Toyota Hilux bei minus 56 Grad Celsius zum Südpol

, 29.12.2010


Wo andere Fahrzeuge an ihre Grenzen kommen, legt der Toyota Hilux erst richtig los. Erst fuhr der japanische Pickup als erstes Kraftfahrzeug zum Nordpol und eroberte dann den isländischen Vulkan Eyjafjallajökull. Jetzt meisterte der Hilux eine weitere außergewöhnliche Herausforderung mit Bravour: Er durchquerte die kälteste und lebensfeindlichste Region der Welt, die Antarktis, um zum Südpol zu gelangen.


Zwischen dem 10. November und dem 5. Dezember 2010 transportierten vier Toyota Hilux Expeditionsteilnehmer des Indian National Centre for Antarctic and Ocean Research (NCAOR) auf einer 4.600 Kilometer langen Rundreise von der Novo Air Base zum Südpol und sicher wieder zurück. Ziel der Reise waren Studien zur Zusammensetzung des Schnees, zu den Gletscherlandschaften und zum Gestein unterhalb des Eises.

Mit der Aussicht auf Temperaturen von bis zu minus 56 Grad Celsius sowie auf bis zu 3.400 Metern Höhe und die raueste Umgebung, die man sich vorstellen kann, wählte NCAOR für diese bemerkenswerte Expedition den Hilux. Die vier Toyota Hilux wurden durch die isländischen Toyota 4x4-Umbauspezialisten von Arctic Trucks auf die Expedition vorbereitet.

Zu den durch Arctic Trucks umgesetzten Modifikationen zählten der Aufbau eines Krans, der Einsatz von Jet 1A-Treibstoff mit zusätzlichen Schmierstoffen für die extreme Kälte, die Überarbeitung von Raufaufhängung und Antriebsstrang, ein zusätzliches Heizungssystem, Kriechgänge und die Auslegung auf extragroße Reifen mit einem Luftdruck von lediglich 2 Bar.

 

Der 3.0-Liter D-4D Dieselmotor absolvierte die gesamte Reise im Originalzustand und lieferte damit ein eindrucksvolles Beispiel für die Haltbarkeit und Zuverlässigkeit des Toyota Hilux. Für den Vortrieb sorgen 171 PS und 343 Nm, die zwischen 1.400 und 3.200 U/min anliegen. Wenn man es auf der Straße darauf anlegt, ist der Hilux mit dem Aggregat bis zu 170 km/h schnell.


In Anbetracht der extremen Bedingungen in der Antarktis hielt sich der durchschnittliche Kraftstoffverbrauch in Grenzen. Obwohl weniger effizienter Treibstoff Verwendung fand, das Fahrzeug rund um die Uhr betrieben wurde und ein zusätzliches Heizungssystem permanent eingeschaltet war, lag der Kraftstoffverbrauch um den Faktor 8 unterhalb des Verbrauchs von Kettenfahrzeugen.

Durch den minimalen Verbrauch ließen sich die Kraftstoffkosten, der Schadstoffausstoß und die mitgeführte Kraftstoffmenge erheblich reduzieren. Lediglich einen Tankstopp mussten die Abenteurer zwischendurch einlegen - rund 1.500 Kilometer vom Startpunkt der Expedition entfernt.

Die bei der Expedition eingesetzten Fahrzeuge kombinierten ein Leergewicht von 2,2 Tonnen mit einer Nutzlast von 1,5 Tonnen und drei Tonnen Anhängelast - eine unverzichtbare Eigenschaft für den Transport von Expeditionsausstattung, Ersatzteilen, Teilnehmern und 1.280 Litern Kraftstoff pro Fahrzeug. Außerdem wurde diese Expedition mit deutlich höherer Durchschnittsgeschwindigkeit gefahren als jede vergleichbare Expedition zuvor.

6 Kommentare > Kommentar schreiben

29.12.2010

Hilux finde ich großartig. DIe Aktion wäre doch was für Clarkson und Co. :D

29.12.2010

Hat der doch auch schon gebracht m,it dem Hilux

29.12.2010

Aber Nordpol ;)

29.12.2010

Is doch prinzipiell egal ... Er hat den Hilux am Pol gefahren

30.12.2010

Sehr interessant. Ich finde so etwas sehr faszinierend und teilnehmen würde ich auch mal gerne. Die Hilux sind ja mal der Hammer! Glückwunsch zu dem Erfolg. :applaus: Dass der Kraftstoffverbrauch doch so verhältnismäßig gering ausfiel lässt mich aber etwas grübeln.

31.12.2010

Die werden da kaum nen Verbrauch von 10 Litern oder mehr gehabt haben ...


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