Brabus High Performance 4WD Full Electric: Der neue Performance-Stromer

, 19.10.2011


Für pure Performance steht Brabus. In der Regel sind es die mächtig starken Benzinmotoren, welche die bekanntesten Kreationen von Brabus antreiben. Doch nun gibt es mit dem neuen Brabus High Performance 4WD Full Electric einen rein elektrisch angetriebenen Prototypen auf Basis der Mercedes E-Klasse, der vor Kraft nur so strotzt: 320 kW bzw. 435 PS Leistung und 3.200 Nm Drehmoment sorgen bei der elektrifizierten Luxus-Limousine für Dynamik wie auch Effizienz. Eine Kleinserienfertigung ist bereits geplant.


Der allradgetriebene, 2.190 Kilogramm schwere Viertürer von Brabus Zero Emission, einer Division von Brabus, beschleunigt in nur 6,9 Sekunden von 0 auf Tempo 100. Der Zwischensprint von 60 auf 120 km/h dauert lediglich 5,0 Sekunden. Zum Vergleich: Ein Mercedes E 500 4MATIC benötigt dafür 5,2 Sekunden. Durch die Höchstdrehzahl der Radnabenmotoren von 2.000 U/min ist die Höchstgeschwindigkeit auf 220 km/h begrenzt.

Im für den normalen Fahrbetrieb ausreichenden Eco-Modus mit 200 kW/272 PS Dauerleistung lassen sich, so Brabus, bis zu 350 Kilometer ohne Aufladung zurücklegen. Die sonst anfallende durchschnittliche Reichweite gibt Brabus mit 240 Kilometern an. In der Praxis dürfte die Reichweite geringer ausfallen; denn wer würde ein solches Hochleistungsfahrzeug fahren, ohne diese Performance häufiger auszukosten?

Vier Elektromotoren für den Antrieb

Für den Elektroantrieb des Brabus High Performance 4WD Full Electric wählten die Macher vier Radnabenmotoren. Durch ihr geringes Gewicht von nur 31 Kilogramm sowie ihren Durchmesser von 42 Zentimetern und einer Dicke von 11,5 Zentimetern finden diese E-Motoren in den „Brabus Monoblock Q“-Rädern der Dimension 8,5 x 19 Zoll genug Platz für den Einbau.

Mit einer Spitzenleistung von 80 kW/109 PS und einem maximalen Drehmoment von 800 Nm im Sportmodus wird jeder einzelne Elektromotor dem für Brabus charakteristischen Performance-Anspruch gerecht. Gleichzeitig trägt jeder der Radnabenmotoren im Rekuperationsmodus beim Abbremsen des Fahrzeuges mit bis zu 70 kW zur Energierückgewinnung und damit zur Wiederaufladung der Batterie bei.

 

Die einzelnen Zellen der Batterie platzierten die Macher für eine optimale Gewichtsverteilung an verschiedenen Stellen der gesamten Karosserie der Mercedes E-Klasse. Der durch den Verzicht auf das normale Triebwerk gewonnene Platz im Motorraum wird ebenso genutzt wie der überflüssig gewordene Kardantunnel oder die Bereiche, in denen sonst der Kraftstofftank und das Reserverad untergebracht sind.


Die Aufladung des Batterie-Packs erfolgt über zwei verschiedene Systeme. Für die Garage zu Hause gibt es die Autostrom-Ladebox für eine Schnellladung mit Ökostrom vom deutschen Energieversorger RWE. Rund 1,5 Stunden am Gleichstromnetz mit 380 Volt soll der Ladevorgang dauern. Für Ladungen unterwegs an jeder normalen 220-Volt-Wechselstrom-Steckdose oder an einem 380-Volt-Gleichstromanschluss besitzt das Auto ein integriertes Ladegerät, das die Akkus innerhalb von fünf Stunden komplett lädt.

Spezielle Entwicklungen für Optik und Dynamik

Die hohen Fahrleistungen und niedrigen Verbrauchswerte profitieren auch von der aerodynamischen Effizienz der Brabus-Karosseriekomponenten, die ihren Feinschliff im Windkanal erhielten. Die Frontschürze verleiht der E-Klasse ein noch windschlüpfriges Gesicht und trägt durch die Reduktion des Auftriebes an der Vorderachse zu einer verbesserten Fahrstabilität bei. Die integrierten LED-Tagfahrleuchten sorgen dafür, dass sich der Brabus High Performance 4WD Full Electric schon von Weitem erkennen lässt.

An der Vorderachse sorgen Aluminium-Sportkotflügel mit integrierten Sicht-Carbon-Einsätzen für einen betont sportlichen Look. Die neuen Seitenschweller beruhigen den Luftstrom zwischen den Radhäusern und besitzen mit ihren integrierten LED-Einstiegsleuchten ein nützliches wie optisches Feature.

 

Eine Spezialentwicklung stellt das Fahrwerk für den Brabus High Performance 4WD Full Electric dar. In Kooperation mit Bilstein schufen die Macher ein höhenverstellbares Gewindefahrwerk, welches auf das höhere Fahrzeuggewicht abgestimmt ist und neben der individuellen Höheneinstellung der Limousine auch eine sportlich-komfortabel abgestimmte Dämpfung erlaubt.


Das Concept Car wurde darüber hinaus mit einem elektrohydraulischen, speziell für diese Art von Antrieb entwickelten Bremssystem ausgerüstet. Die vier innenbelüfteten Bremsscheiben befestigte man auf der Rückseite der Radnabenmotoren, wobei sie von je zwei innenliegenden Bremssätteln pro Rad verzögert werden. Durch den unabhängigen Antrieb jeden Rades verfügt dieses Fahrzeug mittels des sogenannten Torque Vectoring, der aktiven Beeinflussung des Gierwinkels, außerdem über eine große Fahrdynamik und ein sicheres Fahrverhalten.

Spezifisches Interieur mit sportlichen Akzenten

Das Interieur des Concept Cars ergänzten die Macher durch ein spezielles Kombiinstrument, das den Fahrer ständig mit den wichtigsten Informationen bezüglich der Batterie, der Elektromotoren und den weiteren Fahrparametern wie Geschwindigkeit etc. versorgt. Ebenso fertigte Brabus eine neue Mittelkonsole mit den für ein Elektrofahrzeug notwendigen Bedienungselementen an.

Sportliche Akzente setzen ein ergonomisch geformtes Sportlenkrad sowie die Pedalerie und die Fußstütze aus Aluminium. Exklusive Accessoires stellen die Edelstahl-Einstiegsleisten mit beleuchtetem „Brabus High Performance 4WD Full Electric“-Logo und die Velours-Fußbodenschoner mit dem gleichen Signet dar.

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