Ford Ranger 2011: Der Pickup in neuer Bestform

, 22.10.2010

Als robuster Partner bei Arbeit und Freizeit bewährte sich der Ford Ranger und etablierte sich ebenso für den Einsatz abseits befestigter Straßen. Jetzt präsentiert Ford den neuen Ranger, der mit einem frischen Design, neuen, kräftigeren Motoren und einem aufgewerteten Interieur in Europa Ende 2011/Anfang 2012 durchstarten soll, auf der Australian Motor Show in Sydney (15.10.2010 - 24.10.2010). Der Pickup, der künftig weltweit in 180 Ländern verkauft wird, soll allerdings nicht in den USA und Kanada erhältlich sein, wo weitaus größere Modelle gefragt sind.


Design: Robustheit im Gewand des 21. Jahrhunderts

Der neue Ford Ranger, der Ami bezeichnet ihn als „kompaktes“ Modell, ist auf den ersten Blick als ebenso robustes wie vielseitiges Arbeitsgerät zu erkennen - und gefällt gleichzeitig mit einem modernen und gefälligen Außendesign. So wirkt der neue Ranger nicht mehr so kantig wie die größeren „F“-Modelle von Ford, die mit Abstand meistverkaufte Pickup-Baureihe in den USA.

Ein großes Augenmerk legten die Entwickler auf möglichst geringe Unterhaltskosten. So trägt die aerodynamische Feinarbeit im Windkanal unter anderem zu weiter reduzierten Verbrauchswerten bei. Beispielsweise verringert eine deutlicher ausgeführte Kante an der Oberseite des vorderen Stoßfängers den Luftstrom und reduziert so den Luftwiderstandsbeiwert.


Weitere aerodynamische Detailarbeiten führten unter anderem zu vertikal ausgerichteten Rückleuchten, neu gestalteten A-Säulen und einem kleinen Heckspoiler auf der Ladeflächenklappe. Der neue Frontspoiler verbessert darüber hinaus die Luftführung unter dem Fahrzeugboden und trägt auf diese Weise ebenfalls zu einem niedrigeren cw-Wert des neuen Ford Ranger bei.

Der Ranger packt es: Welche Transportaufgabe man dem Ford Ranger auch stellt - die Ladeflache ist wie geschaffen für den Transport selbst sperriger Güter. Beispiel: Die Ladefläche des Ford Ranger mit Doppelkabine legte gegenüber dem Vorgängermodell um fast 10 Zentimeter in der Breite zu. Bei einer Länge von 1,549 Meter (Vorgänger Doppelkabine 1,530 Meter) bietet sie eine maximale Ladebreite von 1,560 Meter (Vorgänger 1,456 Meter).

 

Das Ladevolumen erreicht beachtliche 1,21 Kubikmeter. Die Breite zwischen den Radhäusern beträgt nun 1,139 Meter (Vorgänger 1,090 Meter), wobei die Pritsche spezielle Vorrichtungen über den Radhäusern bietet, um beispielsweise größere Holzplatten flach auflegen zu können. Die Klappe des Ladeabteils bietet für solche Vorhaben selbst am oberen Rand noch eine lichte Breite von 1,330 Metern.


Antrieb: Mehr Kraft unter der Haube

Was sein dynamisches Äußeres verspricht, lösen die inneren Werte ein. Ford bietet den Ranger der jüngsten Generation grundsätzlich mit drei neuen Motoren an, die bis zu 200 PS mobilisieren. Den Einstieg bietet der Duratorq TDCi-Vierzylinder mit 2,2 Litern Hubraum, der mit 125 PS und voraussichtlich rund 320 Nm Drehmoment kommen soll, sowie eine Version mit 150 PS und 375 Nm.

Für durchzugsstarke Diesel-Power sorgt ein 3,2 Liter großer Duratorq-TDCi-Fünfzylinder mit satten 200 PS und strammen 470 Nm Drehmoment. Darüber hinaus gibt es auf ausgewählten Märkten, Deutschland gehört nicht dazu, einen neuen Benziner mit 2,5 Litern Hubraum.


Die neuen Motoren lassen sich prinzipiell mit einer 6-Stufen-Automatik oder mit einem 6-Gang-Schaltgetriebe kombinieren, die jeweils auf ein niedriges Drehzahlniveau hin ausgelegt sind, um insbesondere den Verbrauch und den Verschleiß zu senken. Die Tests zur Ermittlung der Verbrauchs- und Emissionswerte stehen noch aus.

Alle in Deutschland angebotenen neuen Ford Ranger-Varianten werden wie bislang serienmäßig einen manuell zuschaltbaren Allradantrieb besitzen. Im konventionellen Einsatz auf festen Straßen treibt der Ford Ranger ausschließlich die Hinterräder an. Dies reduziert im Vergleich zum permanenten Allradantrieb den Kraftstoffverbrauch und den Verschleiß.

Mit einem zweiten Schaltknauf lässt sich das Motormoment jederzeit, also auch während der Fahrt, zusätzlich auf die Vorderachse übertragen, so dass alle vier Räder gleichzeitig angetrieben werden (Allrad - All Wheel Drive). Darüber hinaus optimiert eine manuell aktivierbare Getriebeuntersetzung die Geländegängigkeit, beispielsweise für anspruchsvolle Offroad-Passagen mit steilen Anstiegen.

 

Fahrkomfort und Handling-Eigenschaften auf höherem Niveau

Die jüngste Generation des Ford Ranger basiert auf einem völlig neu entwickelten Chassis, das neben einem Fahrkomfort auf Pkw-Niveau auch präzisere Lenkeigenschaften und ein verbessertes Fahrverhalten ermöglicht. Im Gelände profitieren die Fahreigenschaften von der erhöhten Steifigkeit des Aufbaus und der üppig bemessenen Bodenfreiheit von bis zu 23,2 Zentimetern (Vorgänger 20,5 Zentimeter). Darüber hinaus platzierten die Macher alle relevanten Antriebskomponenten so, dass sie gegen Beschädigungen optimal geschützt sind.


Neben dem auf 3,220 Meter verlängerten Radstand (Vorgänger 3,000 Meter) erhielt der neue Ford Ranger auch breitere Spurmaße, die an der Vorder- und Hinterachse 1,560 Meter für die 4x4-Varianten erreichen. Das rundum überarbeitete Fahrwerk mit McPherson-Federbeinen an der Vorder- und Blattfedern an der Hinterachse ermöglichte größere Freiheiten bei der Abstimmung. Dämpfer mit speziellen Ventilsystemen und angepasste Federraten werden den spezifischen Herausforderungen eines Pickup-Fahrwerks - schwere Nutzlast, hoher Schwerpunkt, bulliges Drehmoment, variable Kraftübertragung gerecht.

Die robusten Blattfedern der ebenfalls neu gestalteten Hinterradaufhängung sollen selbst auf unebenen Strecken die Anforderung an ein ruhiges, komfortables Fahrgefühl mit der Fähigkeit vereinen, auch außergewöhnlich schwere Nutzlasten zu tragen. So beträgt die maximale Nutzlast des neuen Ford Ranger 1.500 Kilogramm.


Elektronische Sicherheits- und Assistenz-Systeme

Überdies erhält der neue Ford Ranger serienmäßig ein elektronisches Sicherheits- und Stabilitätsprogramm (ESP), das zusätzlich über eine Allrad-Traktionskontrolle und eine integrierte Anti-Überroll-Funktion verfügt. Zu den elektronischen Assistenzsystemen, mit denen der Ford Ranger in seinem Segment neue Maßstäbe setzt, gehören außerdem eine integrierte Anhänger-Stabilisierung und die adaptive Beladungskontrolle.

Stichwort Anhänger-Stabilisierung: Gerät der Trailer in gefährliche Aufschaukelbewegungen, bremst die Elektronik gezielt eines oder mehrere Räder ab, bis Fahrzeug und Hänger wieder ruhig geradeaus laufen. Über die adaptive Beladungskontrolle stellt der Ford Ranger sicher, dass jeder elektronische Fahrwerkseingriff den jeweiligen Beladungszustand berücksichtigt.

 

Interieur: Robust und komfortabel zugleich

An der Bandbreite des Interieurs lassen sich die unterschiedlichen Anforderungsprofile erkennen, die weltweit an den Ford Ranger gestellt werden. So gibt es eine Angebotsreichweite von auswasch- und abspritzbaren Innenräumen bei den für den harten Arbeitsalltag vorgesehenen Basismodellen bis hin zu den komfortorientierten Passagierkabinen der noch nicht vorgestellten höheren Ausstattungslinien „Ranger Limited“ und „Ranger Wildtrak“.


Bei der Gestaltung des Instrumententrägers berücksichtigte Ford die unterschiedlichen Umfänge der varianten- und länderspezifischen Serienausstattungen. Armaturenbrett und Mittelkonsole vermitteln dabei stets einen harmonischen Gesamteindruck, ohne überfrachtet zu wirken. Alle serienmäßigen und optionalen Ausstattungsdetails wie Audio-Anlagen und Klimatisierungssysteme lassen sich passgenau in die entsprechend vorbereiteten Einbauplätze integrieren.

Als besonders widerstandsfähig erweisen sich die Innenraum-Materialien. Beispiel Sitze: Sie sind komfortabel und zugleich ausreichend robust für den harten Einsatz im Berufsalltag. Anderes Beispiel: Für die meisten Bedienelemente braucht man die Arbeitshandschuhe nicht zwingend auszuziehen. Zwar ist der Innenraum genauso widerstandsfähig konzipiert wie der Rest des Fahrzeugs, deswegen muss „robust“ aber noch lange nicht „trist“ bedeuten.“


Der Innenraum des neuen Ford Ranger besitzt bis zu 20 praktische Ablagemöglichkeiten. In den Doppelkabinen-Varianten, die auf der Rückbank drei Erwachsenen bequem Platz bietet, können die Verkleidungen aller vier Türen 1,5 Liter große Wasserflaschen sicher aufnehmen. In einigen Ausstattungsvarianten zählt ein Kühlfach in der Mittelkonsole zum Lieferumfang.

Das Handschuhfach ist so großzügig dimensioniert, dass auch ein Laptop problemlos hinein passt. Derweil verfügt das Armaturenbrett über zahlreiche Ablagen für Mobiltelefone und andere Kleinteile. Unterhalb der Rücksitzbank findet sich außerdem ein praktischer Stauraum, in dem sich beispielsweise Elektronikgeräte blicksicher unterbringen lassen.

Im Innenraum schützt der neue Ford Ranger die Passagiere durch ein komplexes Paket an hochmodernen Rückhaltesystemen, darunter erstmals eine Vielzahl von serienmäßigen Airbags für Fahrer und Beifahrer, die für alle Aufbauversionen zur Verfügung stehen. Außerdem an Bord: Eine Einparkhilfe hinten oder eine Rückfahrkamera.

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22.10.2010

Wirkt amerikanischer. Gefällt mir aber.


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