Smart Forfun²: Kleinwagen avanciert zum Monstertruck

, 19.09.2006

Der Smart Forfun, ein Smart Forfour mit Monstertruck-Ambitionen, sorgte auf der Motor-Show in Athen im November 2005 für viel Aufsehen. Nach dieser äußerst positiven Resonanz war die Entscheidung, ein weiteres Fahrzeug mit ähnlichem Charakter zu entwickeln, mehr als nahe liegend. Für Mercedes-Benz Hellas und den griechischen Rallyefahrer Stefan Attart (46) war die Sache klar: Das neue Offroad-Fahrzeug sollte einen Smart Fortwo als Aufbau bekommen. Blieb noch die Frage nach der passenden Plattform.


Bei DaimlerChrysler war und ist die Auswahl geländetauglicher Fahrzeuge ungewöhnlich groß: Von der M-Klasse über das G-Modell bis hin zum Unimog. Man sieht es dem Smart Forfun² (sprich: Smart Forfun to the second) sofort an - die Basis ist ein Mercedes-Benz Unimog der Baureihe 406. Genau diese Kombination zweier Fahrzeuge, die - jedes in seinem Segment - einen entsprechenden Kultstatus erreichten, macht den besonderne Reiz des Forfun2 aus. Kein Wunder, dass der Smart Forfun² das Kind im Manne (und wahrscheinlich auch in jeder Frau) weckt.
{ad}
Aber der Reihe nach: Als geklärt war, auf welcher Plattform der Smart Forfun² stehen sollte, begann Stefan Attart im Januar dieses Jahres mit den ersten Entwürfen. Zu einem solchen Offroad-Fahrzeug gehört selbstverständlich mehr, als nur vier Räder unter einen Smart Fortwo zu schrauben. Auf Basis der technischen Zeichnungen beider Fahrzeuge entstand daraufhin ein Entwurf, der zum ersten Mal deutlich machte, in welche Richtung es gehen sollte. Stefan Attart legte die Konstruktion fest, die das Fahrzeug mit der Plattform verbindet; mit exakt definierten Befestigungspunkten an den Achsen und am Chassis.


Motor und Getriebe wurden vom Unimog übernommen. Der OM 352, ein Diesel mit sechs Zylindern und einem Hubraum von 5.675 cm³, sitzt prominent und für jeden sichtbar direkt auf der Vorderachse. Für den Smart Forfun² stellt die Leistung von 84 PS eine ganze Menge dar. Die Dieselvariante des Serienfahrzeugs besitzt gerade einmal eine Motorleistung von 41 PS. Das maximale Drehmoment von 259 Nm liegt beim Smart Forfun² bei 1.600 U/min an. So ausgestattet, erreicht der Smart Forfun² eine Höchstgeschwindigkeit von 79 km/h.

Aber auch die Abmessungen haben es in sich. Reifen auf 26 Zoll großen Felgen mit einem Durchmesser von 1,40 Metern, eine Bodenfreiheit von 65 Zentimetern und eine Gesamthöhe von unglaublichen 3,70 Metern sind echte Kennziffern für den normalerweise kleinen Smart.


Ziel bei der Entwicklung des Smart Forfun² war eine bestmögliche Geländegängigkeit. Um im Gelände gut voranzukommen, bietet die Plattform des 406 an sich schon die besten Voraussetzungen. Zusätzlich wird der Offroad-Charakter an den üppig dimensionierten Rädern und am Sicherheitskäfig aus Aluminiumrohren deutlich. Um im freien Gelände noch weitaus besser voranzukommen, baute Stefan Attart neben speziellen Stoßdämpfern zusätzlich eine manuell steuerbare Luftfederung ein. Bei extremem Gefälle kann der Fahrer so gezielt auf die einzelnen Federn des Fahrzeugs Einfluss nehmen.

Alles in allem stellt der Smart Forfun² ein Auto dar, an dem sich die Geister scheiden - oder die Jungs von den Männern. Zwei Fahrzeuge, die in ihrem jeweiligen Umfeld ein konsequentes Fahrzeugkonzept darstellen und dabei einzigartig blieben. Wahrscheinlich ist es mit dem Smart Forfun² genauso wie mit dem richtigen Smart Fortwo: Den einen ist das Konzept zu radikal, die anderen lieben ihn und dazwischen gibt es nicht viel. Aber sich von der breiten Masse zu unterscheiden, ist wahrscheinlich die beste Voraussetzung, um Kultstatus zu erreichen.

3 Kommentare > Kommentar schreiben

01.03.2008

01.03.2008

So als Einzelstück ist das schon geil! :D Ich finde nur, dass der Smart so "daraufgesetzt" aussieht. Also ob als er nicht wirklich zum Unterbau gehören würde. Da geht für mich ein bisschen der Witz verloren.

02.03.2008

[QUOTE][i]Original geschrieben von ///M3 Power [/i] [B]Ich finde nur, dass der Smart so "daraufgesetzt" aussieht. Also ob als er nicht wirklich zum Unterbau gehören würde. Da geht für mich ein bisschen der Witz verloren. [/B][/QUOTE] Was erwartes du denn? Versuch du mal ein Unimog Unterbau an einen Smart anzupassen. Ich find für die schwierige Aufgabe hat der Grieche das ganz gut hinbekommen. Auch wenn mir das Teil nicht gefällt. Auf jeden Fall bleibt die einfach Parkplatzfindung des Smarts erhalten. Sie hat sich nur halt etwas geändert. Jetzt wird auf statt zwischen den anderen Autos geparkt.


Jetzt bewerten

Zum Bewerten musst Du registriert und eingeloggt sein.

Weitere Smart-News
Finale Sonderauflage: Smart Fortwo Edition Red

Finale Sonderauflage: Smart Fortwo Edition Red

Bevor ab Frühjahr 2007 das Nachfolgemodell des Smart Fortwo erhältlich ist, wird zum Auslauf des aktuellen Fahrzeugs die „Edition Red“ als finales Sondermodell angeboten. Die sportliche Sonderauflage hält, …

Smart Fortwo EV: Elektrifizierter Stadtflitzer

Smart Fortwo EV: Elektrifizierter Stadtflitzer

Ab November 2006 wird der Smart Fortwo auch mit Elektroantrieb erhältlich sein. Im Rahmen eines Pilotprojekts in Großbritannien bietet man rund 100 smart Fortwo EV (Electric Vehicle) ausgewählten britischen …

Smart Roadster: Neuanfang in Sicht

Smart Roadster: Neuanfang in Sicht

Der Smart Roadster und das Roadster-Coupé - im Jahre 2005 von DaimlerChrysler aufgrund mangelnder Rentabilität eingestellt - könnten schon bald wieder unter anderem Namen und neuem Design auf die Straße …

Smart Fortwo Camouflage im Military-Look

Smart Fortwo Camouflage im Military-Look

Ganz im Gegensatz zur freien Natur gilt in der Großstadt das Prinzip: Je auffälliger, desto besser. Dort ist der Smart Fortwo zu Hause und bleibt als Sondermodell „Camouflage“ garantiert nicht unentdeckt. …

Puristische Roadster-Studie: Edag Showcar No. 8

Puristische Roadster-Studie: Edag Showcar No. 8

Der deutsche Autozulieferer Edag demonstriert mit seinem Showcar No. 8 auf Basis des Smart Roadsters, welches eigenständige und neue Produkt durch die reine Verwendung von Exterieurbauteilen entstehen kann. …

AUCH INTERESSANT
Alfa Romeo Driving Academy: Der Weg in den Grenzbereich

AUTO-SPECIAL

Alfa Romeo Driving Academy: Der Weg in den Grenzbereich

Das V6-Triebwerk erwacht zum Leben. Vor mir liegen 2,35 Kilometer Rennstrecke, während in der Boxengasse noch Ruhe herrscht. Die Alfa Romeo Giulia Quadrifoglio ist bereit: 520 PS, Hinterradantrieb, …


TOP ARTIKEL
Denza Z: 1.604 PS und 350 km/h aus China
Denza Z: 1.604 PS und 350 km/h aus China
BMW X5 2027: Der große Check - Alle Daten und Preise
BMW X5 2027: Der große Check - Alle Daten und …
Traumstraße Amalfitana: Die besten Hotspots der Amalfiküste
Traumstraße Amalfitana: Die besten Hotspots der …
News-Abo
Jeden Morgen kostenlos per E-Mail:
Aktuelle Artikel
BMW 3er 2027: Der Blick hinter die Kulissen
BMW 3er 2027: Der Blick hinter die Kulissen
Bridgestone Blizzak 6: Wenn der Winter wieder ernst macht
Bridgestone Blizzak 6: Wenn der Winter wieder …
Chery Batterie: 24 Stunden im Salzwasser - hält der Akku?
Chery Batterie: 24 Stunden im Salzwasser - hält …
Alfa Romeo Driving Academy: Der Weg in den Grenzbereich
Alfa Romeo Driving Academy: Der Weg in den …
Denza Z: 1.604 PS und 350 km/h aus China
Denza Z: 1.604 PS und 350 km/h aus China


Speed Heads - Sportwagen- und Auto-Magazin

Das Auto und Sportwagen Magazin mit täglich aktualisierten Auto News, Motorsport News, Auto Tests, Sportwagen Berichten und der streng geheimen Auto Zukunft. Speed Heads ist die Community für echte Auto-Fans und informiert im Sportwagen Magazin über Neuigkeiten aus der Welt der schnellen Autos.

  • emotiondrive Logo
  • Motorsport Total Logo