Mini Cooper F56 (2014): Die Details - alles andere als mini

, 20.11.2013


Fahrspaß ist eine Frage des Charakters - und den schärft Mini mit der 3. Generation der Neuzeit gewaltig. Die im Frühjahr 2014 mit bis zu 192 PS und zu Preisen ab 19.700 Euro auf den Markt kommende Neuauflage sieht vertraut aus, denn viele Modifikationen fanden unter dem Blechkleid statt. Dabei wächst der Kleine über sich hinaus und gewinnt weiter an Größe zu. Eine neue Motorengeneration steigert darüber hinaus den Fahrspaß und die Effizienz: Bis zu 27 Prozent weniger Verbrauch, im besten Fall nur 3,5 Liter im Durchschnitt, stellen eine Ansage dar. Dazu kommen innovative Fahrerassistenz-Systeme und ein weiter verbessertes Infotainment-System, das die Welt von Facebook, Foursquare, Twitter & Co. mit ins Auto holt.


Design: Unverwechselbar - der Bezug auf die Vergangenheit

Der neue Mini besticht weiterhin durch sein kompaktes und kraftvolles Erscheinungsbild, das den agilen Charakter symbolisiert. Um das Raumangebot zu steigern, wächst der Mini jedoch: Der Neue weist eine Länge von 3,821 Metern (Mini Cooper S 3,850 Meter), eine Breite von 1,727 Metern und eine Höhe von 1,414 Metern auf. Damit überragt die 3. Generation den Vorgänger deutlich in der Länge um 9,8 Zentimeter, in der Breite um 4,4 Zentimeter und in der Höhe um 0,7 Zentimeter. Den Radstand erweiterten die Macher auf 2,495 Meter.

Im Design knüpft der neue Mini an die mehr als 50 Jahre währende Tradition des Classic Mini an und nimmt im Detail Bezug auf die historischen Wurzeln. Traditionelle Designmerkmale wie die große hexagonale Kontur des Kühlergrills, die als „Side Scuttle“ bekannten Seitenblinker-Einfassungen, die runden, von einem breiten Chromring eingefassten Scheinwerfer, die aufrecht stehenden Heckleuchten und die schwarze, umlaufende Umrahmung am unteren Abschluss der Karosserie werden neu interpretiert.

Der Mini Cooper S gewinnt seine modellspezifische sportliche Ausstrahlung unter anderem durch einen Kühlergrill mit Wabenmuster, eine zusätzliche Öffnung in der Fronthaube, durch die unteren Lufteinlässe integrierten Bremsluftschächte und eine eigenständige Heckschürze mit mittig angeordneten Endrohren für die Abgasanlage. Neben den „Side Scuttle“-Elementen trägt nun auch der Kühlergrill des Mini Cooper S ein in Chrom gefasstes „S“-Logo.

Als erstes Fahrzeug seines Segmentes lässt sich der neue Mini optional mit LED-Scheinwerfern ordern. Die hellweiß strahlenden LED-Einheiten erzeugen sowohl das Abblend- als auch das Fernlicht und werden ferner von einem LED-Tagfahrlichtring umgeben. Als weitere Option gibt es eine adaptive Lichtverteilung, die je nach Fahrsituation und Streckenverlauf für eine optimale Ausleuchtung der Fahrbahn sorgt und ferner eine Abbiegelicht-Funktion umfasst. Die optionalen Nebelscheinwerfer stehen wahlweise in Halogen- oder LED-Technik zur Wahl. In Verbindung mit den LED-Scheinwerfern führt Mini ebenfalls die Rückleuchten als LED-Einheiten aus.


Neue Motoren: Die Steigerung des Fahrspaßes

Mini Cooper S (ab 23.800 Euro): Für eine besonders temperamentvolle Leistungsentfaltung sorgt der 2,0 Liter große Vierzylinder-Motor des Mini Cooper S, der seine 192 PS zwischen 4.700 und 6.000 U/min und sein maximales Drehmoment von 280 Nm bereits bei 1.250 Touren zur Verfügung stellt. Mittels Overboost steigt das Drehmoment kurzzeitig auf 300 Nm. Für die Beschleunigung von 0 auf Tempo 100 vergehen nur 6,8 Sekunden (Automatik 6,7 Sekunden). Als Höchstgeschwindigkeit stehen 235 km/h (Automatik 233 km/h) an. Dem gegenüber steht, abhängig vom Reifenformat, ein Durchschnittsverbrauch von 5,7 bis 5,8 Litern (Automatik 5,2 bis 5,4 Liter) je 100 Kilometer, was einem CO2-Wert von 133 bis 136 g/km (Automatik 122 bis 125 g/km) entspricht.

Mini Cooper (ab 19.700 Euro): Mit einer um 14 PS auf 136 PS gesteigerten Leistung zwischen 4.500 und 6.000 Touren und einem maximalen Drehmoment von 220 Nm (mit Overboost 230 Nm), das jetzt bereits bei 1.250 U/min anliegt, ermöglicht der 1,5 Liter große Dreizylinder-Benziner des neuen Mini Cooper deutlich sportlichere Fahrleistungen als das Vorgängeraggregat. Der Kleine spurtet in 7,9 Sekunden (Automatik 7,8 Sekunden) aus dem Stand auf 100 km/h, seine Höchstgeschwindigkeit liegt jeweils bei 210 km/h. Kombiniert werden diese Werte, abhängig vom Reifenformat, mit einem auf 4,5 bis 4,6 Liter (Automatik 4,7 bis 4,8 Liter) je 100 Kilometer reduzierten Durchschnittsverbrauch und CO2-Emissionen von 105 bis 107 Gramm pro Kilometer (Automatik 109 bis 112 g/km.

Mini Cooper D (ab 21.450 Euro): Mit mehr Kraft und einem geringeren Verbrauch als beim Vorgänger geht der neue Mini Cooper D ins Rennen, für dessen Vortrieb ein Dreizylinder-Dieselmotor sorgt, der seine 116 PS bei 4.000 U/min mobilisiert. Das maximale Drehmoment von 270 Nm stellt das Aggregat bei 1.750 Touren bereit. Der Mini Cooper D beschleunigt sowohl mit dem Schalt- als auch mit dem Automatikgetriebe von 0 auf Tempo 100 in 9,2 Sekunden. Die Top-Speed beträgt 205 km/h (Automatik 204 km/h). Der kombinierte Verbrauch beläuft sich auf 3,5 bis 3,6 Liter (Automatik 3,7 bis 3,8 Liter) je 100 Kilometer. Die CO2-Emissionen belaufen sich auf 92 bis 95 g/km (Automatik 98 bis 99 g/km).

Wenn das Navigationssystem das Schalten übernimmt

Serienmäßig ist der neue Mini mit einem Sechsgang-Schaltgetriebe ausgestattet. Auf Wunsch steht für alle Varianten des Minis eine Sechsgang-Automatik zur Verfügung. Die Auto-Start-Stop-Funktion gibt es nun erstmals auch in Verbindung mit dem Automatikgetriebe. Als weitere Option offeriert Mini eine Sechsgang-Sport-Automatik, die nochmals kürzere Schaltzeiten realisiert und sich im manuellen Modus mit Hilfe von Schaltwippen am Lenkrad bedienen lässt.


In Verbindung mit dem Navigationssystem kann das Automatikgetriebe bei der Steuerung der Schaltvorgänge das Streckenprofil berücksichtigen. Anhand der Navigationsdaten stellt das System unter anderem unmittelbar vor Kreuzungen oder in Kurven die jeweils zur bevorstehenden Fahrsituation passende Fahrstufe zur Verfügung, um beispielsweise ein unnötiges Hochschalten zwischen zwei kurz aufeinander folgenden Kurven zu vermeiden.

Mini Driving Modes: Der richtige Dreh für Sportlichkeit und Effizienz

Die besten Voraussetzungen für eine verbrauchsgünstige Fahrweise lassen sich mit der neuen Option „Mini Driving Modes“ schaffen. Über einen Drehschalter am Fuß des Schalt- beziehungsweise Wählhebels kann der Fahrer neben der Standardeinstellung „Mid“-Mode den „Sport“- und den „Green“-Modus aktivieren. Die Modi beeinflussen die Gaspedal- und die Lenkungskennlinie sowie die Antriebsakustik beim Mini Cooper S - bei entsprechender Ausstattung ebenso die Schaltcharakteristik des Automatikgetriebes und die Abstimmung der „Dynamischen Dämpfer Control“. Wahlweise wird dabei eine betont sportliche, eine ausgewogen komfortable oder eine effizienzorientierte Fahrzeugabstimmung aktiviert.

Optimierte Fahrwerkstechnik für noch mehr Gokart-Feeling

Alle Neuerungen der Fahrwerkstechnik zielten darauf ab, die als Gokart-Feeling bekannten, agilen Handlingeigenschaften des Minis noch intensiver erlebbar zu machen. Die Abstimmung von Radaufhängung, Karosserieanbindung, Federung, Dämpfung, Lenkung und Bremsen berücksichtigt die gesteigerten Motorleistungen sowie das für Mini typische Konzept mit Frontantrieb, vorn quer angeordneten Motoren, einem tiefen Fahrzeugschwerpunkt, kurzen Überhängen und einer breiten Spur.

 

Die serienmäßige Fahrstabilitätsregelung DSC (Dynamische Stabilitäts Control) umfasst beim neuen Mini neben dem Antiblockiersystem ABS, der elektronischen Bremskraftverteilung EBD (Electronic Brakeforce Distribution), der Kurvenbremsregelung CBC (Cornering Brake Control) und dem Bremsassistenten auch einen Anfahrassistenten, eine Trockenbremsfunktion, einen Fading-Ausgleich und den Modus DTC (Dynamische Traktions Control), der kontrollierten Schlupf an den Antriebsrädern zulässt und so das Anfahren auf lockerem Sand oder tiefem Schnee erleichtert.


Bei deaktiviertem Fahrstabilitätssystem (DSC Off-Modus) sorgt eine elektronische Sperrfunktion für das Differenzial der Vorderachse dafür, dass in engen Kurven ein durchdrehendes Antriebsrad gezielt und angemessen abgebremst und das Antriebsmoment auf das andere Rad geleitet wird. Das als „Electronic Differential Lock Control“ (EDLC) bezeichnete System fördert so den Vortrieb des Fahrzeugs, ohne das Eigenlenkverhalten negativ zu beeinflussen.

Der neue Mini Cooper S besitzt darüber hinaus eine „System Performance Control“, die bereits vor Erreichen des Grenzbereiches einer Tendenz zum Untersteuern entgegenwirkt und damit ein ebenso agiles wie neutrales Fahrverhalten in Kurven fördert.

Größerer Innenraum mit neuem Anzeige- und Bedienkonzept

Von den neuen Außenmaßen profitieren das Platzangebot für die Insassen und das Gepäckraumvolumen. Der erweiterte Verstellbereich der Vordersitze, die längere Sitzfläche und ein spürbares Plus an Schulterraum sorgen für mehr Fuß- und Bewegungsfreiheit sowie optimierten Einstiegskomfort für die Fondpassagiere. Die im Verhältnis 60:40 zweigeteilte Fondsitzlehne lässt sich nicht nur umklappen, sondern ebenfalls in der Neigung verstellen. Zahlreiche Cupholder und Ablagen erleichtern das Mitführen von Getränken und Reiseutensilien. Der Gepäckraum wächst sogar um 51 Liter auf 211 Liter. Optional offeriert Mini ein Ablagenpaket, das unter anderem einen doppelten Laderaumboden, zusätzliche Verzurrösen und Gepäcknetze für den Kofferraum umfasst.


Der bislang übliche Schlüsseleinschub wird im Cockpit nicht mehr benötigt. Sobald sich der Fahrzeugschlüssel im Innenraum befindet, lässt sich der Motor mit einem Druck auf die rot beleuchtete Start/Stop-Taste im Zentrum der Mittelkonsole starten. Zu den wichtigsten Neuerungen gehört ferner das auf der Lenksäule angeordnete Kombiinstrument, das die Fahrgeschwindigkeit, die Motordrehzahl und den Kraftstoffvorrat mit Hilfe von übereinander gelagerten Rundinstrumenten anzeigt.

Das Zentralinstrument trägt durch neue Darstellungsumfänge und eine erweiterte Funktionalität zur Interaktion zwischen dem Fahrer und seinem Fahrzeug bei. Je nach Ausstattungsumfang gelangt ein vierzeiliges TFT-Display oder ein bis zu 8,8 Zoll großes Farbdisplay zum Einsatz, das unter anderem die Bedienrückmeldungen für Fahrzeugfunktionen, Klimatisierung, Infotainment und Kommunikation, Navigationskarten und Routenführungshinweise anzeigt. Auswahl und Steuerung dieser Funktionen erleichtert ein neuer Controller auf der Mittelkonsole nach den Prinzipien des „BMW iDrive“-Systems.

Eine neue Lichtinszenierung unterstützt das Anzeige- und Bedienkonzept im Bereich des Zentralinstrumentes. Optional in sechs Farben leuchtende LED-Einheiten am Außenrand des Rundinstrumentes können - je nach Fahrerwunsch - auf die aktuelle Fahrsituation oder einzelne Bedienschritte reagieren. So werden beispielsweise die Zeigerbewegungen der Geschwindigkeits- oder der Motordrehzahlanzeige im Kombiinstrument durch entsprechende Lichtimpulse am Rand des Zentralinstrumentes nachvollzogen.


Mini Connected: Social Networks und Online-Entertainment bei der Fahrt

Das In-Car-Infotainment-Programm von „Mini Connected“ erreicht eine neue Dimension. Als erstes Fahrzeug seines Segments lässt sich der neue Mini mit einer fest im Fahrzeug verbauten SIM-Karte ausstatten. Damit stehen der „Emergency Call“ (Notruf) mit automatischer Ortung und Unfallschwereerkennung sowie die sogenannten „Mini Teleservices“ zur Verfügung.

Die über Apps ins Fahrzeug integrierbaren Funktionen aus den Bereichen Social Networks und Infotainment stehen nun sowohl für das Apple iPhone als auch für Smartphones mit dem Betriebssystem Android zur Verfügung. Dazu gehören unter anderem Webradio, die Nutzung von Social Networks wie Facebook, Twitter, Foursquare und Glympse, der Empfang von RSS-Newsfeeds sowie Entertainment-Angebote von Aupeo, Stitcher, Deezer, Audible, Napster/Rhapsody und TuneIn.

Großer Fortschritt bei Mini: Die neuen Assistenzsysteme

Mini erweitert das Angebot der optionalen Fahrerassistenzsysteme erheblich. Für den neuen Mini ist erstmals ein oberhalb der Lenksäule ausfahrbares, hochauflösendes Head-Up-Display erhältlich, das unter anderem Geschwindigkeit, Navigationshinweise sowie Details zum Entertainmentprogramm wie Radiosender oder Musiktitel anzeigt. Ebenfalls auf Wunsch an Bord: das System „Driving Assistant“ mit einer kamerabasierten Geschwindigkeitsregelung, eine Auffahr- und Personenwarnung, ein Fernlichtassistent, eine Verkehrszeichenerkennung sowie ein Parkassistent und eine Rückfahrkamera.

Darüber hinaus kann der Mini sowohl bei einer drohenden Kollision mit einem Fußgänger als auch bei der Gefahr eines Auffahrunfalls im Stadtverkehr automatisch einen Bremsvorgang auslösen. Der Parkassistent erkennt wiederum automatisch geeignete Parkplätze am Straßenrand. Beim Rückwärtseinscheren in die ausgewählte Lücke nimmt das System dem Fahrer die dazu erforderlichen Lenkbewegungen ab. Der Fahrer muss lediglich die Betätigung von Gas- und Bremspedal sowie die Gangwahl übernehmen.

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