Kia Provo Concept: Neuer Mini-Sportler könnte Straße aufmischen

, 24.03.2013


Kia hat noch Großes vor und plant in den nächsten Jahren mehrere komplett neue Modelle. Einen möglichen Ausblick auf einen besonders sportlichen Mini-Flitzer bietet der neue Kia Provo. Der sieht nicht nur heiß aus, sondern besticht darüber hinaus durch einen Allrad-Hybridantrieb und satte Power, um den Kleinen mit mächtigem Durchzug durch die Kurvenreviere zu treiben.


Design: Kraftvolle DNA klassischer Sportcoupés

In den Frankfurter Designstudios von Kia entwickelt, schnitten die Macher den Provo ganz auf den europäischen Geschmack zu. Die kraftvolle Form und die eleganten Konturen verbinden sich zu einem kompakten Gesamteindruck, während die sehr kurzen Überhänge vorn und hinten zur Ausgewogenheit beitragen. Der Kia Provo ist 3,88 Meter lang, 1,77 Meter breit und 1,35 Meter hoch. An der entschlossen wirkenden, steil abfallenden Front mit einer Schürze aus Carbon lässt sich der Provo eindeutig als Kia erkennen.

Das Coupé-ähnliche Schrägheckmodell besitzt ein aerodynamisches, zugleich athletisches Design. Der Kia Provo basiert dabei auf der DNA klassischer Sportcoupés und verbindet dieses Erbe mit den Vorteilen modernster Technologien und Materialien. Dieses Fahrzeug wirkt durch und durch zielstrebig. Dazu tragen die steile Vorderfront mit dem flügelförmigen Splitter, Karosserieelemente aus Carbon, Cluster von winzigen LEDs als Frontscheinwerfer und eine langgestreckte Haube bei. Den Charakter schärfen außerdem ausgeprägte Flanken und die visierähnliche Frontscheibe und ein scharf „abgeschnittenes“ Heck mit verstellbarem Diffusor, durch den sich die Aerodynamik verändern lässt.

Abgedeckt von einem Glaselement, zeigt der Kia Provo die jüngste Interpretation der „Tigernase“, des typischen Kia-Kühlergrills. Die Scheinwerfereinheiten setzen sich aus mehr als 850 winzigen LED zusammen, die sich einzeln ansteuern lassen und je nach Programmierung für Tagfahrlicht, Fernlicht oder sogar eine spezielle Rennbeleuchtung sorgen. Ferner ist es möglich, die Dioden zu dekorativen oder humorvollen Lichtmustern zusammenzuschalten. Das schmale Glasband findet sich auch am Heck, das mit zwei ausgeprägten Kanten dezent die Merkmale klassischer Muscle Cars aufgreifen soll.

Die A-Säulen sind optisch verborgen. Dadurch geht die Frontscheibe scheinbar nahtlos in die Scheiben der rahmenlosen Türen über, so dass die Glasflächen der Kabine wie ein Visier wirken und das Dach wie eine darüber frei schwebende Muschel. Die C-Säulen und die hintere Dachpartie sind farblich vom vorderen Teil des Dachs abgesetzt und erwecken damit optisch den Eindruck eines Überrollbügels.

Die Farbgebung des Kia Provo betont den maskulinen Auftritt. Akzente in leuchtendem Orange bilden Kontraste zu der graugrünen Karosseriefarbe in „Storm Metal“ und lenken den Blick auf Details der Karosserie. Carbon-Oberflächen wechseln sich mit hochglänzenden und eloxierten Aluminium-Elementen ab.


Als markantes Detail des Kia Provo erweisen sich ebenfalls die gefrästen 19-Zoll-Leichtmetallfelgen in traditioneller Gussoptik, die mit Niederquerschnittsreifen im Format 225/40 bezogen sind. Kia befestigte die Felgen mit einer zentralen Radmutter in eloxiertem Orange. Der kurze Radstand von 2,53 Metern trägt maßgeblich zum agilen Handling und zur guten Straßenlage bei.

Antrieb: Satte Kraft mit elektrischem Extra-Boost

Für den Vortrieb des Kia Provo sorgt ein „Smart 4WD“-Hybridsystem, das einen 204 PS starken 1.6-Liter-Turbo-GDI-Benziner mit einem Elektromotor kombiniert, der zugleich als Generator dient. Bei Kurvenfahrten oder bei starker Beschleunigung überträgt der E-Motor seine Leistung von bis zu 45 PS automatisch auf die Hinterräder. Die Performance-Werte gab Kia leider nicht an.

Der Elektromotor kann dem Provo auch als einzige Antriebsquelle dienen, indem per Tastendruck ein „Schleich-Modus“ aktiviert wird, um zum Beispiel im Stadtverkehr bei niedrigen Geschwindigkeiten emissionsfrei zu fahren. Seine Energie gewinnt das regenerative System aus den Bremsvorgängen während des Normalbetriebs. Ein Doppelkupplungsgetriebe, das erste siebenstufige DCT von Kia, rundet das Technik-Paket des Kia Provo ab.

Interieur: Neue Wege der Funktionalität

Bei der Gestaltung des Innenraums konnte das Designteam von Kia seiner Fantasie freien Lauf lassen. Heraus kam ein Interieur, das hohe Funktionalität mit einer klaren stilistischen Vision verbindet. Das Öffnen der Türen erfolgt über elektronische Griffe, die bündig in die Türen eingelassen sind und auf Fingerdruck mit einem deutlich wahrnehmbaren Klicken ausklappen. Hinter den Blenden aus poliertem Aluminium, die sich unten an den gewölbten Flanken des Kia Provo befinden, zeigen sich zweistufige, relativ hohe Türschweller, welche die Macher an der Vorderkante ausschnitten, um das Ein- und Aussteigen zu erleichtern.

Ungewöhnlich ist die Konstruktion der Türen selbst, die aus drei Komponenten bestehen: der Außenseite, einer Innenverkleidung aus Carbon und einem Türeinsatz, der mit Neopren überzogen ist, ebenfalls in der Farbe „Storm Metal“. Die Türöffner innen bestehen aus poliertem Aluminium.


Die Designer verbanden das Armaturenbrett absichtlich nicht durch eine Zentralkonsole mit dem Boden, da sie den Fußraum freihalten wollten. Hier befinden sich nur die Pedale und Fußstützen aus poliertem Aluminium. Das Doppelkupplungsgetriebe bedient der Fahrer derweil über Schaltwippen am Lenkrad, das eine orangefarbene Steppnaht ziert. So konnte Kia auf eine Schaltbox verzichten, wodurch das Interieur aufgeräumter wirkt. Die Sitze sind fest eingebaut, daher lassen sich die Pedale und die Steuersäule elektrisch einstellen.

Die schlichte, funktionale Instrumentenanzeige enthält große analoge Rundinstrumente auf einem Digitaldisplay. In der Mitte befindet sich ein kleineres Display mit weiteren verschiedenen Anzeigen. Da die gesamte Einheit digital gesteuert wird, ist es möglich, auch alternative Funktionen zu programmieren. Auf dem Mitteltunnel positionierte Kia mehrere Steuerungselemente: den Startknopf für den Motor, den Wählhebel für das siebenstufige Doppelkupplungsgetriebe und ein Multimedia-Display mit Touchscreen.

Der Fahrer kann zwischen unterschiedlichen Anzeigen auf dem Display wählen. Im Modus „Normal“ zeigt das Display den Tachometer, den Drehzahlmesser und Anweisungen des Navigationssystems. Im „Cruise“-Modus sieht der Fahrer eine große Karte, Routenhinweise und ebenfalls den Tachometer. In der Einstellung „Track" erscheinen ein Drehzahlmesser, der Streckenplan und ein Rundenzähler. In einem vierten Modus lässt sich das Entertainment-System steuern.

Darüber hinaus zeigt das zentrale Display jene Funktionen an, die sich über eine Reihe von Aluminium-Kipphebeln aktivieren lassen. Diese Hebel brachte Kia - zusammen mit dem eloxierten orangefarbenen Schalter für die Warnblinkanlage - unterhalb des Bildschirms an.

Moderne Materialien ermöglichten es, die Vordersitze aus einem Stück zu konstruieren, das wellenförmig von einer Türschwelle zur anderen verläuft und mit gestepptem Leder bezogen ist. Die Sitzrückenlehnen montierten die Macher auf einer drehbaren Aluminiumschiene. Auch wenn die Rücksitze bei einem solchen Auto nicht sehr häufig benutzt werden: Um den Einstieg in den Fond zu erleichtern, lassen sich die Rückenlehnen der Vordersitze nicht nach vorn klappen, sondern in die Mitte des Fahrzeugs schwenken.

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