Smart Forspeed: Kein Dach, minimale Scheiben - aber Fahrspaß pur

, 07.03.2011


Riesigen Fahrspaß im coolen Design soll der Smart Forspeed bieten. Der Zweisitzer verzichtet auf Dach und Seitenscheiben und besitzt statt einer Frontscheibe einen flachen Windabweiser im Stil klassischer Propellerflugzeuge. Resultat ist ein unvergleichliches Frischluftvergnügen. Garant für Fahrspaß ist ebenso der antrittsstarke, weiterentwickelte Elektroantrieb mit Boost-Funktion. Leider (noch) eine Studie.


Unkonventionelles Exterieur auf Diät

Ausgesprochen auffällig stellt sich das Design der Front- und Heckscheinwerfer dar. Die äußeren Ringe sind mit Hilfe einer Vielzahl von stabförmigen LED beleuchtet, die Mitte der Scheinwerfer ist hingegen in Weiß gehalten. Die Blinker scheinen pfeilförmig nach außen zu drängen - wie Tropfen auf der Cockpitscheibe beim Start eines Flugzeugs.

In den Stoßfängern vorne und hinten dienen zahlreiche wabenförmige Löcher als Lufteinlässe und ergeben einen interessanten optischen Verlauf. Zugleich lässt dieses Muster den Forspeed besonders breit wirken und dadurch satt auf der Straße stehen. Passend zum dynamischen Auftritt kommen vorne Reifen der Dimension 205/35 R 18 zum Einsatz. Auf der angetriebenen Hinterachse besitzen die Gummis für vollen Grip das Format 235/30 R 18.

Mit seiner Karosserie aus glasfaserverstärktem Kunststoff hält der Smart Forspeed Diät und fördert damit über das niedrigere Leistungsgewicht den Fahrspaß. Runde und gespannte Formen, der bewusste Verzicht auf Fugen (beispielsweise beim einteiligen Frontmodul), glatte, grifflose Oberflächen an Türen und Heckdeckel sowie ein in vielen Details an den Flugzeugbau angelehntes Design senken den Luftwiderstand.

Die moderne LED-Lichttechnologie ist ein Beitrag zur aktiven Sicherheit. Hinzu kommt eine intelligente Steuerung: Tagsüber wird automatisch das Tagfahrlicht aktiviert. Das Citylight-System erkennt jedoch, wenn der Forspeed-Fahrer die Nacht zum Tage macht: Dämmerungssensoren überwachen die Helligkeit und erteilen gegebenenfalls das Kommando, automatisch in den Abblendlichtmodus zu schalten.

Der Elektroantrieb mit Extra-Boost

Seit Ende 2009 wird mit dem Smart Fortwo Electric Drive bereits die zweite Generation eines elektrisch angetriebenen Smarts an Kunden ausgeliefert. Mit seinen Verbesserungen bei Fahrleistungen und Lademanagement gibt das Konzeptfahrzeug einen Ausblick auf die Leistungsfähigkeit künftiger Generationen des Elektro-Smarts.

 

Der Smart Forspeed beschleunigt von 0 auf 60 km/h in nur 5,5 Sekunden und ist bis zu 120 km/h schnell - ideal für ein flottes Vorankommen in der Stadt und im urbanen Umland. Im Heck des Smart Forspeed arbeitet ein 30 kW / 41 PS starker Permanentmagnetmotor, der konzeptbedingt bereits aus dem Stand kraftvoll antritt. Mit Hilfe einer Taste in der Mittelkonsole lässt sich eine Boost-Funktion aktivieren. Dann stehen kurzzeitig 5 kW / 7 PS mehr Leistung zur Verfügung - optimal beispielsweise für Überholvorgänge auf der Stadtautobahn.


Die Kraft für den Elektroantrieb liefert im Smart Forspeed eine Lithium-Ionen-Batterie mit 16,5 kWh elektrischer Energie, die der Besitzer einfach an einer konventionellen 220-Volt-Steckdose aufladen kann. Die Ladevorrichtung sitzt in der dritten Bremsleuchte hinter dem Smart-Logo und lässt sich dank Push/Push-Mechanik mit einem Fingertipp öffnen. Eine Batterieladung genügt für 135 Kilometer Fahrspaß. Die Schnellladung von 0 auf 80 Prozent benötigt nur 45 Minuten.

Eine weitere, pfiffige Lademöglichkeit platzierten die Entwickler des Smart Forspeed auf dem Windabweiser: Photovoltaikzellen speisen Solarstrom in das Bordnetz ein und verlängern so beispielsweise die Batterielaufzeit des Smartphones.

Puristische Sportlichkeit im Innenraum

Exterieur und Interieur sind beim Smart Forspeed als formale Einheit gestaltet. Das zeigt sich in vielen Details: So fließt die Tridion-Sicherheitszelle von außen kommend hinter den Überrollbügeln nach vorne bis zum Cockpit und bildet als tragendes Teil den Mitteltunnel. Türaußen- und -innenblatt gehen nahtlos ineinander über und bilden ebenso ein Bauteil wie Boden und Seitenwände. Auch die Ledersitze führten die Macher in One-Shell-Bauweise aus. Der Lufteinlass im Windabweiser endet im zentralen Ausströmer in der Mittelkonsole und sorgt auf Wunsch für noch mehr Frischluftgefühl im Innenraum.

Farblich dominiert das hochglänzende Weiß der Außenlackierung ebenfalls im Innenraum. Akzentuiert wird das Weiß von grünen Elementen wie den sportlichen 4-Punkt-Gurten für Fahrer und Beifahrer oder der großen Querspange unter dem Cockpit, die als Ablage dient. Alle Bedienelemente, mit denen der Fahrer häufig in direkten Kontakt kommt wie Schalthebel, Türöffner oder Lenkrad sind in braunem Naturleder gefasst.

Die tragenden Konstruktionsteile wie die Tridion-Sicherheitszelle oder die Spangen auf den Instrumentenhutzen hingegen hielt Smart in mattem Platinsilber, während die Funktionselemente wie die Schalter im Lenkrad und der Schalthebel in „Silver Shadow“ lackiert sind.

 

Konsequent verzichtete Smart beim offenen Zweisitzer auf einen äußeren Türgriff - ein Griff in den Innenraum zum Öffner genügt. Einfach, aber funktionell gestaltet ist ebenso das Bedienelement für die elektrische Feststellbremse: Der auf dem Mitteltunnel sitzende Schalter erinnert optisch an jenen Hebel, mit dem sich in Flugzeugen das Fahrwerk einfahren lässt.


In der Mitte des Instrumententrägers befindet sich ein Block mit 10 LED. Wird der Smart Forspeed gestartet, scheinen die LED durch den transluzenten Lack hindurch und zeigen den Ladezustand der Batterien an. In ausgeschaltetem Zustand ist von der Ladeanzeige hingegen bis auf die Kontur nichts zu erkennen.

Wetterfest dank Persenning und Beschichtung

Der gesamte Innenraum lässt sich bei Bedarf gegen Regen und Sonneneinstrahlung schützen. Dafür besitzt der Smart Forspeed eine Persenning, die sich über das Interieur spannen und mit angenähten Riemen an der Karosserie anbringen lässt. Mit Hilfe eines Reißverschlusses kann man die Persenning mittig teilen und gibt so beispielsweise nur den Fahrerplatz frei.

Doch auch ohne Wetterschutz führt ein Platzregen nicht zu ernsten Problemen. Wasserablaufkanäle im Fahrzeugboden sorgen dafür, dass das Wasser geführt abfließen kann. In den Sitzflächen befinden sich darüber hinaus Wasserablaufkanäle. Für wetterunabhängigen Fahrspaß wurde die komplette Innenausstattung ferner wasserdicht beschichtet.

Kommunikationszentrale Smartphone

Die puristische Sportlichkeit wird im Innenraum mit einer weiteren Reminiszenz an den klassischen Flugzeugbau kombiniert: Fahrer und Copilot nehmen Platz vor zwei runden, turbinenähnlichen „Cockpits“. Während der Fahrer den Tacho fest im Blick hat, ist der Beifahrer für Kommunikation und Navigation zuständig: In seinem Cockpit ist ein Smartphone untergebracht, das sich in einer Halterung um bis zu 90 Grad drehen und zum Fahrer schwenken lässt, damit dieser beispielsweise einen Blick auf die Anzeige des Navigationssystems werfen kann.

Die „Smart Drive App for the iPhone“ besticht wie in den Serienmodellen von Smart mit allen wichtigen Features, die während einer Fahrt gebraucht werden: Telefonieren über die Freisprechanlage, Navigation mit eigenem „Smart Touch“ sowie ein „Car Finder“, der den Weg zum geparkten Auto weist.

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