Volvo geht an Geely - Ford verkauft Tochter an die Chinesen

, 27.12.2009

Die chinesischen Auto-Hersteller rüsten sich für den globalen Einstieg. Dazu wird die europäische Technologie zwecks Zeitersparnis kurzerhand gekauft, um auch die eigenen Modellreihen schnellstmöglich aufzurüsten. Der neueste Coup: Zhejiang Geely Holding Group Co. Ltd. (Geely), einer der größten privaten Autobauer Chinas, ist sich mit Ford über den Verkauf der schwedischen Traditionsmarke an die Chinesen einig.


Die fixe Vereinbarung zwischen Ford und Geely über den Verkauf von Volvo soll voraussichtlich im ersten Quartal 2010 erfolgen. Bis dahin wollen die beiden Vertragsparteien die letzten Streitfragen lösen. Der entgültige Verkauf der Ford-Tochter Volvo ist für das zweite Quartal 2010 anvisiert. Aktuell benötigt Geely noch die Genehmigung der chinesischen Regierung und Ford seitens Geely die Zusicherung der Finanzierung.

In den letzten Wochen führte Geely bereits konstruktive Gespräche mit dem Volvo-Management, Arbeitnehmervertretern und Regierungsvertretern in Schweden und Belgien, wo sich die Produktionsstätten von Volvo befinden. Geely ist es nach eigener Aussage wichtig, mit allen Beteiligten zusammenzuarbeiten, um die Transaktion im besten Interesse aller Parteien abzuschließen.

Bei einem Verkauf soll Volvo weiterhin seinen Status als Premium-Marke behalten und auch qualitativ sowie technologisch als solche auftreten. Volvo verzeichnet seit dem Eintritt auf dem schnell wachsenden chinesischen Markt ein steigendes Absatzwachstum.

Ford möchte sich mit dem Verkauf vollständig mit Eigentumsrechten an Volvo zurückziehen und nur noch bei bestimmten Projekten mit Geely kooperieren. Vor 10 Jahren kaufte Ford die schwedische Marke für 6,5 Milliarden US-Dollar. Für wie viel US-Dollar Volvo den Besitzer nun wechseln wird, gab keiner der Vertragsparteien offiziell bekannt. Es ist jedoch davon die Rede, dass Ford von Geely zwischen 1,8 und 2,0 Milliarden US-Dollar erhalten soll.

Mit der Beijing Automotive Industry Holdings Co. Ltd. (BAIC) war kürzlich ein weiterer chinesischer Automobil-Bauer auf technologischer Einkaufstour und erwarb von Saab Teile der Produktionsanlagen und die Eigentumsrechte am 9-5 und 9-3, um seinen Export vehement voranzutreiben. Hier soll der Verkaufspreis bei 200 Millionen US-Dollar gelegen haben.

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06.08.2010

Einig waren sie sich bereits letzes Jahr und jetzt ist es fix: Das Geld floss und Ford verkauft damit nun offiziell die schwedische Traditionsmarke Volvo zu 100 Prozent an die Chinesen. Käufer ist die Zhejiang Geely Holding Group Co. Ltd., meist bekannt als Geely, einer der am schnellsten wachsenden Automobilhersteller Chinas. Gemäß der Kaufvereinbarung vom 28. März 2010, erklärt sich Geely mit dem Kaufpreis von 1,8 Milliarden US-Dollar, inklusive einer Anleihe in Höhe von 200 Millionen US-Dollar für Volvo Cars, einverstanden. Geely bezahlte nun 1,3 Milliarden US-Dollar in bar sowie die Anleihe über 200 Millionen US-Dollar. Das Geld entstammt dem Eigenkapital des chinesischen Automobilherstellers sowie von chinesischen Banken und internationalen Finanzmärkten. Das finale Übereinkommen spiegelt Korrekturen hinsichtlich der Pensionszahlungen und des Firmenvermögens wider. Li Shufu, neuer Chairman of the Board der Volvo Car Corporation, sagte anlässlich der erfolgreichen Übernahme: „Dies ist ein historischer Tag für Geely. Wir sind außerordentlich stolz auf die Übernahme des berühmten schwedischen Premium-Herstellers. Die Volvo Kernwerte Sicherheit, Qualität, Umweltbewusstsein und modernes skandinavisches Design werden mit dem Ziel fortgeführt, die Stellung auf den Märkten Europas und Amerikas in Zukunft zu stärken. Darüber hinaus werden wir die Präsenz von Volvo in China und anderen Wachstumsmärkten ausbauen." Das Steuer in die Hand nimmt der Deutsche Stefan Jacoby, bislang CEO von Volkswagen Amerika, der nun Präsident und CEO von Volvo Cars ist.Der neu zusammengesetzte Aufsichtsrat wird vom Chairman der Geely Holding Group, Li Shufu, geleitet. Neuer Vice-Chairman des Volvo-Aufsichtsrates wird Hans-Olov Olsson, der bereits für Volvo als Präsident und CEO sowie für Ford als Chief Marketing Officer tätig war. Unter den neuen Eigentümern wird Volvo seinen schwedischen Stammsitz sowie die Produktionsstätten in Schweden und Belgien fortführen. Das Volvo-Management besitzt innerhalb der strategischen Weichenstellung des Aufsichtsrates exekutive Autonomie. Gemäß der Vereinbarung mit Geely, werden Volvo und Ford ihre effektive Kooperation in den Bereichen Bauteile und Zulieferung fortsetzen. Die Gründung der Zhejiang Geely Holding Group Co. Ltd. mit Stammsitz in Hangzhou (China) erfolgte 1986. Die Zhejiang Geely Holding Group und ihre Tochterfirmen bedienen alle Bereiche der automobilen Wertschöpfungskette von Forschung und Entwicklung über Design und Produktion bis zu Verkauf und Service. Das Unternehmen ist ein vollintegrierter, unabhängiger Hersteller, der Fahrzeuge, Motoren und Getriebe produziert.


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