Aston Martin Lagonda: 2015 kommt die Hyper-Limousine

, 16.08.2014


Namen sind nur Schall und Rauch. Gewisse Namen erzeugen jedoch jenen schönen Schall und bei bleiernem Fuß auch den passenden Rauch. Zu diesen Geschöpfen zählt sicherlich der neue Aston Martin Lagonda - eine große Luxuslimousine mit mächtiger V12-Power, die 2015 auf den Markt kommen soll.


Lagonda: Nach dieser Limousine schrien die Reichen und Schönen

Lagonda: Dieser Markenname war bereits lange mehr oder weniger vom Erdboden verschluckt. 1906 durch den Amerikaner Wilbur Gunn in England gegründet, geht der Name auf einen Fluss in der Nähe von Gunns Heimatstadt Springfield im US-amerikanischen Bundesstatt Ohio zurück. 1947 erwarb der damalige Aston Martin-Inhaber David Brown die Marke Lagonda. Geplant waren damals Fahrzeuge, die vom Charakter nicht in das Line-Up von Aston Martin passten, aber ebenfalls hochwertig sein sollten - die großen Limousinen stellten einen echten Gegenpart zu den GTs von Aston Martin dar.

Bis 1964 hielten die Macher am eigenständigen Markennamen Lagonda fest, unter dem die Briten drei Modelle verkauften. Mit der Einstellung des Lagonda Rapide (1961-1965) fand die eigenständige Marke ihr Ende. Auch wechselte Aston Martin erneut den Besitzer.

Der Name Lagonda verschwand jedoch nicht völlig aus dem Portfolio von Aston Martin. So legte der britische Hersteller von 1976 bis 1989 den Aston Martin Lagonda auf. Dabei handelte es sich um eine keilförmige und ebenso kantige V8-Limousine, die zu den teuersten Viertürern ihrer Zeit zählte. Die Schönen und Reichen schrien regelrecht danach. Am Aston Martin Virage fand sich von 1993 bis 1994 ebenfalls das Lagonda-Emblem wieder, sofern Kunden diese bei den viertürigen Limousinen oder Kombis zusätzlich orderten.

Wiedergeburt: Die ersten Details der neuen Hyper-Limousine

Aston Martin zeigte 2009 eine erste Konzeptstudie auf dem Genfer Automobilsalon, ein luxuriöser SUV, der den Namen Lagonda erneut aufleben lassen sollte. So schnell wie die Idee der Welt präsentiert wurde, verschwand sie aufgrund vermehrter Kritik wieder. Aber das Kapitel um Lagonda verbannte Aston Martin immer noch nicht in die tiefste Schublade. Jetzt planen die Briten erneut, dem Namen Lagonda zu altem Ruhm zu verhelfen.


Basierend auf einer verlängerten VH-Plattform des Aston Martin Rapide stellt die britische Manufaktur nun einen neuen Aston Martin Lagonda vor. Die aus Kohlefaserlaminat geformte Karosserie zeigt dabei eine lange, luxuriöse Limousine, die vor allem an historische Vorbilder von Lagonda erinnern soll.

Gebaut wird die Luxus-Limousine mit Sportinnereien von der Aston Martin-Personalisierungsabteilung „Q“. Sportlich deswegen, weil unter der Haube des neuen Aston Martin Lagonda vermutlich das 6,0 Liter große V12-Triebwerk aus dem bekannten Rapide seine Dienste verrichtet. Dann aber wohl mit rund 600 PS - schließlich muss das wie ein Kreuzfahrtschiff anmutende Fahrzeug ordentlich vorwärts kommen.

Die Fertigung des neuen Aston Martin Lagonda soll ab Frühjahr 2015 in Handarbeit erfolgen. Strebten die Briten damals mit der Wiederbelebung von Lagonda noch an, die Fahrzeuge auf deutlich mehr Märkten als Aston Martin selbst zugänglich zu machen, so verfolgen sie mit diesem Modell einen völlig anderen Weg. Kaufen lässt sich die luxuriöse Limousine nur auf Einladung von Aston Martin selbst - und das voraussichtlich nur auf dem Markt im Mittleren Osten. Ein strikt limitiertes Modell eben.

Ob es beim Namen Aston Martin Lagonda bleibt, ist bisher noch unklar. Genau so wenig weiß man über den Preis, über den die Briten nur verlauten lassen, dass er einem solch limitierten und exklusiven fahrbaren Untersatz angemessen sein dürfte. Die Klientel wird es bezahlen - wie bereits beim Vorgänger, dem von 1976 bis 1989 gebauten Aston Martin Lagonda.

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