VW Bus T5: Neue DNA für eine automobile Weltanschauung

, 24.08.2009

California, Caravelle, Multivan und Transporter - das sind die vier Grundversionen des millionenfach gebauten Weltbestsellers, dem VW Bus. Für die Fangemeinde - Familien, Geschäftsleute, Dienstleister, Handwerker, und Globetrotter - sind diese Multitalente eine automobile Weltanschauung. Ab Mitte Oktober 2009 startet das Facelift des VW Bus - intern T5 genannt - durch. Die weitreichend perfektionierte Neuauflage ist sparsamer, emissionsärmer, komfortabler und erhält die neue Design-DNA von Volkswagen.


Multivan und Co. mit neuer Frontpartie

Optisch gibt sich der Neue unter anderem an ihrer komplett modifizierten Frontpartie zu erkennen. Klare, horizontale Linien lassen die Baureihe hochwertiger und zeitloser wirken. Stets in Schwarz gehalten sind die Querspangen des Kühlergrillschutzgitters. Beim Transporter (Kastenwagen, Kombi, Pritschenwagen), Caravelle Trendline und California Beach hielt VW die Gitter in Matt Schwarz.

Caravelle Comfortline, Multivan (Freizeit- und Business-Van) und California Comfortline (Reisemobil) weisen derweil hochglänzend schwarze Querspangen mit je einem Chromstreifen auf. Der obere dieser Streifen wird dabei optisch bis in den neu gestalteten Scheinwerfer verlängert.


Die ebenfalls neu entworfenen Nebelscheinwerfer im Stoßfänger dienen erstmals parallel als statisches Abbiegelicht. Der Heckbereich des Caravelle, Multivan und California differenziert sich vom Vorgänger über neue, nun ebenfalls mit der aktuellen Design-DNA korrespondierende Rückleuchten.

In der Silhouette kennzeichnen die aktuellen Modelle - je nach Ausstattung - neue 17- und 18-Zoll-Leichtmetallfelgen und aerodynamisch geschliffene Außenspiegel, die erstmals das komplette Antennensystem aufnehmen. Weiterhin verfügt der Multivan Comfortline jetzt über 16-Zoll-Leichtmetallfelgen, der Multivan Highline glänzt jetzt mit neuen 17-Zoll-Leichtmetallfelgen und Chromzierleisten an Seiten und Heck.

Vier neue Common-Rail-TDI und Doppelkupplungsgetriebe

Aufgrund der neuen Vierzylinder-Dieselmotoren mit Common-Rail-Einspritzung definiert die Baureihe ökonomisch wie ökologisch neue Bestwerte. Angeboten wird der 2,0 Liter große TDI mit 84 PS, 102 PS, 140 PS und 180 PS. Bis zur Leistungsstufe von 140 PS sorgt jeweils ein Turbolader mit variabler Turbinen-Geometrie für Schub, in der 180-PS-Topversion kommt eine zweistufig geregelte Aufladung via Bi-Turbolader zum Einsatz. Übernommen wurde derweil der 115-PS-Benziner, der jetzt die EU5-Abgasnorm erfüllt.

 

Am größten ist der Verbrauchsvorteil bei dem 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe (DSG): Im Vergleich zum Vorgänger mit 6-Gang-Automatik sinkt der Verbrauch in der 180-PS-Version um bis zu 1,9 Liter. Im Schnitt der Gesamtrange konnte VW die CO2-Emissionen und Verbrauchswerte gegenüber den Vorgängern um 10 Prozent senken. Für die manuell geschalteten Varianten mit Frontantrieb reicht das Verbrauchs- und CO2-Spektrum von 7,2 Litern bzw. 190 g/km CO2 (84 PS und 102 PS) bis 7,5 Liter bzw. 197 g/km CO2 (180 PS) - das sind bis zu 0,9 Liter weniger als zuvor.


Alle vier Diesel-Motoren zeigen ein agiles Ansprechverhalten bereits knapp über der Leerlaufdrehzahl: Schon der kleinste TDI mit 84 PS entwickelt ab 1.250 U/min ein Drehmomentmaximum von 220 Nm. In der 102-PS-Variante sind es 250 Nm ab 1.500 U/min, der 140-PS-TDI bringt es ab 1.750 U/min auf starke 340 Nm und der 180-PS-TDI stemmt ab 1.500 U/min souveräne 400 Nm auf die Kurbelwelle. Selbstverständlich ist stets ein Partikelfilter an Bord.

Interieur schlägt Brücke zum Pkw-Bereich

Das Interieur der Baureihe überarbeitete Volkswagen ebenfalls. Die neu gestalteten Instrumente sind jetzt weiß hinterleuchtet und mit einem Chromrand versehen. Serienmäßig verfügt jedes Modell der neuen Generation über eine Schaltempfehlung. Gleichzeitig aktualisierten die Macher das gesamte Spektrum der Radio- und Navigationssysteme. Neues Topgerät ist das „RNS 510“ mit Touchscreen und Festplattennavigation.


Akustische Konzertsaal-Qualität liefert ein optional erhältliches Dynaudio-Soundsystem. Die perfekte Anbindung von MP3-Playern etc. ermöglicht die USB-Schnittstelle „Media-IN“. Neu an Bord befinden sich die Bedienfelder der halb- und voll-automatischen Klimaanlagen sowie die Dreispeichen-Lenkräder. Die Transporter lassen sich ferner mit einer neu konzipierten Zweier-Beifahrersitzbank und hier integriertem ausklappbarem Ablagefach ordern.

Erweitert wurde zudem in vielen Versionen die Serienausstattung. Deutlich aufgewertet präsentiert sich der Multivan Startline: Unter anderem zeichnet sich die Grundversion gegenüber dem Vorgänger jetzt im Interieur durch einen vollständig verkleideten Innenraum, Seiten- und Kopfairbags für Fahrer- und Beifahrer aus. Die serienmäßig lackierten Stoßfänger unterstreichen im Exterieur die Zugehörigkeit zur Multivan-Familie.

Neue Assistenzsysteme und Erweiterung der Serienausstattung

Auf technischer Seite gibt es fortan einen Spurwechselassistenten (Side Assist), der den Fahrer über ein LED-System in den Außenspiegeln vor Fahrzeugen im toten Winkel warnt. Ebenfalls neu ist eine Reifenkontrollanzeige (RKA), die permanent die Umdrehungsgeschwindigkeit der Räder analysiert; durch den Vergleich der Geschwindigkeiten erkennt das System, wenn der Druck in den Reifen abfallen sollte.

3 Kommentare > Kommentar schreiben

30.08.2009

Das FL ist etwas gewöhnungsbedürftig... aber die Technik ist dafür z.T. grundlegend verbessert worden und "unsere"Wünsche sind z.T erhört worden. Geandert wurden endlich die Vorderachse und der Umstieg auf den neuen CAN Bus Fahren werde ich Ihn in jedem Fall - und abwägen ob es mein nächster ist.

24.08.2009

Der T5 is schon nen schickes Teil. Besonders als Zugfahrzeug. Hat sich gut gemacht bei uns als Zugmaschine für den Hänger bei unseren Renneinsätzen mit unseren Fahrzeugen. Und war auch ne gute Unterkunft für eine Nacht. Das Facelift kommt sehr spät. Bei anderen Fahrzeugtypen wär schon längst ein Nachfolgemodell rausgekommen. Optisch hat sich nicht viel getan am T5. Das neue VW Gesicht steht ihm ganz gut.

24.08.2009

Mir gefällt diese Optik nicht. Man sollte dieses Design nicht auf jedes Fahrzeug übertragen. Die Scheinwerfer passen einfach nicht zum T5 und fügen sich nicht richtig in die Gesamtoptik ein. Die positiven Veränderungen im Innenraum und bei der Technik kann man loben, aber das Äußere trifft nicht meinen Geschmack. Da hätte man die Chance nutzen und in eine andere Richtung gehen können.


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