Smart Fortwo Electric Drive: Die zweite Generation des kleinen E-Flitzers

, 23.08.2009

Mit dem neuen Smart Fortwo Electric Drive der zweiten Generation, der ab Mitte November 2009 vom Band läuft, folgt die Marke konsequent einem sehr anspruchsvollen Ziel: Die Produktion eines ausgereiften, attraktiven Stadtwagens, der lokal keinerlei Abgase freisetzt. Der neue Smart Fortwo Electric Drive wird zunächst in Berlin und anderen Metropolen Europas und in den USA an Kunden verleast, die den umweltfreundlichen Trendsetter unter rauen Alltagsbedingungen einem intensiven Praxistest unterziehen sollen. Ab 2012 wird der kleine Elektro-Flitzer für jeden Interessenten verfügbar sein.


Bereits in den Anfangsüberlegungen war der elektrische Antrieb Teil des Smart-Konzeptes. Die spätere Integration der für den elektrischen Antrieb notwendigen Komponenten durchdachten die Macher bereits frühzeitig. So findet beispielsweise die Batterie im Unterboden zwischen den Achsen ihren Platz - bei anderen Smart-Modellen befindet sich dort der Tank. Der Elektroantrieb ist mit keinerlei räumlichen Einschränkungen verbunden. So sind der Innen- und der Kofferraum genauso groß wie bei einem Smart Fortwo mit Verbrennungsmotor.

Kraftvoller Antrieb mit Elektrizität

Im Heck des neuen Smart Fortwo Electric Drive arbeitet ein 30 kW starker Permanentmagnetmotor (umgerechnet 41 PS), der direkt und ohne Verzögerung reagiert. Bereits aus dem Stand stellt der Antrieb ein kraftvolles Drehmoment von 120 Nm zur Verfügung. Der Smart Fortwo Electric Drive beschleunigt von 0 auf 60 km/h in 6,5 Sekunden - ebenso schnell wie ein Benziner, den er aus dem Stand heraus zunächst einmal hinter sich lässt. Die Höchstgeschwindigkeit ist bewusst und stadtgerecht auf 100 km/h begrenzt.


Aufgrund der Leistungscharakteristik des Elektromotors kommt der Smart Fortwo Electric Drive mit einer einzigen festen Getriebeübersetzung aus. Schalten ist somit überflüssig - ein großer Vorteil im dichten Stadtverkehr. Zum Rückwärtsfahren ändert sich die Drehrichtung des Motors.

Die Kraft liefert im neuen Smart Fortwo Electric Drive der zweiten Generation eine Lithium-Ionen-Batterie von Tesla Motor mit 14 kWh Kapazität, die sich überall ganz einfach an einer entsprechend abgesicherten 220-Volt-Steckdose aufladen lässt. Eine Batterieladung genügt für bis zu 115 Kilometer und ist somit für den Stadtverkehr mehr als ausreichend. Untersuchungen ergaben in Ballungsräumen eine Fahrstrecke von durchschnittlich 30 bis 40 Kilometern pro Tag. Hierfür dauert der Ladevorgang nur drei Stunden. Eine Nacht am Stromnetz reicht in jedem Fall aus, um die Batterie wieder vollständig zu laden.

Elektronik optimiert Batteriezustand und Stromverbrauch

Eine spezielle Elektronik steuert den Ladevorgang und die Kapazitätsanzeige. Die Leistungselektronik versorgt über einen DC/DC-Wandler das Bordnetz mit elektrischem Strom aus der Batterie und regelt ebenso die Heizung und die Klimaanlage, um die Batterie so wenig wie möglich damit zu belasten. Clevere Fahrer können ihren Smart Fortwo Electric Drive einfach vorklimatisieren, solange das Fahrzeug zu Hause noch aufgeladen wird.

 

Basis für den neuen Smart Fortwo Electric Drive ist das Smart Fortwo Coupé bzw. Cabrio Passion. Diese Ausstattungslinie umfasst neben der Klimaanlage mit automatischer Temperaturregelung und Vorklimatisierung alles, was die beliebte Passion-Line auch sonst bietet. Neben der Batterieanzeige informiert ein Amperemeter über den Verbrauch und die durch Rekuperation zurückgewonnene Energie an.


Sehr geringe Kosten

Der Smart Fortwo Electric Drive verursacht pro 100 Kilometer bei deutschen Strompreisen etwa zwei Euro Betriebskosten (mit Nachtstrom noch günstiger). Dafür sind nicht einmal zwei Liter Benzin zu haben. Auch in vielen Ländern ist elektrische Energie deutlich billiger. Die Wartungskosten fallen ebenfalls deutlich niedriger aus als bei einem Smart mit Verbrennungsmotor, da Batterie, Motor und die weiteren antriebselektrischen Komponenten wartungsfrei sind.

Zu den geringen Betriebskosten kommen in vielen Ländern und Metropolen
weitere Kostenvorteile. Etwa durch nationale Förderungen, Steuervorteile oder Erlassen von lokalen Mautgebühren wie in London, wo Fahrer eines Smart Fortwo Electric Drive die teure „Congestion Charge“ für die Innenstadt nicht bezahlen müssen.


Smart Fortwo Electric Drive in wichtigen Metropolen

Emissionsfreies Fahren unter den harten Alltagsbedingungen des Großstadtverkehrs begann Smart bereits 2007 in London. Seither befinden sich dort 100 Smart Fortwo Electric Drive der ersten Generation im realitätsnahen Kundenbetrieb.

Ab Ende 2009 wird der Smart Fortwo Electric Drive an ausgewählte Leasingkunden ausgeliefert. Die Leasingdauer beträgt vier Jahre und 60.000 Kilometer. Die ersten Fahrzeuge sind für das Projekt „e-mobility Berlin“ vorgesehen. Hier schafft die Daimler AG in Zusammenarbeit mit RWE und mit Unterstützung der Bundesregierung und der Stadt Berlin derzeit die Bedingungen für lokal emissionsfreies Fahren mit batterieelektrischen Antrieben. Dazu zählt der Aufbau von Strom-Ladestationen, die eine intelligente Kommunikation zwischen Elektro-Fahrzeug und Stromnetz automatisch ermöglichen, so dass die Batterie aufgeladen werden kann, wenn der Strom am günstigsten ist.

Weitere Fahrzeuge der neuen Generation des Smart Fortwo Electric Drive werden in Hamburg, Paris, Rom, Mailand und Pisa, außerdem in Madrid und bei weiteren Projekten in Europa eingesetzt. Ein Teil der Modelle gehen in die Metropolen der USA. Ab 2012 soll der Smart Fortwo Electric Drive als normaler Bestandteil des Smart-Angebotes in großen Stückzahlen produziert und über das smart Händlernetz vermarktet werden.

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23.08.2009

Der Smart ist eindeutig eines der Fahrzeuge, die sich vom Konzept her am Besten für einen Elektroantrieb eignen. Daher geht die Entwicklung hier in die richtige Richtung. Die Reichweite, falls sie im Alltagsbetrieb nicht wieder zu sehr abweicht, dürfte wirklich den meisten Leuten reichen. Das Aufladen dürfte in den Großstädten schwierig werden. Aufladestationen wird es nicht vor jedem Mehrfamilienhaus geben und nicht jeder besitz eine eigene Garage. Und ich glaube nicht, dass es den Leuten gefallen wird, wenn überall Stromkabel von Balkonen hängen und auf Bürgersteigen liegen.


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