Mercedes-Benz SL: Jetzt ohne den Beifahrer der Schwergewichtsklasse

, 16.12.2011


Athletisch, dynamisch und kraftvoll: Gebaut für das pure Sportwagen-Feeling unter freiem Himmel, nimmt die neue Generation des Mercedes-Benz SL die Bedeutung des berühmten Kürzels „SL“ - sportlich-leicht - wörtlich. Der neue SL ist zum ersten Mal fast vollständig aus Aluminium gefertigt und wiegt bis zu 140 Kilogramm weniger als der Vorgänger. Für eine noch bessere Fahrdynamik sorgen neue Motoren: stärker, aber gleichzeitig bis zu 29 Prozent sparsamer. Zu den Innovationen gehört ferner das weltweit einzigartige FrontBass-System, das den Sportwagen offen und geschlossen in einen Konzertsaal verwandeln soll.


Treffend bringt Dr. Thomas Rudlaff, bei Mercedes-Benz verantwortlich für die Aluminium-Rohbaustruktur, die Gewichtsreduzierung auf den Punkt: „In der Praxis wirkt sich das so aus, als ob ein Beifahrer der Schwergewichtsklasse ausgestiegen wäre. Das Ergebnis ist spür- und messbar. Weniger Gewicht bedeutet mehr Dynamik und weniger Verbrauch. Anders ausgedrückt: Der Fahrspaß steigt, die Umweltbelastung sinkt.“

Design: Klassische SL-Proportionen

Die jüngste Generation des SL besticht durch klassische, ausbalancierte Proportionen: Der langen Motorhaube folgt ein zurückgesetztes kompaktes Passagierabteil. Ein breites, rassig wirkendes kraftvolles Heck bildet den Abschluss. Wenige, aber kunstvoll gestaltete Linien definieren die kraftvoll ausmodellierten und dennoch ruhigen Flächen der Flanken. Fein ausgearbeitete Details, ein markantes Heck und Belüftungsgitter mit verchromten Finnen unterstreichen optisch den Auftritt.

Eine aufrecht stehende klassische Sportwagen-Kühlermaske ordnet den neuen SL optisch klar in die aktuelle Sportwagen-Familie von Mercedes-Benz ein. Der Zentralstern stellt eine moderne Neuinterpretation des berühmten Markenzeichens dar, das nun mit organisch fließenden Konturen in den Mittelsteg übergeht.


Weit außen platzierte, dynamisch schräg gestellte Scheinwerfer flankieren die markante Front und verleihen dem neuen Roadster ein unverwechselbares Gesicht. Serienmäßig sind die Scheinwerfer mit dem Intelligent Light System (ILS) bestückt. Mit fünf verschiedenen Lichtfunktionen, die man auf typische Fahr- und Wettersituationen abstimmte, und sich je nach Fahrsituation einschalten, bieten sie dem Autofahrer ein deutlich besser ausgeleuchtetes Sichtfeld. Das geschwungene Positionslicht und das horizontale Band der Tagfahrleuchten wurden in LED-Technik ausgeführt.

Auch die sechste Generation des SL bietet ein elektrohydraulisch platzsparend im Kofferraum versenkbares Variodach, das den SL nach Wunsch und Wetter in wenigen Sekunden zum Roadster oder zum Coupé werden lässt. Im Unterschied zu seinem Vorgänger stehen für den neuen SL drei Varianten zur Wahl: lackiert, mit Glasdach oder mit dem Panorama-Variodach mit „Magic Sky Control“, dessen Transparenz sich auf Knopfdruck wahlweise hell oder dunkel schalten lässt.

Im hellen Zustand ist das Variodach mit „Magic Sky Control“ fast durchsichtig und bietet auch bei kalter Witterung ein Open-Air-Erlebnis, im dunklen Zustand spendet das Dach wohltuenden Schatten und verhindert bei intensiver Sonneneinstrahlung das Aufheizen des Innenraumes.

Der Rahmen der drei Dachvarianten besteht aus Magnesium. Damit sind die Dächer rund sechs Kilogramm leichter als das Dach des Vorgängermodells und ermöglichen einen niedrigeren Fahrzeugschwerpunkt und damit eine bessere Agilität. Verfeinert haben die Ingenieure die Mechanik des Daches und des Heckdeckels. Das vollständige Öffnen oder Schließen des Dachs erfolgt jetzt unter 20 Sekunden.

Das Design des neuen SL erfüllt nicht nur hohe ästhetische Ansprüche, sondern glänzt gleichzeitig mit beispielhaften aerodynamischen Qualitäten. Der Luftwiderstandsbeiwert beträgt beim SL 350 nur cW 0,27, der - so Mercedes - niedrigste Wert im Segment. Die Windgeräusche sollen fast auf dem Niveau einer geschlossenen Limousine liegen.

 

Im Vergleich zum Vorgänger legt die neue Generation des SL deutlich in der Länge auf 4,612 Meter (+50 Millimeter) und in der Breite auf 1,877 Meter (+57 Millimeter) zu. Die Höhe beträgt 1,315 Meter und der Radstand 2,585 Meter. Ein Blick auf die Waage: Der neue SL 500 wiegt mit 1.785 Kilogramm rund 125 Kilogramm weniger als sein Vorgänger, der SL 350 mit 1.685 Kilogramm ist unterm Strich sogar 140 Kilogramm leichter.


Antrieb: Effiziente Power-Motoren und agiles Fahrwerk

Kraftvoll in der Beschleunigung, souverän bei jeder Geschwindigkeit, leichtfüßig in kurvigen Passagen - der neue SL ist auf Fahrspaß ausgerichtet. Die Basis dafür sind neben leistungsfähigen Motoren vor allem sportlich abgestimmte und dennoch komfortable Fahrwerke. Der neue SL wird mit zwei unterschiedlichen Federungssystemen angeboten: Serienmäßig fährt der SL mit einer semiaktiven Verstelldämpfung. Alternativ ist auf Wunsch das aktive Federungssystem ABC (Active Body Control) erhältlich.

Beide Fahrwerkvarianten sind mit einer neuen elektromechanischen Direktlenkung samt einer geschwindigkeitsabhängigen Lenkkraftunterstützung und einer über den Lenkradwinkel veränderlichen Übersetzung kombiniert. Das Ergebnis: ein stabiler Geradeauslauf und damit hohe Sicherheit bei Autobahngeschwindigkeiten. Darüber hinaus reduziert sich der Lenkaufwand beim Parken und Wenden.

Der neue V8-Motor im SL 500 BlueEfficiency leistet aus 4.663 cm³ Hubraum satte 435 PS und damit trotz rund 0,8 Litern weniger Hubraum ca. 12 Prozent mehr als sein Vorgänger. Der Verbrauch sinkt um bis zu 22 Prozent, im besten Fall im Mittel nur 6,8 Liter pro 100 Kilometer. Gleichzeitig steigt das Drehmoment von 530 Nm auf atemberaubende 700 Nm, die zwischen 1.,800 und 3.500 U/min anliegen - ein Drehmomentplus von 32 Prozent. Der SL 500 benötigt für den Sprint von 0 auf Tempo 100 nur 4,6 Sekunden, ganze Zehntel weniger als der bisherige SL 500. Bei elektronisch abgeregelten 250 km/h endet der Vortrieb. Der neue SL 500 ist ab 117.096 Euro erhältlich.


Das neue V6-Triebwerk des SL 350 BlueEfficiency schöpft aus unverändert 3.499 cm³ Hubraum 306 PS und stellt 370 Nm Drehmoment zur Verfügung. Das V6-Aggregat begnügt sich im Durchschnitt mit 6,8 Litern auf 100 Kilometern und damit fast 30 Prozent sparsamer als sein Vorgänger. Der SL 350 spurtet in 5,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h und damit drei Zehntel schneller als sein Vorgänger. Auch der SL 350 ist elektronisch bei 250 km/h abgeregelt. Die Preise für den SL 350 beginnen bei 93.534 Euro.

Beide Motorvarianten sind mit einer serienmäßigen Eco-Start-Stopp-Funktion ausgerüstet. Das bezüglich Verbrauch und Komfort optimierte Automatikgetriebe 7G-Tronic-Plus trägt ebenfalls zum geringen Verbrauch bei.

Interieur: Ästhetisch-stilvolle Sportlichkeit

Sein athletisch geschärftes Profil paart der neue SL mit einem luxuriösen Ambiente. Edle Materialien, mit Liebe zum Detail präzise verarbeitet, prägen den Stil und den Charakter des Interieurs. Die gewachsenen Außenabmessungen bieten im Innenraum mehr Platz für gewachsenen Komfort. Üppig verwendete Holz-Zierelemente setzen sich von der Mittelkonsole über die Instrumententafel in die Türen fort. Zur Auswahl stehen drei Holzarten sowie zwei verschieden behandelte Aluminium-Zierelemente.

Mit Innovationen, die zum Serienumfang gehören, bleibt der neue SL seiner Tradition als technischer Trendsetter treu: Das weltweit einzigartige „FrontBass“-System nutzt intelligent den freien Bauraum in den Aluminium-Hohlstrukturen vor dem Fußraum als Resonanzvolumen für die Basslautsprecher. Ergebnis: Knackige Bässe bieten selbst bei offenem Auto und gespartem Bauraum in den Türen eine Konzertsaalatmosphäre

„Magic Vision Control“ ist ein neues, hoch effizientes Wisch-/Wasch-System. Das innovative Konzept des Wischerblatts bringt die Reinigungsflüssigkeit über die im Blatt integrierte Wasserzuführung immer direkt vor die Wischlippe - und das in beide Wischrichtungen. Ergebnis: Man erlebt beim Sprühen keinen Wasserschwall, der die Sicht behindert, und erzielt gleichzeitig einen optimalen Reinigungseffekt. Außerdem bleibt das Wasser auf der Scheibe und ermöglicht so auch bei geöffnetem Dach ein komfortables Reinigen der Scheibe. Erstmalig ist auf Wunsch auch das Wischerblatt beheizt, um das Anhaften von Schnee oder Eis im Winter zu verhindern.

 

Ebenfalls eine Neuheit bei Mercedes-Benz stellt das „Hands-Free Access“-System dar. Damit lässt sich der Kofferraumdeckel freihändig und berührungslos betätigen. Dazu genügt eine Fußbewegung im Bereich des hinteren Stoßfängers. Als einziger Hersteller bietet Mercedes-Benz aktuell ein System an, das den Heckdeckel nicht nur automatisch öffnet, sondern auch schließt.


Infotainment: Comand mit Internet-Zugang

Bereits in der Basisausführung ist der neue Mercedes-Benz SL mit dem Cockpit-Management und Data-System „Comand“ ausgerüstet. Dazu gehören Bluetooth-Telefonie sowie eine erleichterte Bedienung des Autotelefons. Als Wunsch steht ferner „Comand Online“ mit Internet-Zugang sowie DVD-Wechsler zur Verfügung und erlaubt im Stand freies Browsen im Internet. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, einzelne Ziele und Routen über Google Maps an das Fahrzeug zu senden.

Erstmalig bietet Mercedes-Benz für den neuen SL außerdem neue Apps an: Neben einer kostenlosen Nachrichten-App und einer Facebook-App gibt es optionale Mercedes-Apps für Aktienkurse und einen Parkplatz-Finder. Eine Yelp-App für Restaurantsuche ist für den US-Markt erhältlich.

Bei beiden Comand-Ausführungen integrierte man das hochauflösende TFT-Farbdisplay mit 17,8 Zentimetern Diagonale (800 x 480 Pixel) seitlich neben dem Kombi-Instrument in die Instrumententafel. Diese Anordnung des Monitors führt zu einer möglichst geringen Ablenkung des Fahrers.


Sicherheit: Auf hohem Niveau für eine dynamische Fahrt

Dank crashoptimierter Alu-Struktur, serienmäßigem Pre-Safe und Assistenz-Systemen auf dem hohen Niveau der S-Klasse ist der SL einer der sichersten Roadster der Welt. Bei einem Überschlag können A-Säulen in Stahl-Aluminium-Materialmix und zwei Überrollbügel den Passagierraum schützen. Die Rückhaltesysteme mit unter anderem zweistufigen Fahrer- und Beifahrer-Airbags wurden weiterentwickelt. Ein Headbag deckt den seitlichen Kopfaufprallbereich großflächig ab. Ein zusätzlicher Thorax-Airbag in der Sitzlehne soll den Oberkörper bei einem Seitenaufprall schützen. Als weitere Neuerung halten die von Mercedes-Benz entwickelten crashaktiven Kopfstützen „Neck-Pro“ serienmäßig Einzug in den SL.

Ein Sicherheits-Highlight stellt das vorausschauende, radarbasierte Insassenschutzsystem „Pre-Safe“ dar. Erkennt das System eine akute Unfallgefahr, bereitet es eine autonome Bremsung vor und aktiviert es reflexartig vorsorgliche Schutzmaßnahmen für die Insassen, so dass Gurte und Airbags bei einem eventuell nachfolgenden Aufprall ihre Schutzwirkung bestmöglich entfalten können.

Auch im neuen SL hilft eine Kombination von Fahrer-Assistenzsystemen, Unfälle zu vermeiden. Dazu gehören zum Beispiel die serienmäßige Müdigkeitserkennung „Attention Assist“ und die „Adaptive Break“, das Antiblockiersystem ABS, die Antriebsschlupfregelung ASR sowie eine Giermomentenregelung (GMR).

Neu im SL ist der aktive Park-Assistent, der mithilfe von Ultraschallsensoren Parklücken erkennt und beim Einparken das Fahrzeug automatisch in die Lücke lenkt, während der Fahrer nur Gaspedal und Bremse zu betätigen braucht.

4 Kommentare > Kommentar schreiben

16.12.2011

Positiv ist, das MB das Gewicht des SL senkt beim neuen Modell. Negativ fällt auf, das MB das Design des SLS zu sehr auf andere Modelle überträgt.

16.12.2011

Nun ja, das wird nunmal das neue Markengesicht von Mercedes. Mir gefällt es ausgesprochen gut, wobei mir beim SL das Gewisse etwas fehlt. Dieses "wow" wie beim Vorgänge fehlt hier leider...

17.12.2011

Langsam kann sogar ich was mit MB anfangen, könnte mir durchaus vorstellen in ein paar Jahren auch mal zu einem Mercedes zu greifen!

17.12.2011

Die Front erinnert mich zu sehr an die neue B-Klasse. Der schönste SL der letzten Jahre war in meinen Augen immer noch der R230 bis 2008


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