Tesla Model S: Amerikaner elektrisieren die Familie

, 01.04.2009

Jetzt legt Tesla, Hersteller von Elektrofahrzeugen, richtig los: Mit dem rein elektrischen Model S wollen die Amerikaner Ende voraussichtlich 2011 die neue Limousine in Großserie produzieren. Das dynamisch anmutende, emissionsfreie Automobil soll in den USA ab 57.400 US-Dollar kosten (aktuell umgerechnet rund 43.190 Euro). In den USA verringert sich der Preis sogar auf 49.900 Euro (derzeit ca. 37.510 Euro), da es seitens der Regierung einen Steuerbonus von 7.500 US-Dollar für Elektrofahrzeuge gibt.


Im Vergleich zum Tesla Roadster, der in den USA 101.500 US-Dollar kostet und abzüglich der Steuererleichterung in Höhe von 7.500 US-Dollar nur noch 94.000 US-Dollar (momentan ca. 70.700 Euro), stellt das neue Model S ein echtes Schnäppchen für Familien dar. Darüber hinaus beweist sich das Tesla Model S durch die Kapazität von 7 Passagieren - zwei davon auf ausklappbaren Sitzen - und einer Reichweite von bis zu 300 Meilen (ca. 480 Kilometer).

Die Ladezeit der Batterie beträgt laut Tesla nur 45 Minuten an einer 480-Volt-Steckdose. Möglich ist das Aufladen auch an jeder 120- und 240-Volt-Steckdose. So lässt sich beispielsweise beim Stop an einer Raststätte, sofern eine Steckdose vorhanden ist, beim Essen das Auto aufladen. Durch das immer stärkere, ökologische Denken und das wachsende Interesse an Elektrofahrzeugen prägen vermutlich in absehbarer Zeit entsprechende Ladestationen das Bild an Raststätten, Tankstellen etc.


Die Elektro-Power sorgt für mächtig Vorschub: In der Standard-Version des Model S sprintet die Limousine in 5,6 Sekunden aus dem Stand auf 60 mph (96,56 km/h) und beendet seinen Vortrieb bei einer elektronisch begrenzten Höchstgeschwindigkeit von 130 mph, also 209 km/h. Die geplante Sport-Version soll sogar in weniger als 5 Sekunden die 60-mph-Marke erreichen.

Optisch erinnert die schnittige Elektro-Limousine vorne an einen Aston Martin. Eine coupé-hafte Dachlinie endet als Schrägheck - in der Seitenansicht eine wahrlich sportliche Anmutung. Das Heck besticht derweil durch ebenso flüssige Linien, eine in die Heckklappe integrierte Spoilerlippe und einen Diffusor. Optional steht ein riesiges Panoramadach zur Verfügung.

 

Neben der ökologischen Vernunft betont Tesla die geringen Kosten für den laufenden Betrieb. Als reines Elektrofahrzeug ist das Model S beim Fahren zweifelsfrei umweltfreundlich. Es entfallen die Ölwechsel und es fallen weniger Verschleißteile als bei einem Benziner oder Diesel an. Tesla verlautbart, dass das Modell S in den USA nur ca. 5 US-Dollar auf 230 Meilen kostet, das entspricht derzeit etwa 3,76 Euro auf 370 Kilometern bzw. 0,01 Euro pro Kilometer. Im Vergleich zu einem Benziner oder Diesel ist das tatsächlich äußerst günstig.


Die Lithium-Ionen-Batterie soll mindestens 7 Jahre halten, aber der Austausch wird dann teuer. Die Ersatzbatterie für den Tesla Roadster kostet in den USA beispielsweise 12.000 US-Dollar, was momentan ca. 9.042 Euro entspricht. Die Elektroeinheit selbst befindet sich platzsparend am Boden des Fahrzeugs und soll sich leicht entnehmen lassen, z. B. für das in Israel angelaufene Prinzip, bei dem man seine leere Batterie abgibt und dafür direkt einen voll aufgeladenen Akku erhält.

Alltagstauglichkeit beweist der Tesla Model S durch einen großen Innenraum. Durch die Platzierung der Batterie unter dem Fahrzeugboden gibt es zusätzlich zum herkömmlichen Kofferraum weiteres Gepäckvolumen unter der Fronthaube. Klappt man die Rücksitzbank noch um, sollen sich gleichzeitig ein 50-Zoll-Fernseher, ein Mountainbike und sogar ein Surfbrett transportieren lassen.


Im Interieur besitzt der Tesla Moedl S ein 17 Zoll großes Touchscreen-Display mit 3G-Verbindung, so dass die Passagiere beispielsweise im Internet surfen, Online-Radio hören oder bei Google Maps nach Straßenkarten und interessanten Locations gucken können. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, per Notebook oder iPhone den aktuellen Ladezustand der Batterien abzurufen.

4 Kommentare > Kommentar schreiben

01.04.2009

Im Vergleich zum Tesla Roadster sieht das Model S richtig gut aus. Die Karosserieform und das Heck erinnern mich sehr an den Jaguar XF und bei der Front sehe ich Parallelen zu den alten Fisker Modellen auf Mercedes und BMW Basis. Ingesamt aber ein gelungenes Auto, dessen Technik hoffentlich hält, was sie verspricht.

01.04.2009

Sieht wirklich klasse aus, damit könnte ich mich wohl auch anfreunden, wäre da nicht das ganz große ABER mit der unsicheren Lionen-Technik. Soweit ich weiß ist, wenn nur eine Zelle ausfällt, die ganze Stromversorgung hinüber.

04.04.2009

Ein wirklich sehr schönes Auto. Elegant, sportlich, Elektroantrieb. Schnell ist es auch noch.:applaus:

13.04.2009

Finde dass das Model S sehr gelungen ist.Wenn ich zur Premiere nur 18 wäre:evil: würde ich ihn mir vieleicht sogar bestellen aber naja hoffen wir mal das er entsteht


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