Edo Maserati MC12: Mit besten Rennwagen-Genen veredelt

, 08.06.2008

Wird ein rarer Supersportwagen veredelt, geht dies oftmals mit dem Namen „Edo Competition“ einher. Die neueste Kreation: Ein Maserati MC12, von dem weltweit nur 25 Straßenversionen gebaut wurden. Schon vor zwei Jahren nahmen die Münsterländer dieses Modell, das den Motor des Ferrari Enzo besitzt, unter ihre Fittiche. Jetzt haucht Edo dem MC12 die Gene des Ferrari FXX, ein streng limitiertes, weiter aufgewertetes Sondermodell auf Basis des Enzos, ein. Dazu übernimmt Edo weitere technische Raffinessen aus dem Maserati MC12 Corse, den man von der Rennversion MC12 GT1 ableitete. Das Resultat: ein straßenzugelassener Rennwagen.


Schon serienmäßig leistet der 6,0 Liter große V12-Motor des Maserati MC12 insgesamt 630 PS und ein maximales Drehmoment von 652 Nm. Durch Edo sind es fortan 700 PS bei 8.200 U/min und ein maximales Drehmoment von 715 Nm, die bei 5.800 U/min anliegen. Möglich wird dies durch neue Fächerkrümmer wie beim Ferrari FXX, einen Sportkatalysator, einen Sportendschalldämpfer, eine überarbeitete Sauganlage und eine neue Carbon-Airbox wie beim Maserati MC12 Corsa sowie modifizierte Sportluftfilter und eine elektronische Abstimmung

So ausgerüstet, spurtet der Maserati MC12 von Edo in nur 3,5 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 und passiert die 200 km/h-Marke bereits nach 9,5 Sekunden. Die 300 km/h meistert der Edo-Enzo nach 22,0 Sekunden und beendet seinen Vortrieb erst bei über 370 km/h. Eine weitere Optimierung stellt ferner die neue Sportkupplung dar, die sich durch ein geringes Gewicht und zwei wählbare Reibbeläge für Straße und Rennstrecke auszeichnet. Eine überarbeitete Getriebesteuerung ermöglicht sogar die extrem kurzen Schaltzeiten wie beim Maserati MC12 Corse.


Der Sportendschalldämpfer aus Edelstahl mit Endrohren optimiert darüber hinaus die Luftströmung und sorgt außerdem für eine noch potentere Soundentfaltung. Die Klappensteuerung lässt sich sogar per Fernebedienung steuern, um die Lautstärke individuell regeln zu können.

 

Eine weitere Verbesserung des Handlings ermöglicht das neue Sportfahrwerk mit einstellbarer Druck- und Zugstufendämpfung wie beim Maserati MC12, der in der FIA-GT-Weltmeisterschaft zum Einsatz kommt - die Liftfunktion bleibt dabei selbstverständlich erhalten. Den Kontakt zum Asphalt stellen spezielle Leichtbaufelgen her: vorne in 10 x 19 Zoll mit Reifen im Format 265/35 und hinten Pendants in 13 x 20 Zoll mit Pneus im Format 335/30. Um bei heißer Fahrweise die Temperatur und den Luftdruck stets im Auge behalten zu können, verbaut Edo Competition ein Reifendruckkontrollsystem für jedes Rad.


So viel Leistung erfordert eine neue Bremsanlage mit Spezialbelägen, die sich auch bei hohen Geschwindigkeiten nicht zu stark erhitzt. Die Bremsanlage aus der Serie tauschte Edo Competition daher gegen eine Sportbremsanlage aus Keramik-Verbundwerkstoff mit 396 Millimeter großen Bremsscheiben vorne und 360 Millimeter messenden Pendants an der Hinterachse aus.


Damit nicht genug: Um das Handling weiter zu verbessern, spendiert Edo Competition dem Maserati MC12 einen neuen Heckflügel, der sich individuell einstellen lässt. Für eine optimierte Aerodynamik sorgen die Schweinwerferabdeckungen aus dem hyperleichten Material. Fast selbstredend, dass die Lufteinlässe nun aus Carbon bestehen. Durch alle Maßnahmen am Maserati MC12 erreicht Edo Competition gegenüber dem Serienmodell eine Gewichtsreduktion von satten 100 Kilogramm.

2 Kommentare > Kommentar schreiben

08.06.2008

Wirklich nicht schlecht. Mal wieder kaum Änderungen am Äußeren, aber dafür wieder im Detail super Arbeit. Trotzdem schmerzt es immer ein wenig, wenn jemand Autos eine Kleinserie verändert...

08.06.2008

Edo macht das echt super ... Wobei man sollche exklusiven Fahrzeuge kaum noch veredeln kann.Aber Edo schafft es immer wieder! RESPEKT!!!!:bigpray:


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