Ferrari Four (FF): Der neue Familien-Ferrari ist ein Shooting Brake

, 22.01.2011


Ferrari setzt jetzt auf die 4: vier Sitze und vier angetriebene Räder. Der Nachfolger des 612 Scaglietti heißt FF, ein Akronym für „Ferrari Four“, und könnte bereits im Sommer 2011 auf den Markt kommen. Besonders markant: Der 630 PS starke und 335 km/h schnelle Ferrari FF ist ein Shooting Brake, der den Luxus und Stil eines Coupés mit einem immens erweiterten Raumangebot verbindet, gewissermaßen der ideale Familien-Ferrari. Seine Weltpremiere feiert der Ferrari Four auf dem Genfer Automobilsalon (03.03.2011 - 13.03.2011).


Beim Design geht der von Pininfarina entworfene FF neue Wege. Klar als moderner Ferrari erkennbar, zeichnet sich die Front durch einen angriffslustigen Look aus: Der Kühlerschlund der ausdrucksvollen Front besticht durch ein verchromtes Gitter, das an die klassischen Modelle erinnert, und durch zwei kleine Luftöffnungen flankiert wird. Pure Aggressivität strahlen die kantigen, sich nach hinten ziehenden Scheinwerfer im Zusammenspiel mit der scharf konturierten Motorhaube aus.

In der Seitenansicht weckt der 4,907 Meter lange, 1,953 Meter breite und 1,379 Meter hohe Ferrari FF in gewisser Weise Erinnerungen an das BMW Z3 Coupé. Die Merkmale: Lange Motorhaube, schmale Fenstergrafik und ein dynamisch nach hinten geneigtes Dach, das in einem Steilheck mündet. Zur Kühlung und Beatmung des gewaltigen V12-Motors und der Bremsen besitzt der Ferrari unter anderem Öffnungen an den Seiten, der Front und am Heck.

Die Rückansicht des Steilhecks wirkt breit und muskulös - wie ein durchtrainierter Athlet, der zum gewaltigen Spurt ansetzt. Die zwei kleinen Rücklichter sind typisch für die italienische Sportwagen-Schmiede, der Diffusor ist groß und beherbergt neben den zwei Doppelendrohren einen Flügel, der das Handling bei hohen Geschwindigkeiten weiter optimiert.

Mit Power sowie Speed geizt der FF nicht: Für den Vortrieb sorgt ein 6,3 Liter großer V12-Motor, der 660 PS bei 8.000 Touren generiert. Das maximale Drehmoment von 683 Nm liegt bei 6.000 U/min an. Das Leistungsgewicht beträgt überzeugende 2,7 kg/PS, so dass der Ferrari Four nur 3,7 Sekunden für den Spurt von 0 auf Tempo 100 benötigt. Die Spitzengeschwindigkeit geben die Italiener mit 335 km/h an. Der Verbrauch soll im Durchschnitt 15,4 Liter pro 100 Kilometer betragen (CO2-Ausstoß 360 g/km). Die Kraftübertragung erfolgt über ein Siebengang-Direktschaltgetriebe.

 

Erstmalig kommt bei Ferrari ein Allradantrieb zum Einsatz, den die Italiener extra für den FF entwickelten. Der 4RM-Allradantrieb zeichnet sich, so Ferrari, durch ein um 50 Prozent geringeres Gewicht als herkömmliche Allradsysteme aus. Eine optimale Gewichtsverteilung ermöglicht das Verhältnis von 47 Prozent vorne und 53 Prozent auf der Hinterachse. Dazu wirkt sich eine intelligente Drehmomentverteilung an alle vier Räder weiter positiv auf unterschiedlichen Terrains aus.


Das Fahrzeug-Setup legte Ferrari, unterstützt durch elektronische Helferlein, nahe am Limit aus, um den Fahrspaß weiter zu steigern. Darüber hinaus besitzt der Ferrari FF die dritte Generation der magnetologisch gesteuerten Dämpfungskontrolle (SCM3), die eine verbesserte ECU und eine optimierte Stoßdämpferkrafterzeugung bieten dürfte. Hinter den Rädern montiert Ferrari ein Carbon-Keramik-Bremssystem aus dem Hause Brembo, die den gewaltigen Vortrieb bei Bedarf zügeln.

Durch die Auslegung als Shooting Brake sollen selbst Erwachsene auf den Rücksitzen komfortabel sitzen können. Das Kofferraumvolumen beträgt 450 Liter und lässt sich auf 800 Liter erweitern. Wer hätte diese Platz- und Kofferraumverhältnisse jemals in einem Sportwagen von Ferrari erwartet? So können auch Sportwagen-Fahrer ihre Familie mit Sack und Pack oder Equipment transportieren.

Für den Ferrari Four kreierten die Macher außerdem eine große Auswahl an Individualisierungsmöglichkeiten, wie zum Beispiel die Ausstattung mit edlem Anilinleder. Sechs modellspezifische Außenlackierungen ergänzen das Angebot. Weitere Details will Ferrari bei der Premiere in Genf bekanntgeben.

9 Kommentare > Kommentar schreiben

22.01.2012

09.03.2011

Auch mich erinnert der neue FF zu sehr an das BMW Z3 Coupé das zwischen 1998 und 2002 gebaut wurde. Front- und Heckansicht sind ganz passabel, der Rest ist ein NoGo !!!

24.01.2011

Er ähnelt auch ein bisschen dem TZ3, nur dass der deutlich gelungener ist.

24.01.2011

Ich bin mir nicht sicher, dass der FF auf Panamera etc. zielt. Ist ja immernoch ein Coupe in dem man hinten nicht wirklich bequem sitzen kann. Also eher was wie ein CL 65 AMG oder dem Bentley GT Supersports.

24.01.2011

Ich finde auch, dass man von der Seite einen Ansatz von der Form des California erkennen kann und dann halt noch das Dach weiter nach hinten gezogen hat. Sehr gewöhnungsbedürftig. Bin mir aber sicher, dass auch der seine Käufer finden wird. War ja notwendig, dass Ferrari da auch etwas bringt, nachdem Porsche mit dem Panamera und AM mit dem Rapide vorgeprescht sind. Allerdings kann keiner an die Optik des Rapide ran. Der ist schon genial auf Fotos und noch viel besser "in Natura" :applaus:

22.01.2011

Die Bezeichnung 458 Italia Shooting Brake hät auch gepasst ...

22.01.2011

Allrad find ich ja gut, aber mit 458 Frontscheinwerfern etc passt das nicht wirklich. Wenn man überlegt wie schön der 612 und der 456 waren. Welch eine Schande. Was wird denn dann von Ferrari auf der IAA gezeigt???

22.01.2011

Grässliches Ding. Von der Seite Z3-Coupé und vorne sowie hinten überhaupt nicht mein Fall! Vorne California und dann das Heck vom Z3 mit Ferrari Optik drangeklebt. Formel auch ein komischer Ferrari.

22.01.2011

Die Ansicht von vorne und hinten finde ich sehr gelungen, seitlich erinnert mich der Ferrari Four etwas zu stark an das Z3 Coupé ...


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