Aston Martine Rapide S: Der vollendete Schrei nach Leistung

, 19.02.2013


Der Aston Martin Rapide sorgte bei seiner Markteinführung im Jahre 2009 für viel Aufsehen. Das einzige Manko, das viele potentielle Kunden sahen, waren die 477 PS, die einfach nicht genug erschienen; denn die Konkurrenz der sportlichen viertürigen Coupés, wie zum Beispiel der Porsche Panamera Turbo, knackten bereits damals die 500-PS-Marke. Jetzt, vier Jahre später, kommt Aston Martin mit dem neuen Rapide S auf den Markt und möchte mit der Konkurrenz gleichziehen bzw. diese sogar ausstechen.

Ein Maßanzug für den englischen Gentleman

Bereits die Optik des neuen Aston Martin Rapide S verkörpert Sportlichkeit und Eleganz auf höchstem Niveau. Wer dieses Monster mit seinen sagenhaften 558 PS im Rückspiegel sieht, sollte schnellstmöglich dafür sorgen, dass der wuchtige Viertürer die linke Spur für sich alleine hat. Der riesige Kühlergrill an der Front lässt das gesamte Fahrzeug noch mächtiger wirken und scheint dem Rapide S ein verschmitztes Lächeln auf die Lippen zu zaubern. Der untere Teil der modifizierten Front erinnert derweil stark an die neuen Cabrios und Coupés von Aston Martin.


Beim Betrachten der seitlichen Linien geht einem Autofan das Herz auf. Die Mischung aus sportlicher Coupé- und klassischer Limousinen-Form wirkt so, als hätte es nie einen Zweifel gegeben, dass dies wirklich funktionieren kann. Wer die Zusatzoption des „Carbon Exterior“-Paketes wählt, bekommt neben einem Frontsplitter, einem Heckdiffusor, die Rückleuchten-Inlays und die Rückspiegel aus Carbon, um die sportliche Attitüde des Rapide S gekonnt zu unterstreichen.

Der kleine Heckspoiler verkörpert Sportlichkeit, wirkt aber gleichzeitig keinesfalls protzig oder unpassend - vielmehr fügt er sich harmonisch in die Gesamtform des Fahrzeuges ein. Wer das Fahrzeug direkt von oben betrachtet, bemerkt, dass sich die Fahrgastzelle nach hinten hin verjüngt und dem Rapide S sehr breite Schultern am Heck beschert. Aston Martin schließt das Äußere mit schlichten 20-Zoll-Felgen in einem 10-Speichen-Design und einem eleganten Silber-Piano-Schwarz Finish ab.

Unter der Haube schnauben 558 wilde Pferde

Auch die Technik blieb nicht unangetastet. Durch einige Anpassungen am neuen AM11-Motor schaffte es Aston Martin, ganze 17 Prozent beziehungsweise 81 PS mehr Leistung aus dem 6,0 Liter großen V12-Triebwerk zu pressen. So gipfelt die Leistungsspitze nun bei 6.750 U/min in sagenhaften 558 PS und damit sogar 8 PS über der Spitzenleistung Porsche Panamera Turbo S.

Durch die gleichzeitige Steigerung des Drehmomentes von 600 Nm auf 620 Nm bei 5.000 U/min konnten die Macher die Beschleunigungszeit aus dem Stand auf 100 km/h um 0,3 Sekunden verbessern, womit der Aston Martin Rapide S nur 4,9 Sekunden für dem klassischen Spurt benötigt. Die Spitzengeschwindigkeit stieg von 296 km/h auf 306 km/h, um noch schneller an sein Ziel gelangen zu können.


Dank eines neuen Motorblockes und hohlen Antriebswellen schaffte es Aston Martin trotz der Leistungssteigerung, die CO2-Emission von 355 g/km auf 322 g/km zu senken, was allerdings eine Randnotiz bleiben sollte. Der durchschnittliche Verbrauch stieg leicht an und wird nun mit 11,8 Litern pro 100 Kilometer angegeben, was für einen Sportwagen dieser Kategorie einen sehr guten Wert darstellt.

Das Interieur - pure Perfektion

Aston Martin ist spätestens seit dem DBS für seine unendliche Eleganz und Sportlichkeit im Interieur bekannt. Allein schon die Lösung des Zündschlosses grenzt an die Genialität des dafür verantwortlichen Designers: Der Fahrer steckt den Zündschlüssel, der eine Rückseite aus Kristallglas besitzt, in die Mittelkonsole in einen dafür vorgesehenen Schlitz, der sich mit Hilfe des Schlüssels zu einem Kristall-Startknopf verwandelt.

Wer nun noch das piano-schwarze Interieur-Paket wählte, wird sich bei jedem Einsteigen fühlen, als ob er in der Ausstellungshalle eines Topdesigners Platz genommen hat. Die komplette Mittelkonsole erstrahlt dann in eben diesem Pianolack. Außerdem erhielten die Türgriffe ebenfalls einen Anstrich in dieser Farbe.

Die verwendeten Materialien im Innenraum schreien förmlich nach Luxus. So fertigte Aston Martin sämtliche Schalter und Einstellrädchen aus Aluminium, während schwarzes Leder mit roten Nähten weitere Akzente setzt. Die Sitzflächen der Sportitze sind im Fond wie auch auf dem Fahrer- und Beifahrersitz perforiert und mit roter Farbe unterlegt.


Im Fond des Aston Martin Rapide S finden zwei Personen bequem Platz und können dort den vollen Luxus des Reisens genießen. Selbst die Gurtstraffer im Fond bestehen aus Aluminium. Wer es einmal praktisch braucht, der drückt einen Knopf und die Sportsitze im hinteren Bereich des Fahrzeuges klappen zusammen, um auf diese Weise den Laderaum des Aston Martin Rapide S zu verdreifachen. Aston Martin schließt die Symphonie aus Leder, Aluminium und Pianolack mit den traditionsgerecht, gegenläufig agierenden Zeigern des Tachometers und Drehzahlmessers ab.

Wem all dieser Luxus noch nicht genug ist, kann aus etlichen Zusatzoptionen, wie zum Beispiel einem Entertainment-System mit zwei Bildschirmen, drahtlosen Kopfhörern und einem sechsfachen DVD-Wechsler für den Fond oder einer Rückfahrkamera, wählen. Um dem Ganzen die Krone aufzusetzen, offeriert Aston Martin das „Q by Aston Martin“ Programm, bei dem jeglicher Kundenwunsch, der den Innenraum eines Fahrzeuges betrifft, erfüllt werden soll. Sei es ein bestimmtes Leder, spezifische Materialien für die Mittelkonsole oder eine bestimmte Farbe, bei „Q“ wird so gut wie alles realisiert.

Um die Ruhe im Aston Martin Rapide S während der Fahrt zu verbessern, passten die Macher die Form der Motorhaube und der Windschutzscheibe so an, dass die Geräusche und Vibrationen im Innenraum des Fahrzeuges auf ein Minimum reduziert wurden.

3 Kommentare > Kommentar schreiben

15.08.2015

Ich habe vor einiger Zeit einen Aston Martin Rapide gesehen. Er verfügt über eine Sonderausstattung. [IMG]http://www.internationalesportwagengalerie.de/Aston%20Martin/00020.JPG[/IMG] [url=http://www.internationalesportwagengalerie.de/index.htm]Internationale Sportwagengalerie[/url]

24.05.2013

... außerdem sind die Fahrleistungen für die Nominalleistung des Motors nach wie vor ein bißchen schwächlich, vor allem fehlt es an Durchzugskraft. Wann kommt ein Turbomotor, der auf der Höhe der Zeit und der Konkurrenz ist??

12.05.2013

die idee eines rapide s war gut,aber dieser Kühlergrill ( Gänsehaut) sieht einfach besch..eiden aus


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