Audi A3 Sportback 2.0 TDI quattro Test: Der Schuss Dynamik für Familien

, 25.02.2013


Der neue Audi A3 8V traf voll ins Schwarze: ein schicker Premium-Kompakter, der obendrein mit seiner Dynamik und guten Straßenlage echten Fahrspaß bietet. Doch junge Familien nahmen Abstand; denn bislang war der neue A3 nur als Dreitüter erhältlich. Jetzt folgt der fünftürige Sportback mit dem wichtigen Plus an Raum und einigen neuen Features. Wir testeten bereits den Audi A3 Sportback 2.0 TDI quattro mit 184 PS, Allradantrieb und der 6-Gang-S-Tronic, der in dieser starken und ebenso effizienten Kombination ab dem 2. Quartal 2013 auf den Markt kommen soll. Nach unserem Audi A3 quattro Test ist klar: Der dürfte nicht nur Familien interessieren.

Die nackten Zahlen des stärksten Diesel-Aggregates der A3-Baureihe vorweg: Der 2.0 TDI bietet neben 184 PS Leistung ein maximales Drehmoment von 380 Nm, das von 1.750 bis 3.000 U/min anliegt. In Kombination mit dem Allradantrieb und der 6-Gang-S-Tronic, einem Doppelkupplungsgetriebe, spurtet der Audi A3 Sportback in dieser Kombination in 7,1 Sekunden von 0 auf 100 km/h und erzielt eine Höchstgeschwindigkeit von 228 km/h.

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Dieser Turbo-Diesel und der Allradantrieb schreien geradezu danach, nicht nur in der Stadt bewegt zu werden, sondern auch auf den nicht enden wollenden Serpentinen der französischen Seealpen, wie zum Beispiel auf dem Col de Turini oder dem Col de Braus. Insbesondere dank des hohen Drehmomentes steht jederzeit von unten heraus mächtig Kraft zur Verfügung, die der Audi A3 Sportback 2.0 TDI quattro mit einer leidenschaftlichen Gier nach Kurven zeigt. Jederzeit weiß das Triebwerk mit genug Kraft zu überzeugen, um locker überholen zu können. Spätestens jetzt sollten Diesel-Verweigerer ihre Meinung ändern.

Der permanente Allradantrieb quattro nutzt eine neu entwickelte, elektronisch gesteuerte Lamellenkupplung, die binnen weniger Millisekunden die im normalen Fahrbetrieb stärker vorne anliegenden Motorkräfte an die hintere Achse schicken kann, um die Traktion zu erhöhen. Spürbar besser als der Frontantrieb beschleunigt der Allradler aus Kurven heraus und weiß zudem insbesondere in diesem Revier mit einer erstklassigen Kurven- und Fahrstabilität zu überzeugen. Den quattro-Antrieb lernten wir vor allen Dingen auf den wechselnd trockenen und feuchten Fahrbahnverhältnissen zu schätzen.

Ausgestattet ist unser Testwagen mit dem Dynamikfahrwerk, das die Unebenheiten der Passstraßen bestens schluckt und für echten Komfort sorgt. Alternativ erhältlich ist ein Sportfahrwerk mit einer Tieferlegung um 15 Millimeter, beim „S line“-Sportpaket sind es sogar 25 Millimeter. Letzteres mag optisch besser aussehen, aber das Fahrwerk ist ziemlich straff. Doch auch das Dynamikfahrwerk kommt den agilen Eigenschaften des Sportfahrwerkes relativ nahe und liefert darüber hinaus den passenden Komfort.

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Mit dem in der Ausstattungslinie „Ambition“ serienmäßig enthaltenen Fahrdynamiksystem „Audi Drive Select“ lässt sich der Fahrspaß zusätzlich steigern. Per Tastendruck kann der Fahrer bei „Audi Drive Select“ entscheiden, ob die Systeme des Audi A3 Sportback im Modus „Comfort“, „Auto“, „Dynamic“, „Individual“ oder „Efficiency“ arbeiten sollen. Auf der „Efficiency“-Betriebsebene wird die verbrauchsoptimierte Fahrweise durch eine angepasste Charakteristik verschiedener Fahrzeugsysteme unterstützt.

Auf den Bergstraßen wählen wir den Modus „Dynamic“, der spürbar agiler zu Werke geht als der „Comfort“-Modus. Die Schaltcharakteristik ist auf höhere Drehzahlen ausgelegt und die Gasannahme sportlicher. Zur Verbesserung des Handlings im Kurvengrenzbereich verbaute Audi die Stabilisierungskontrolle ESC mit einer elektronischen Quersperre; im Kurvengrenzbereich verbessert sie das Handling und die Fahrsicherheit durch minimale Bremseingriffe.

Audi A3 quattro Fahrwerk: Das individualisierbare Fahrerlebnis

Der Audi A3 Sportback ist in seinem Element und weiß echten Fahrspaß zu vermitteln und die kurvigen Passagen mit Dynamik zu erobern. Beschleunigen, verzögern, beschleunigen - die windigen Straßen mit Steigungen und Gefällen stellen ein Vergnügen für jeden Autofahrer mit Benzin im Blut dar. Das griffige, unten abgeflachte Sportlederlenkrad im 3-Speichen-Design liegt gut in der Hand und setzt die Befehle mit der ausgesprochen direkten Lenkung bestens um, während die Sportsitze einen idealen Halt in scharf durchfahrenen Kurven bieten. Derweil schaltet die 6-Gang-S-Tronic blitzschnell die Gänge und weiß durch die unten kurz übersetzten Gänge zu überzeugen. Optional ist das Wechseln der Gänge über Schaltwippen am Lenkrad möglich.

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Doch ein Familienvater möchte es nicht nur auf den Serpentinen krachen lassen. Mit der Familie unterwegs, empfiehlt es sich, einen Gang herunterzuschalten, bevor der Frau auf dem Beifahrersitz schlecht wird oder die Kinder im Fond durch die stetigen Kurven, das Gasgeben und das Bremsen unaufhörlich durchgeschüttelt werden. Aber es ist gut zu wissen, dass sich der 184 PS starke Audi A3 Sportback 2.0 TDI auch in Kurvenrevieren wohl fühlt. Im Fond könnten die Rücksitze etwas stärker konturiert sein, um mehr Halt zu bieten.

In der Stadt und auf der Autobahn fährt der Audi A3 Sportback mit dem „Comfort“-Modus komfortabel als auch souverän und bietet nun praktischerweise ebenfalls eine leichtgängigere Lenkung. Auf langen, entspannten Autobahnetappen bietet sich zum Spritsparen der „Efficiency“-Modus an. Im Idealfall begnügt sich dieses Fahrzeug trotz seiner Kraft mit nur 5,1 Litern Kraftstoff pro 100 Kilometer (CO2-Ausstoß 134 g/km), aber das hängt vom individuellen Fahrstil ab.

In den Kehren der Serpentinen müssen sich die Bremsen beweisen. Standfest und exakt dosierbar trägt die Bremsanlage mit einer guten Spurtreue zum Fahrvergnügen bei. Die belüfteten vorderen Scheiben besitzen beim Audi A3 Sportback 2.0 TDI einen Durchmesser von 312 Millimetern (bei den kleineren Motorisierungen sind es 288 Millimeter). Hinten kommen stets 272 Millimeter große Bremsscheiben zum Einsatz.

Bis in die Dunkelheit hinein treiben wir uns auf den Passstraßen herum. Laternen, Abgrenzungen oder Leitplanken zum Hang neben der Straße gibt es nicht da, wo wir fahren. In tiefe Dunkelheit gehüllt, spielen jetzt die neuen Voll-LED-Scheinwerfer ihre Stärke aus: Die Voll-LED-Scheinwerfer kombinieren ein scharfes Design mit überragender Leuchtkraft.

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Durch die Farbtemperatur von 5.500 Kelvin kommt das Scheinwerferlicht tatsächlich dem Tageslicht sehr nahe und leuchten den Weg von Kurve zu Kurve bestens aus. Die Augen erfreut es ebenfalls, die dadurch weniger ermüden. Das dynamische Kurvenlicht könnte allerdings etwas stärker ausschlagen, wie die engeren Kurven der Passstraßen zeigen.

Straff, konzentriert und das Plus an Raum

Das Design des A3 Sportback unterstreicht mit der dynamischen Dachkontur den sportlichen Charakter, während das kräftige Heck dem Fahrzeug einen entschlossenen Auftritt verleiht. Jedes Detail wirkt straff und ausdrucksstark. Ein längerer Radstand, verbunden mit kurzen Überhängen, streckt den A3 Sportback optisch, so dass dieser durchaus sportlicher als der VW Golf auftritt.

Für besonders sportliche Kunden steht das „S line“-Exterieurpaket bereit, das unser Testwagen passend zum kräftigen Diesel-Triebwerk besitzt. Selbstbewusst dominiert die Front der S-spezifische, hochglänzend schwarz lackierte Grill mit horizontalen Doppelquerstreben samt akzentuierten seitlichen Lufteinlässen, die Gitter in Wabenoptik mit Nebelscheinwerfern füllen.

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In der Seitenansicht setzen ausgeprägte Schwellerleisten Akzente. Weitere optische Hingucker bieten die 18 Zoll großen Aluminium-Räder im 5-Arm-Rotor-Design mit Reifen im Format 225/40. Der Heckstoßfänger besticht derweil durch einen platinumgrauen Diffusor mit einem Wabenstruktur-Einsatz. Dazu kommen verchromte Endrohre und ein verlängerter Dachkantenspoiler.

Der im Radstand auf 2,636 Meter gestreckte Audi A3 Sportback ist 4,310 Meter lang, 1,780 Meter breit und 1,425 Meter hoch, um bei den Insassen für das Plus an Raum im Fond und für ein gesteigertes Ladevolumen zu sorgen. Dazu trägt insbesondere der im Vergleich zum Vorgänger um 5,8 Zentimeter und zum aktuellen Dreitürer um 3,5 Zentimeter verlängerte Radstand bei.

Audi A3 Sportback Kofferraum: Bis zu 1.220 Liter

Mit dem Ladevolumen rückt der dynamisch gezeichnete Audi A3 Sportback nun zum Golf auf: Bei einer komplett umgeklappten Rücksitzbank stehen im A3 Sportback bis zu 1.220 Liter Gepäckraum zur Verfügung, beim 7 Zentimeter kürzeren A3 sind es 1.100 Liter. Ohne umgeklappte Rücksitzbank: 380 Liter gegenüber 365 Litern. Der Golf bietet hingegen 380 Liter beziehungsweise 1.270 Liter.

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Nicht nur für Familien wichtig: Die Ladefläche des Kofferraumes ist eben und die Einladebreite zwischen den Radhäusern 100 Zentimeter breit - kein Glanzwert, aber akzeptabel. Der Ladeboden lässt sich auf zwei Ebenen einsetzen. Beim Ausladen stört allerdings eine Stufe etwas. Im Verhältnis 60 zu 40 lässt sich die Rücksitzlehne ganz umklappen. Taschenhaken und Verzurrösen sind Serie. Optional gibt es eine Wendematte, ein Ablage- und Gepäckraumpaket, eine Durchladeeinrichtung sowie eine Ski- und Snowboard-Tasche.

Audi A3 Sportback Interieur: Wohlfühlen im Premium-Ambiente

Gestaltete sich beim Dreitürer der Einstieg in den Fond etwas schwierig und kam noch eine etwas begrenzte Kniefreiheit hinzu, merzt der fünftürige A3 Sportback diese Mankos aus, um auch Familien mit dem Plus an Raum und Langstreckentauglichkeit im Fond anzusprechen. Das Interieur zeigt sich sportlich und klar gestaltet. Über die elektrisch einstellbaren, beheizbaren Ledersportsitze und das in Höhe und Weite einstellbare Lenkrad findet der Fahrer schnell seine ideale Sitzposition.

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Die großen Rundinstrumente lassen sich schnell und sicher ablesen. Elegante Akzente setzen die Dekorblenden in feiner Aluminium-Optik und die vier großen, runden Luftdüsen im Jet-Design. Die Bedieneinheit der Komfortklimaautomatik liegt derweil auf einer Blende mit schwarzer Klavierlack-Optik, während die Blende des Instrumenteneinsatzes ebenfalls in Schwarz glänzt. Man fühlt sich einfach wohl. Überhaupt glänzt der Audi A3 Sportback mit intuitiver Bedienung und guter Verarbeitung. Audi preist Premium-Qualität an und der Kunde bekommt sie tatsächlich.

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Wer Kinder hat, weiß, was plötzlich alles mit ins Auto muss. Insbesondere bei Ausflügen (mit Kindern) sind die Ablagen wichtig, die im Audi A3 Sportback sowohl vorne als auch im Fond zur Genüge vorhanden sind. Ablagenetze an der Rückseite der Vordersitzlehnen, im Frontbereich an der Mittelkonsole sowie Netz- und Taschenhaken unter der Gepäckraumablage steigern die Praktikabilität. Vorne wie hinten stehen Getränkehalter zur verfügung.

Infotainment: Hotspot für Internet und Sound

Beim Start des Audi A3 Sportback fährt der nur 11 Millimeter flache Monitor des MMI-Bediensystems elektrisch aus der Instrumententafel und befindest sich ideal im Blickfeld des Fahrers. Den Testwagen stattete Audi mit der Topversion „MMI Navigation plus mit „MMI Touch“ aus, so dass der große Dreh-/Drück-Steller auf der Mittelkonsole ein berührungssensitives Feld aufweist, wo der Fahrer Buchstaben und Zahlen mit dem Finger eingeben kann - eine Technologie aus der Audi-Oberklasse.

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Die Topversion entpuppt sich als echte Medienzentrale mit 60 GB-Speicherkapazität, DVD-Laufwerk und einer bestens funktionierenden Ganzwort-Sprachbedienung. Der hochauflösende 7-Zoll-Monitor zeigt das Kartenbild in detaillierten 3D-Grafiken und führt uns problemlos mit klaren Ansagen zu den Zielen. Die integrierte Bluetooth-Schnittstelle ermöglicht es ferner, Handys bzw. Smartphones und mobile Player an das System anzukoppeln, um beispielsweise die eigene Musik zu hören oder auch direkt über die Dachantenne zu telefonieren, während das Handy in der Hosentasche bleibt. Per Kabel steht eine USB-Schnittstelle zur Verfügung.

Für ein wahres Sound-Vergnügen sorgt in unserem Testwagen das „Bang & Olufsen Sound System“, dessen 705-Watt-Verstärker mit 5.1 Sound ganze 12 Kanäle und 14 Lautsprecher ansteuert. Etwas ungewohnt ist leider die Positionierung des Lautstärkereglers rechts neben dem Schalthebel auf der Mittelkonsole.

Ebenfalls möglich im neuen A3 Sportback dank „Audi Connect“: Über den integrierten WLAN-Hotspot können die Beifahrer mit bis zu acht mobilen Endgeräten frei surfen und mailen. Für den Fahrer holt das „Bluetooth-Autotelefon online“ derweil maßgeschneiderte Internet-Dienste in den neuen Audi A3 Sportback, wie zum Beispiel die gelungene Navigation mit Bildern von Google Earth, Google Street View und Webradio.

Wer kennt es nicht aus alten Zeiten, dass Reiseführer oder Flyer einer Urlaubsgegend die Bilder interessanter Spots anzeigen, wie zum Beispiel malerische Strände oder Geheimtipps unter den Passstraßen. Doch wie gelangt man an diesen Ort? Mit dem Audi A3 Sportback geht das ganz einfach: Findet jemand im Navigationssystem über Google Maps in der Online-Ansicht das Bild einer interessanten Location und möchte spontan dorthin fahren, navigiert das System den Fahrer direkt zum Aufnahmeort des Bildes.

Darüber hinaus zeigt das System übersichtlich die günstigsten Tankstellen in der Nähe samt Preisangabe an und berücksichtigt dabei, ob es sich beim Fahrzeug um einen Benziner oder Diesel handelt. Dazu kommen Wetter, Flug- und Zuginformationen und Zugriff auf Facebook und Twitter, um mit seinen Freunden aus dem Fahrzeug heraus Kontakt zu halten.

Die Generation „Internet“ wird dieser Umfang in der Kompaktklasse und die Internet-Anbindung erfreuen. Da kann der neue VW Golf noch nicht mithalten. Alles in allem viel Technik, die sich allerdings intuitiv bedienen lässt. Einen weiteren Pluspunkt stellt die aufgeräumte Kulisse dar: Statt der ehemaligen Flut an Knöpfen und Bedienelementen, reduzierte Audi diese beim neuen A3 Sportback deutlich, was die Übersicht vereinfacht und gleichfalls der Optik des Interieurs zugutekommt.

Fahrerassistenz-Systeme: Hightech für Komfort und Sicherheit

Die geballte Technik-Ausstattung führt Audi bei den Fahrerassistenz-Systemen fort. Manchmal ist es allerdings schwer zu glauben, dass es sich um ein Auto in der Kompaktklasse handelt. Der „Audi Side Assist“ kontrolliert per Radar den Bereich neben sowie hinter dem Fahrzeug und erleichtert den Spurwechsel per Radar: Sieht das System einen Spurwechsel als kritisch an, leuchtet eine LED-Anzeige dezent, aber gut sichtbar, im Außenspiegel auf, was sich besonders im hitzigen Stadtverkehr als hilfreich erweist und zur Sicherheit beiträgt.

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Sollte der Fahrer sich beim entspannten Gleiten auf der Straße kurz unkonzentriert verhalten und möglicherweise unbeabsichtigt die Fahrspur verlassen, greift der „Audi Active Lane Assist“ ein und unterstützt den Fahrer beim Halten der Spur, indem das System gegebenenfalls die Lenkung leicht korrigiert. Dabei lässt sich wählen, ob das System kontinuierlich oder erst kurz vor Überfahren der Spurmarkierung zur Unterstützung eingreifen soll. Der kamerabasierte „Audi Active Lane Assist“ greift ein, wenn der Fahrer den Blinker nicht setzt und lässt sich auch deaktivieren.

Von der Videokamera profitiert ebenfalls die Verkehrszeichenerkennung, die Tempolimits und weitere Schilder in Verbindung mit der „MMI Navigation plus“ im Bildschirm anzeigt. Dies erweist sich auf unbekannten Strecken als nützlich, wenn man sich durch Gespräche mit anderen Insassen ablenken lässt und unsicher, ob beispielsweise eine Tempo 70-Zone noch gilt oder bereits wieder schneller gefahren werden darf bzw. umgekehrt, um abzubremsen und nicht in eine mögliche Radarfalle zu fahren. Beim Audi A3 Sportback erkennt das System die Verkehrsschilder sofort und zeigt diese nahtlos an.

Komfort auf der Autobahn bietet die „Adaptive Cruise Control“ (ACC), die das Auto im Rahmen des Assistenz-Paketes, das mehrere Systeme zusammenfasst und bis 200 km/h Geschwindigkeit im gewünschten Abstand hinter dem Vordermann hält. Sonst erfolgt der Regelbereich bis 150 km/h.

Bei einem drohenden Auffahrunfall warnt die ACC den Fahrer nach einem abgestuften Konzept. Wenn erforderlich, leitet sie eine Teilbremsung ein, um die Aufprallgeschwindigkeit zu verringern. Kommt es zu einer Kollision, wird im A3 ein innovatives System aktiv, das ein unkontrolliertes Weiterrollen verhindert und gleichzeitig die Innenraumbeleuchtung aktiviert. Befindet sich das „Autotelefon Bluetooth“ an Bord, wird zusätzlich ein Notruf abgesetzt. Unterhalb von 30 km/h Tempo veranlasst das System im Notfall eine Vollverzögerung.

Fazit:

Sportlich, vielseitig und funktional - die erlebte Dynamik und die gute Straßenlage mit dem Plus an Raum lassen den kraftvollen Audi A3 Sportback 2.0 TDI quattro mit 184 PS zum ebenso agilen wie effizienten Familienbegleiter in der Premium-Kompaktklasse avancieren. Akzente setzen außerdem die umfangreiche Hightech-Ausstattung und die hohe Qualität bei den Materialien und der Verarbeitung.

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Das Oberklasse-Flair hat allerdings seinen Preis: Die aktuelle Basisvariante des Audi A3 Sportback beginnt bei 23.400 Euro für den 1.4 TFSI Attraction mit 122 PS. Der A3 Sportback 2.0 TDI Ambition mit 150 PS und einer 7-Gang-S-tronic ist ab 27.200 Euro erhältlich - allerdings als Basispreise; denn etliche Komfort-, Assistenz- und Sicherheitssysteme sind mit einem Aufpreis verbunden, der sich schnell summieren kann. Folgen soll bald als neue Einstiegsvariante der Audi A3 Sportback 1.2 TFSI mit 105 PS zu Preisen ab 22.500 Euro.

Beim Audi A3 ist dieser Preis durchaus gerechtfertigt, da der Kunde hierfür ein perfekt verarbeitetes Fahrzeug erhält, das sich durch seine Qualität und die Extras von der Masse in der Kompaktklasse absetzt. Das Premium-Ambiente lässt sich geradezu fühlen und riechen.

Bei der letzten, von 2004 bis 2008 gebauten Generation des Audi A3 Sportback entschieden sich zwei von drei Käufern für den Fünftürer mit dem Plus an Raum. Der neue Sportback dürfte diesen Erfolg fortführen, kostet er gegenüber dem vergleichbaren Dreitürer doch nur 900 Euro Aufpreis und bietet das große Plus an Nutzen, ohne seine dynamischen Qualitäten einzubüßen.

Technische Daten Audi A3 Sportback 2.0 TDI quattro Ambition:

Antriebsart: Allradantrieb | Hubraum: 1.798 cm³ | Leistung: 135 kW/184 PS | Drehmoment: 380 Nm bei 1.750-3.000 U/min | Vmax: 228 km/h | Beschleunigung 0-100 km/h: 7,1 Sekunden | Durchschnittsverbrauch: 5,1 l/100 km | CO2-Emission g/km: 134 | Der Preis für den Audi A3 Sportback 2.0 TDI quattro ist bislang noch nicht bekannt, da diese Version erst ab dem 2. Quartal 2013 auf den Markt kommen soll.

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