Porsche 718 Boxster S 2016: Alle Daten - Vier gewinnt

, 01.02.2016


Er ist gieriger denn je - und legt jetzt nochmals nach: Der neue Porsche 718 Boxster ist ein bissiger Mittelmotor-Roadster, der alles andere als zahm ist. Ein sattes Leistungsplus gegenüber dem Vorgänger, ein ungewöhnlich breites Drehmomentplateau, das sich bei jedem Druck auf das Gaspedal bemerkbar macht, und im Porsche 718 Boxster S ein Turbolader wie im Porsche 911 Turbo - die neue, komplett überarbeitete Boxster-Generation bringt alle Zutaten mit, um den offenen Sportwagen in einen noch bissigeren Kurvenräuber zu verwandeln. Die Markteinführung beginnt am 30. April 2016 zu Preisen ab 53.646 Euro für den Porsche 718 Boxster. Den Porsche 718 Boxster S gibt es ab 66.141 Euro.


Tief, breit und flach: Neues Design unterstreicht das geschärfte Profil

Der neue Porsche 718 Boxster lässt sich auf den ersten Blick erkennen. Die Front des Roadsters zeigt eine deutlich stärker profilierte Formgebung, wirkt breiter und maskuliner. Typisch Porsche: Die Kotflügel liegen höher als die Fronthaube. Deutlich größere Kühllufteinlässe und neu gestaltete Bi-Xenon-Hauptscheinwerfer mit integriertem LED-Tagfahrlicht setzen weitere Akzente. Als neue Option stehen LED-Hauptscheinwerfer mit Vierpunkt-Tagfahrlicht zur Wahl.

In der Seitenansicht ist die neue Modellreihe an den eigenständig gestalteten Kotflügeln und Schwellern erkennbar. Nur konsequent, dass die Linienführung an den Türen den Fahrtwind in die großen seitlichen Lufteinlässe lenkt: für optimale Luftversorgung der neuen Turbomotoren und damit für kräftigen Vortrieb. Die Türen kommen ohne zusätzliche Griffschalen aus. Neue 19 Zoll große Räder sind beim Porsche 718 Boxster S serienmäßig. Optional stehen Räder mit einem Durchmesser von 20 Zoll zur Wahl.

Das Stoffverdeck des Porsche 718 Boxster verläuft im geschlossenen Zustand sportwagentypisch flach. Auf Knopfdruck öffnet und schließt sich das Dach vollautomatisch in 9 Sekunden bis zu einer Geschwindigkeit von 50 km/h.

Deutlich breiter wirkt das neu gestaltete Heck durch die Akzentleiste mit dem integrierten Porsche-Schriftzug zwischen den flachen Rückleuchten. Derweil zeichnen sich die komplett neu entwickelten Heckleuchten durch die dreidimensional geprägte LED-Technik und das Vier-Punkt-Bremslicht aus. Der Heckflügel fährt bei einer Geschwindigkeit von 120 km/h automatisch aus, verringert den Auftrieb und sorgt so für noch bessere Bodenhaftung. Das schwarze, sportliche Heckunterteil umfasst beim Porsche 718 Boxster zudem ein mittig angeordnetes Endrohr, beim Porsche 718 Boxster S ein Doppelendrohr. Der kraftvolle Sound versteht sich von selbst.


Noch stärker und noch schneller: Neue Turbo-Kraft aus vier Zylindern

Herzstück der 718-Modellreihe ist der neu entwickelte Vierzylinder-Boxermotor mit Turbo-Aufladung. Porsche setzt erstmals seit Ende der 1960er-Jahre wieder auf Sportwagen mit Vierzylinder-Boxermotoren. Die Turbo-Aufladung sorgt für eine deutliche Drehmomentsteigerung und eine enorme Beschleunigung bereits bei niedrigen Drehzahlen.

Porsche 718 Boxster (ab 53.646 Euro): Im 718 Boxster gelangt ein 2,0-Liter-Turbo- Boxermotor mit integrierter Trockensumpfschmierung zum Einsatz. Das Triebwerk entwickelt 300 PS bei 6.500 U/min und ein maximales Drehmoment von 380 Nm, das von 1.950 bis 4.500 Touren anliegt.

Mit dem Porsche-Doppelkupplungsgetriebe (PDK) beschleunigt der 718 Boxster in 4,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h, mit dem Sport-Chrono-Paket sogar in nur 4,7 Sekunden. Die Durchzugsbeschleunigung von 80 auf 120 km/h absolviert der Porsche 718 Boxster in 3,2 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 275 km/h. Dem gegenüber steht ein Durchschnittsverbrauch von 6,9 Litern Kraftstoff auf 100 Kilometern, was einem CO2-Ausstoß von 158 g/km entspricht.

In Verbindung mit dem 6-Gang-Schaltgetriebe sind es 5,1 Sekunden von 0 auf 100 km/h, 5,6 Sekunden von 80 auf 120 km/h im 5. Gang und eine Spitze von 275 km/h. Den kombinierten Verbrauch gibt Porsche mit 7,4 Litern Benzin pro 100 Kilometer an. Daraus ergeben sich CO2-Emissionen von 168 g/km.

Porsche 718 Boxster S (ab 66.141 Euro): Der 2,5-Liter-Turbo-Boxermotor des Porsche 718 Boxster S generiert 350 PS bei 6.500 U/min. Das maximale Drehmoment von 420 Nm liegt über einen Drehmomentbereich von 1.900 bis 4.500 Touren an. Zudem kommt - wie auch im Porsche 911 Turbo - die variable Turbinengeometrie (VTG) zum Einsatz, die für eine noch gleichmäßigere Leistungsentfaltung und damit für deutlich mehr Fahrspaß sorgt.

Den Sprint von 0 auf 100 km/h erledigt der Porsche 718 Boxster S mit PDK und Launch Control in nur 4,2 Sekunden. Von 80 auf 120 km/h vergehen nur 2,8 Sekunden. Der Vortrieb endet erst bei 285 km/h. Im Idealfall begnügt sich der Porsche Boxster S mit PDK durchschnittlich mit nur 7,3 Litern Sprit auf 100 Kilometern (CO2-Ausstoß 167 g/km).


Der mit dem 6-Gang-Schaltgetriebe ausgestattete Porsche Boxster S spurtet in 4,6 Sekunden von 0 auf 100 km/h und in 5,0 Sekunden von 80 auf 120 km/h im fünften Gang. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 285 km/h. Der kombinierte Benzinverbrauch beläuft sich auf 8,1 Liter pro 100 Kilometer, was CO2-Emissionen von 184 g/km entspricht.

Sport Chrono Paket: Adrenalin auf Knopfdruck

Wie beim Porsche 911 umfasst das Sport-Chrono-Paket neben den drei Einstellungen „Normal“, „Sport“ und „Sport Plus“ das Programm „Individual“. Bei Sportwagen mit PDK kommt der „Sport Response“-Button dazu, der sich in der Mitte des Fahrprogramm-Schalters befindet: Über den Button werden Motor und Getriebe für eine schnellstmögliche Leistungsentfaltung angepasst. Das heißt: maximales Ansprechverhalten für ca. 20 Sekunden.

Mit der „Sport“-Taste kann der Fahrer außerdem zwischen einer komfortbetonten und einer sportbetonten Abstimmung wählen. Auf Knopfdruck wird die Motordynamik noch direkter und die optionale Sportabgasanlage aktiviert. Bei Fahrzeugen mit PDK erfolgt das Hochschalten später und das Zurückschalten früher.

Fahrwerk: Minus 10 und minus 20 - sportlicher abgestimmt für noch mehr Agilität

Erst die Kurve macht einen Sportwagen wirklich zum Sportwagen. Umso wichtiger ist deshalb ein Fahrwerk, das jeder sportlichen Herausforderung gewachsen ist. Das komplett neu abgestimmte Fahrwerk steigert die Kurven-Performance. Porsche legte die elektromechanische Lenkung 10 Prozent direkter aus, so dass sich der 718 Boxster noch agiler und handlicher steuern lässt


Gegen Aufpreis ist das „Porsche Active Suspension Management“ (PASM) mit einer Tieferlegung von 10 Millimetern erhältlich. Für den Porsche 718 Boxster S gibt es darüber hinaus erstmals das PASM-Sportfahrwerk mit 20 Millimeter Tieferlegung als Option. Ebenfalls neu abgestimmt bietet das aktive Fahrwerk eine nochmals erhöhte Spannbreite zwischen langstreckentauglichem Komfort und sportlich dynamischer Straffheit.

Bei PASM handelt es sich um ein elektronisches System zur Verstellung der Stoßdämpfer, welches kontinuierlich für jedes einzelne Rad die Dämpferkraft regelt - abhängig von Fahrweise und Fahrbahnzustand. Das PASM besitzt zwei Einstellungen, die der Fahrer über eine Taste in der Mittelkonsole steuern kann: Im „Normal“-Modus ist die Dämpfung sportlich-komfortabel, im „Sport“-Modus sportlich-straff.

Innenraum: Beste Voraussetzungen für einen sportlich aktiven Lebensstil

Das Cockpit legte Porsche voll auf Sport aus und wertete den Innenraum mit neuen Elementen auf. Die ansteigende Mittelkonsole verkürzt den Weg vom Lenkrad zum Schalt- beziehungsweise Wählhebel. Das neue Sportlenkrad leiteten die Macher vom Porsche 918 Spyder ab. Das optionale GT-Sportlenkrad mit kleinerem Durchmesser steigert das direkte Fahrgefühl weiter. Typisch Boxster sind die drei Rundinstrumente mit zentralem Drehzahlmesser und dem 4,6 Zoll beziehungsweise 11,7 Zentimeter großen Farbbildschirm.

Das neue, serienmäßige „Porsche Communication Management“ (PCM) mit Multitouch-Bildschirm bietet ein deutlich erweitertes Funktionsspektrum und eine erheblich vereinfachte Bedienung. Das PCM lässt sich analog zu einem Smartphone mit Multitouch-Gesten auf dem 7-Zoll-Bildschirm (17,8 Zentimeter) bedienen. Mobiltelefone und Smartphones können die Insassen per WLAN, Bluetooth oder Kabel verbinden. Die erstmals in der Mittelarmlehne integrierte Smartphone-Ablagefläche sorgt zudem für ein akkuschonendes Laden und optimierten Mobilfunk-Empfang.

Für eine verbesserte Navigation stehen Echtzeit-Verkehrsinformationen zur Verfügung, die dem Fahrer einen schnellen Überblick über die Verkehrslage und eine dynamische Anpassung der Route bieten. Zur besseren Orientierung integrierte Porsche erstmals die Dienste „Google Earth“ und „Google Street View“. Weitere Bestandteile des PCM stellen „Porsche Car Connect“ und die „Porsche Connect App“ dar, unter anderem zur Fernsteuerung von Fahrzeug-Funktionen, zur Übertragung von Zielen an das PCM für eine Navigation und zur Nutzung von Musikstreaming-Diensten von Drittanbietern über das PCM.

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