Saab Aero X: Vom Düsenjet beeinflusst

, 06.03.2006

Die Weltpremiere eines Hochleistungskonzeptfahrzeugs bestimmt derzeit den Auftritt des schwedischen Automobilherstellers Saab auf dem Genfer Automobil-Salon (02.03.2006 - 12.03.2006). Inspirationen aus der aeronautischen und skandinavischen Tradition der Premiummarke liegen dem einzigartigen Design des Konzepts „Saab Aero X“ zugrunde. Das zweisitzige Sportcoupé ist der Vorbote einer progressiveren Formensprache, die zukünftige Produkte von Saab prägen wird. Der Saab Aero X bricht beim Exterieur und Interieur auffallend mit den im Automobilbau geltenden Gestaltungskonventionen.


Zuallererst fällt das Fehlen von Türen und A-Säulen auf. Grund: Der Aero X besitzt eine dem Aufbau eines Düsenjets ähnliche Cockpit-Kanzel und bietet dem „Piloten“ damit nicht nur einen Panoramablick von 180 Grad, sondern erleichtert auch den Ein- und Ausstieg in das tief liegende Fahrzeug. Das gläserne Panoramadach der Cockpit-Kanzel ermöglicht den Insassen auch den Ausblick nach oben. Die Dachkonstruktion wurde im vorderen Bereich des Konzeptfahrzeugs verankert und lässt sich nach oben aufklappen.
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Die Schubkraft des mit Allradantrieb ausgerüsteten Saab Aero X erfolgt durch einen 400 PS starken BioPower-V6-Bi-Turbomotor, der ausschließlich das erneuerbare und durch Reduzierung fossiler CO2-Emissionen umweltfreundliche Bio-Äthanol verbrennt. Dieses hochmoderne, umweltfreundliche 2,8-Liter-Aggregat in Vollaluminium-Bauweise mit Vierventil-Technik und vier oben liegenden Nockenwellen verleiht dem Slogan von der „verantwortungsbewussten Leistung“ eine neue Bedeutung.


Durch den völligen Verzicht auf die im Cockpit üblichen Knöpfe und Anzeigen eröffnet das Interieur des Saab Aero X ganz neue Dimensionen puristischen skandinavischen Designs. Die von Saab eingesetzten Techniken sind der schwedischen Glasindustrie sowie den Herstellern von Präzisionsinstrumenten entlehnt und erlauben eine grafische, dreidimensionale Anzeige aller Informationen auf glasartigen „transparenten Bereichen“ aus Acryl. Alle Beleuchtungssysteme des Interieurs als auch Exterieurs führte Saab in kompakter LED-Technologie aus, deren Vorteile das Designer-Team uneingeschränkt nutzen konnte und die in künftigen Produkten des Herstellers verstärkt zum Einsatz kommen sollen.

Die aus Gewicht sparendem Kohlefaser-Material hergestellte Karosserie, der leichte Antriebsstrang, die elektronisch stufenlos verstellbare Dämpfung und der Allradantrieb machen den Saab Aero X zu einem fahrerorientierten Auto, dessen Leistungsstärke seinem optischen Auftreten (4.675 mm Länge, 1.918 mm Breite und 1.276 mm Höhe) in nichts nachzustehen verspricht. Computersimulationen errechneten Beschleunigungswerte von 0 auf 100 km/h in nur 4,9 Sekunden und eine elektronisch abgeriegelte Spitzengeschwindigkeit von 250 km/h. Die Kraftübertragung erfolgt über eine Siebengang-Schaltautomatik mit Doppelkupplung.


Die Designstudie steht an der Vorderachse auf 22 x 9 Zoll großen Leichtmetallfelgen mit Reifen der Größe 265/30, an der Hinterachse haben die Felgen die Größe 23 x 11,5 Zoll mit Pneus in der Dimension 325/25. Das Design der Felgen wurde an die Gestaltung eines Turbinenrades in einem Turbolader angelehnt und sorgt damit für eine ausgezeichnete Luftabfuhr von den Bremsscheiben.

Bei aller Orientierung auf den Fahrer bietet der Aero X ebenfalls einen praktischen Nutzen. Im Heckbereich mit ganz normal zu betätigender Heckklappe verbirgt sich nämlich ein Doppelstaufach mit einer ausziehbaren Schublade.

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15.11.2006

Die spektakuläre Designstudie Saab Aero X wurde vom traditionsreichsten britischen Automobilmagazin "Autocar" zum Konzeptauto des Jahres ("Concept of the Year") gekürt. Besondere Anerkennung bei der Preisverleihung in London fanden die dynamische Erscheinung sowie die zahlreichen Reminiszenzen der Designer an die Wurzeln der Marke im Flugzeugbau, darunter die innovative herumgezogene Frontscheibe, die an Turbinenflügel erinnernden Räder und das Cockpit im Stil einer Flugzeugkanzel. Autocar-Redakteur Chas Hallet sagte bei der Preisübergabe: "Der Aero X nimmt vertraute Saab-Designelemente auf und zeigt, wie sie in eine moderne Architektur integriert werden können, bis hin zu einem 400 PS starken Super-Coupé. Die Tatsache, dass die Studie so originelle wie einleuchtende futuristische Ideen für das Cockpit und Interieur-Elemente bereithält, und zeigt, wie vorteilhaft ein Verzicht auf die A-Säulen sein kann, macht sie einfach besser." Die Reihe der Auszeichnungen für den Aero X wächst damit weiter. Bereits bei seiner Premiere im Frühjahr auf dem Genfer Automobilsalon 2006 wurde er mit dem begehrten Preis "Best of Show" des US-Magazins "Autoweek" ausgezeichnet, das als einer der weltweit renommiertesten Titel gilt.


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