Carlsson SL CK63 RS: Eine starke Definition von Open-Air-Vergnügen

, 23.01.2010

Carlsson bringt mit dem überarbeiteten SL CK63 RS auf Basis des Mercedes-Benz SL 63 AMG noch mehr Druck auf die Straße. Ein sattes Plus an Power auf 600 PS, ein komplettes Aerodynamikkit, feinstes Leder im Innenraum und eine exklusive Lackierung zeichnen das exklusive und schnelle Cabrio aus. Der Preis für das Komplettfahrzeug: 272.500 Euro. Dem, was es dafür gibt, gehen wir nun auf den Grund.

Trotz unverändertem Hubraum mit 6.208 cm³, leistet das überarbeitete V8-Aggregat bis zu 600 PS statt der serienmäßigen 525 PS in der AMG-Version. Auch das maximale Drehmoment erhöht sich von 630 Nm bei 5.200 Touren auf satte 705 Nm, die bei 5.100 U/min anliegen. Der Sprint aus dem Stand auf Tempo 100 dauert in der Carlsson-Version nur 4,1 Sekunden, also eine halbe Sekunde weniger als beim AMG-Modell. Der Vortrieb des Carlsson SL CK63 RS findet sein elektronisch begrenztes Ende bei beachtlichen 325 km/h.

Um die gewonnene Kraft des Motors auf die Fahrbahn zu übertragen, presst ein umfangreiches Aerodynamikkit den CK63 RS auf den Asphalt und sorgt damit für optimalen Grip. Die an der Fahrzeugschnauze angesaugte Strömung wird durch speziell geformte Auslässe an den Kotflügeln wieder abgegeben. Frontschürze und Heckdiffusor bestehen aus Polyurethan (PU) und wurden mit Elementen aus Echtcarbon verfeinert, welche die Luftströme für die optimale Bodenhaftung leiten. Auch im Stand beeindruckt der CK63 RS mit seiner Lackierung: „Stealth Titan Graphit“ heißt das extrem matte Schwarz.

Für eine optimierte Straßenlage sorgt die von Carlsson verbaute elektronische Tieferlegung „C-Tronic Suspension“ zusammen mit dem ABC-Sportfahrwerk von AMG. Damit lässt sich das Cabrio um bis zu 30 Millimeter absenken. Die „C-Tronic Suspension“ reagiert intelligent auf die Fahrbahngegebenheiten: Auf schlechter Fahrbahn und bei anhaltend starkem Einfedern regelt sie die Fahrzeughöhe automatisch, damit der erforderliche Restfederweg für einen gleichbleibenden Fahrkomfort erhalten bleibt.

Die negative Beschleunigung übernimmt währenddessen eine Hochleistungsbremsanlage. An der Vorderachse graben sich 6-Kolben-Festsättel in die 398x36 Millimeter großen Carbon-Verbundbremsscheiben. Hinten packen zwei 4-Kolben-Festsättel die 330x35 Millimeter starken Scheiben und bringen die Carlsson-Schmiederäder „1/16 Ultra Light“ in 9,5x20 Zoll vorne und 11x20 Zoll hinten in kürzester Zeit zum Stehen. Die letzten Zentimeter bis zur Fahrbahn stellen Reifen im Format 255/30 an der Vorder- und 305/25 an der Hinterachse her.

Modernste Schmiedetechnik sorgt im Vergleich mit gegossenen, in Radlast und Dimension vergleichbaren Rädern für ca. 38 Prozent Gewichtseinsparung. Eingeleitete Kräfte werden durch die Verdichtung des Metalls homogener weitergeleitet als bei einem Gussrad. An den Radaufhängungen werden die ungefederten Massen so gering wie möglich gehalten, die Räder springen weniger. Deshalb ermöglichen Schmiederäder gegenüber herkömmlichen Leichtmetallrädern eine spürbare Fahrkomfortverbesserung, was besonders deutlich auf unebener Fahrbahn zu spüren ist.

Im Interieur kleidete Carlsson die Sitzseitenteile, die Innenverkleidung der Türen und die Cockpit-Hutze mit anthrazitfarbenem Alcantara-Leder aus. Eine helle Ziernaht setzt an all diesen Teilen einen eleganten Kontrast. Auf den Fußmatten aus Softvelours und den Kopfstützen prangt währenddessen das springende Carlsson-Pferd. Ins Cockpit gelangt der Fahrer, wenn er die RS-Türen nach oben schwenkt und die Einstiegsleisten mit dem beleuchteten Herstellerlogo überschreitet.

2 Kommentare > Kommentar schreiben

23.01.2009

Wow, endlich mal ein Carlsson, der mir ohne (große) Einwände gefällt und bei dem sich das Firmenlogo richtig gut macht. Die kleinen EInwände sind nur die Türen und die Felgen. Erstere sollte man einfach serienmäßig lasse und letzter würden in einem anderem Design und dunkel besser zum Fahrzeug passen.

27.01.2009

Mir gefällt er gut. Das Logo statt dem Stern schaut ja immer so eigenartig aus, auch in diesem Fall. Aber schlimm ist es auch nicht. Mehr ungewohnt. Ich würde es tritzdem beim üblichen Stern belassen. Leistungssteigerung top, Anbauteile und Interieur gefallen mir auch gut. Spektakuläre Türen, die garnicht mal so prolo wirken, ist ja auch kein Golf oder A3. Die leichten Felgen gefallen mir gut. Geht mehr in Richtung edal statt sportlich, aber passt trotzdem gut dazu, da der SL onehin mehr auf luxuriös ausgerichtet ist.


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