. Zur Wahl stehen die Stufen „Dynamic", „Natural" und „Advanced Efficient". Der Modus „Advanced Efficient" gibt dem Fahrer erstmals die Möglichkeit, alle Fahrzeugsysteme auf den optimalen Umgang mit dem Kraftstoff auszurichten. Die leistungsstärksten Modellvarianten stellen darüber hinaus die Stufe „Racing" zur Verfügung.

Innenraum: Ähnlich wie in einem Formel-1-Rennwagen

Der Innenraum der neuen Alfa Romeo Giulia soll allen Passagieren ein Höchstmaß an Sicherheit, Entertainment, Komfort und Qualitätsanmutung bieten. Charakteristisch ist die konsequente Ausrichtung des Cockpits auf den Fahrer. Alle sicht- und greifbaren Oberflächen bestehen aus hochwertigen Materialien, darunter Carbon, Holz und exklusive Stoffe. Selbst die Rahmen der Sitze bestehen aus Carbon.

Ähnlich wie in einem Formel-1-Rennwagen brachten die Macher die Bedienelemente für die wichtigsten, fahrzeugrelevanten Systeme auf dem vergleichsweise kleinen Lenkrad unter. Über zwei zusätzliche Multifunktionsschalter lassen sich die Fahrdynamikregelung „Alfa Romeo D.N.A.“ und das Infotainment-System steuern.

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