Ford B-Max 1.0 EcoBoost Test: Der die Minivans aufmischt

, 02.01.2013


Das Konzept ist eine Wucht: Enge Parklücken, das Anschnallen der Kinder auf dem Kindersitz und das Verstauen sperriger Einkäufe war noch nie so einfach wie im neuen Ford B-Max. Die Besonderheit: Ford ließ die B-Säulen weg und kombinierte Schwingtüren vorne mit Schiebetüren hinten. Die sich ergebende Breite der Türöffnung ist imposant und dürfte Familien begeistern. Der Minivan mit der großen Klappe kann aber noch mehr. Doch hat er das Zeug dazu, die Minivan-Szene aufzumischen? Wir testeten den Ford B-Max Titanium mit dem 120 PS starken 1.0-Liter-EcoBoost-Motor auch in puncto Fahrspaß für sportliche Familienväter.

Den täglichen Kampf in einer größeren Stadt kennen Familien zur Genüge. Da erweist sich ein Auto mit großzügigen Platzverhältnissen und maximaler Vielseitigkeit bei kompakten Abmessungen, das in allen Situationen einen bequemen Zugang bietet, als wahrer Segen. Mit einer Außenlänge von 4,077 Metern übertrifft der Ford B-Max den fünftürigen Fiesta, einem Kleinwagen, nur um 11 Zentimeter. Zugleich ist der B-Max 32 Zentimeter kürzer als der größere Ford C-Max, was erhebliche Vorteile beim Ergattern kleiner Parklücken mit sich bringt.

Das nächste Problem tritt auf: Viele Parkplätze oder Parkhäuser in Großstädten bieten nur enge Lücken, so dass das Ein- und Aussteigen zum artistischen Akt avancieren kann. Noch schwieriger wird es, den Nachwuchs im Kindersitz festzuschnallen oder größere Kartons auf den Rücksitzen unterzubringen, da sich herkömmliche Schwingtüren meist nicht weit genug öffnen lassen.

Nicht so beim Ford B-Max: Lässig wird die große Panorama-Schiebetür aufgezogen. Ist dazu noch die vordere Tür geöffnet, ergibt sich eine beeindruckende Portalbreite von 1,55 Metern, die das Agieren zum Kinderspiel werden lässt, während andere Familien bei so viel Entspanntheit in der hektischen Großstadt nur neidisch rüberschauen. Kein Wunder, denn der Ford B-Max bietet eine gut doppelt so breite Karosserieöffnung wie vergleichbare Wettbewerber mit traditionellen Türkonzepten. Beim Opel Meriva sind es beispielsweise 68,5 Zentimeter, beim Citroën C3 Picasso 77,0 Zentimeter und beim Renault Grand Modus 78,0 Zentimeter.

Wer sich nun fragt, ob die Sicherheit leidet: Um die hohen Anforderungen zu erfüllen, die insbesondere ein Seitenaufprall an den Insassenschutz stellt, verstärkte Ford gezielt die Strukturen der vorderen und hinteren Türen. So kommen in Schlüsselbereichen zum Beispiel ultrahochfeste Stähle zum Einsatz. Die Schattenseite der breiten Öffnung: Die Türpfosten fallen sehr wuchtig aus, was leider den Blick zur Seite und nach hinten über die Schulter etwas einschränkt. Im Fond sitzend, erfordert das Schließen der Türen einen gewissen Kraftaufwand.

Darüber hinaus sorgen spezielle Sicherheits-Türverschlüsse und verstärkte Verriegelungsmechanismen dafür, dass die seitlichen Karosserieöffnungen bei einem Unfall sicher mit dem Dachbereich und den Seitenschwellern verbunden bleiben. Belohnung: die Höchstwertung von 5 Sternen beim renommierten Euro-NCAP-Crashtest.

Flexibilität: Für große Ladungen bestens gewappnet

Der Zustieg in den Innenraum erweist sich durch das clevere Türkonzept als besonders bequem, der zusätzlich mit weiteren praktischen Vorteilen glänzt. Die Rückbank lässt sich praktisch mit einer Hand im Verhältnis 60:40 umklappen und ergibt zusammen mit der umlegbaren Lehne des Beifahrersitzes eine durchgehend ebene Staufläche. Dabei nimmt der Innenraum Gegenstände mit einer Länge von bis zu 2,35 Metern auf und ermöglicht ein Ladevolumen von bis zu 1.386 Litern.

Wer schon einmal ein schwedisches Möbelhaus oder einen Baumarkt besuchte und spontan größere Gegenstände kaufte, kennt die Herausforderung des Verladens im Auto - der Ford B-Max schaut Regalen & Co. lässig entgegen, wenn diese einfach in den Innenraum entspannt hereingeschoben werden. Freizeitutensilien lassen sich ebenso leicht unterbringen.

Die Heckklappe ist groß und ermöglicht von hinten ein einfaches Beladen. Werden die Rücksitze von Insassen genutzt bzw. nicht umgeklappt, steht jedoch nur ein Volumen von bis zu 318 Litern (bei einem Reifen-Reparaturset) zur Verfügung. Auf den ersten Blick mag das kein Top-Wert sein. Allerdings basiert der Ford B-Max auf einem Kleinwagen und ist ganze 21 Zentimeter kürzer als der ebenfalls kompakte Opel Meriva. Doch diese 21 Zenteimeter können bei der Parkplatzsuche in der Innenstadt den entscheidenden Vorteil bieten. Eine verschiebbare Rückbank dürfte allerdings je nach Sitzbelegung mehr Ladevolumen herausholen.

Design: Kompakter Chic mit Zick-Zack

Heutzutage möchten viele Menschen stolz zeigen, was sie haben. Das gilt auch für einen Minivan. Von dem kastenförmigen Look, der seine Mitbewerber im Segment der kleinen Vans oftmals auszeichnet, distanziert sich der Ford B-Max durch dreidimensional gestaltete Seitenflächen und markant geformte Schweller samt einer „Zick-Zack“-Linie im hinteren Bereich.

Für moderne Modelle von Ford charakteristisch ist die neue, kraftvolle Interpretation des trapezförmigen unteren Kühlergrills. Ein Statement von Dynamik setzen darüber hinaus die prägnant gestaltete Grafik der Scheinwerfer, die muskulös ausgeführte Schulterlinie mit ihrem kraftvollen Unterschnitt, der speziellen Fensterlinie mit ihrem markentypischen Aufwärtsschwung hinter den Türen und markant geformten Radlaufverbreiterungen, unter denen 16 Zoll große Leichtmetallfelgen im 15-Speichen-Design sitzen.

Mit dem unverwechselbaren Design seiner Heckscheibe, die sich bis in die Seitenpartie erstreckt, und schlanken Rücklichtern, die von der Heckklappe geteilt werden, greift der Ford B-Max bewusst Stilelemente des größeren Ford S-Max auf. Chrom-Verzierungen unterhalb der Seitenscheiben und an der Umrandung des in hochglänzendem Schwarz lackierten Kühlergrills runden die Maßnahmen gelungen ab.

Antrieb: Das unwiderstehliche Fahrerlebnis

Wegweisende Signale soll der Ford B-Max mit dem 1,0 Liter kleinen Dreizylinder-Motor senden, der in unserem Testwagen satte 120 PS leistet und für Power mit herausragender Effizienz steht, um Fahrspaß bei gleichzeitiger Schonung des Geldbeutels zu bieten. Wer bislang von Dreizylinder-Motoren Abstand nahm, sollte den Antrieb von Ford kennenlernen und sich vom Gegenteil überzeugen.

Der EcoBoost-Dreizylinder generiert 120 PS und ein maximales Drehmoment von 200 Nm, das früh ab 1.400 U/min anliegt und bis 4.000 U/min hält. Für die Kraftübertragung sorgt ein manuelles 5-Gang-Getriebe.So ausgerüstet, erreicht der Kleine in 11,2 Sekunden Tempo 100 und erzielt eine Höchstgeschwindigkeit von 189 km/h. Dem gegenüber steht beim Durchschnittsverbrauch eine Werksangabe von nur 4,9 Litern pro 100 Kilometer. Damit zählt der 1.0-Liter-EcoBoost zu den sparsamsten Motoren seiner Klasse. Zum Vergleich: Der Opel Meriva 1.4 EcoFlex mit 120 PS kommt im Mittel auf 5,7 l/100 km und der Citroën C3 Picasso 1.6 VTi 120 mit ebenfalls 120 PS auf 6,4 l/100 km.

Soviel zu den nackten Zahlen. In der Praxis kommt der Ford B-Max dank 120 PS und dem früh anliegenden Drehmoment von unten überraschend gut heraus und erreicht ebenso locker seine Höchstgeschwindigkeit von 189 km/h auf der Autobahn. Das ist mehr als nur ein Mitschwimmen. Kaum zu glauben, dass es sich nur um eine 1-Liter-Maschine mit drei Zylindern handelt - das Aggregat fühlt sich an wie ein Vierzylinder. Der Motorsound klingt fast sportlich, während es im Innenraum dank der hervorragenden Geräuschdämmung erstaunlich leise bleibt.

Zum dynamischen Eindruck trägt ebenfalls das straff abgestimmte Fahrwerk mit der passenden Komfortnote bei - eine Domäne von Ford, die der Autobauer bei dem neuen Minivan ausgezeichnet umsetzte. Sportliche Familienväter werden mit diesem Auto echten Spaß auf der Landstraße bekommen: Kurven lassen sich spielerisch durchfahren, während die Vordersitze einen guten Seitenhalt bieten, das griffige Lederlenkrad bestens in der Hand liegt, die elektromechanische, geschwindigkeitsabhängige Servolenkung präzise die Befehle des Fahrers umsetzt und das elektronische Stabilitätsprogramm (ESP) Tendenzen zum Schleudern zuverlässig Einhalt gebietet.

Unterstützen wirkt darüber hinaus die serienmäßige aktive Fahrdynamikregelung „Torque Vectoring Control“, die beeindruckende 100 Mal in der Sekunde auf die Fahrbahn reagiert. Das System verbessert die Bremskraft und die Verteilung des Drehmomentes bei dynamischen Kurvenfahrten auf die Vorderräder. So profitiert der Fahrer stets von einer optimalen Traktion - insbesondere in Kurven und bei Fahrbahnunebenheiten.

Das 5-Gang-Getriebe stimmte Ford an sich gut auf den Motor ab. Zum Spritsparen auf der Autobahn wäre ein sechster Gang wünschenswert. Kunden die auf Effizienz achten: Serienmäßig kombiniert Ford den EcoBoost-Benzindirekteinspritzer mit einem Start-Stopp-System, das wirkungsvoll zur Effizienz im Haupteinsatzgebiet, den verkehrsreichen Ballungszentren, beiträgt. Ebenso an Bord befindet sich ein System zur praktisch kostenfreien Rückgewinnung von Energie der Lichtmaschine, beispielsweise während Brems- und Rollphasen. Hilfreiche Tipps für eine verbrauchsarme Fahrweise gibt eine Schaltpunktanzeige.

Interieur: Das ausgeklügelte Raumkonzept

Modern und sauber verarbeitet präsentiert sich das Interieur des Ford B-Max. Die zahlreichen Bedienelemente lassen sich für den Fahrer leicht erreichen, bedürfen jedoch einer gewissen Eingewöhnungszeit. Ideal wäre eine Reduktion der zahlreichen Knöpfe, so dass das Cockpit noch aufgeräumter wirkt. Dank eines höhenverstellbaren Fahrersitzes sowie einer in Höhe und Reichweite einstellbaren Lenksäule kann der Fahrer seine passende Sitzposition schnell finden.

Überzeugend wirkt das großzügige Raumanagebot - im Fond finden sogar zwei groß gewachsene Menschen reichlich Kopf- und Beinfreiheit vor; mit einer dritten Person hinten wird es allerdings eng. Im Vergleich zum Fiesta sitzen die Passagiere des neuen Ford B-Max um 12 Zentimeter höher und gelangen auf diese Weise in den Genuss einer verbesserten Sicht auf das Verkehrsgeschehen. Im Fond könnten die Sitze stärker konturiert sein, um den Seitenerhalt in Kurven zu erhöhen.

Elegante Akzente setzen derweil bei unserem Testwagen die Lederpolsterung der komfortablen Sitze samt einstellbarer Lendenwirbelstütze für den Fahrer, der Lederschaltknauf und das 3-Speichen-Lederlenkrad, über dessen Tasten sich bequem unter anderem die Audioanlage und der Tempomat für entspanntes Fahren auf der Langstrecke bedienen lassen. Etliche Ablagemöglichkeiten und große Türfächer vorne und hinten erleichtern das Verstauen von Mitbringseln. Kommen auf dem Armaturenbrett angenehme Soft-Touch-Oberflächen zum Einsatz, trüben einige Komponenten aus Hartplastik, obwohl bestens verarbeitet, den Eindruck.

Eine Ambientebeleuchtung gehört ebenso zum Serienumfang der Titanium-Ausstattungslinie wie eine Klimaanlage, elektrisch verstell- und beheizbare Außenspiegel sowie die Power-Startfunktion zum schlüssellosen Starten des Fahrzeugs. Auf Wunsch erhältlich ist ein „Key Free“-System zum schlüssellosen Ent- und Verriegeln. Bereits in der Basisausstattung bringt der Ford B-Max elektrisch einstellbare Außenspiegel sowie vorne und hinten elektrische Fensterheber mit.

Als praktisch bei Kindern erweist sich der ausklappbare Zusatzspiegel, über den der Fahrer die Insassen im Fond stets im Blick behalten kann. Das Raumgefühl steigert das optional erhältliche, riesige Panorama-Glasdach, das über einen Wärmeschutz verfügt, damit es im Innenraum bei Sonneneinstrahlung nicht zu heiß wird.

SYNC: Per Sprachsteuerung Musik abspielen und Handy bedienen

Der Ford B-Max zeigt, dass sich kleine und praktische Automobile ebenfalls durch ein hohes Komfortniveau und eine grundsätzlich umfangreiche Ausstattung auszeichnen können. Auf der anderen Seite befindet sich leider in keiner Ausstattungslinie ein Radio in der Serienausstattung an Bord. Wenn es das Radio von Ford sein soll: In der Basisausstattung „Ambiente“ ist die Audioanlage ab 775 Euro mit einem LCD-Multifunktionsdisplay, einem CD-Player sowie AUX-Eingang und USB-Eingang zum Anschluss externer Geräte erhältlich. Alternativ stehen gut geschnürte Ausstattungspakete zur Wahl.

Für den Ford B-Max Trend und den B-Max Titanium gibt es die MP3-fähige Audioanlage ausschließlich zusammen mit dem sprachgesteuerten Konnektivitätssystem „Ford SYNC“. Kostenpunkt: 1.200 Euro. Wer nur ein einfacheres und günstigeres Radio benötigt, wird sich bei einem Drittanbieter vor Ort umschauen müssen. Dennoch sollte jeder Interessent einen Blick auf SNYC werfen. Hinter den vier Buchstaben „SYNC“ verbirgt sich ein hochentwickeltes Schnittstellen-Management, das elektronische Geräte wie Smartphones, den iPod oder MP3-Speichermedien via Bluetooth oder USB-Anschluss einbindet und eine sprachgesteuerte Bedienung ermöglicht.

Vorteil: Der Fahrer kann sein Mobiltelefon, das Radio oder seinen iPod mit simplen akustischen Befehlen steuern, ohne die Hände vom Lenkrad nehmen zu müssen. Dabei übernimmt SYNC Informationen von den vernetzten Geräten, liest eingehende SMS-Nachrichten laut vor und kann sogar auf Wunsch aus einer Auswahl vorbereiteter Sätze Antworten zurücksenden.

Die über SYNC ansteuerbaren Audio-Dateien externer Geräte sowie CD und Radio werden im Ford B-Max auf Wunsch über ein Premium-Soundsystem von Sony wiedergegeben, das in unserem Testwagen verbaut war. Ein 4 x 25-Watt-Verstärker steuert acht High-Performance-Lautsprecher an. Das integrierte CD-Radio ist für den Empfang von DAB-Signalen (für Digital Audio Broadcast) gerüstet.

SYNC besitzt darüber hinaus mit dem elektronischen Notruf-Assistenten eine möglicherweise lebensrettende Unterfunktion. Bei einem Unfall alarmiert das System die Rettungskräfte automatisch und teilt dabei zugleich den genauen Standort des verunfallten Fahrzeugs in der jeweiligen Landessprache mit. Dabei nutzt das System die eingebundenen Mobiltelefone der Passagiere und die Daten des bordeigenen Navigationssystems (die GPS-Module sind bereits in vollem Umfang enthalten, das integrierte Navigationsgerät mit einem 5-Zoll-Bildschirm folgt im Laufe des Jahres 2013). Dies bedeutet: Der Notruf-Assistent funktioniert ohne zusätzliche Kosten oder Abonnement-Verträge.

Bei der jungen Generation und jungen Familien steht das Internet im Auto immer höher im Kurs. Für die Smartphone-Generation sollte Ford als Option das Internet mit einem integrierten WLAN-Hotspot in seiner Minivan-Klasse einführen.

Bereits die Basisausstattung „Ambiente“ zeigt sich in puncto Sicherheit in seiner Klasse gut ausgestattet. Das Antiblockiersystem (ABS) mit einer elektronischen Bremskraftverteilung (EBD), das elektronische Stabilitätsprogramm, ein Sicherheitssystem mit mehreren Airbags, eine Reifendruckkontrolle und ISOFIX-Halterungen für Kindersitze im Fond gibt es serienmäßig ohne Aufpreis.

Empfehlung: Geld sparen bei der Ausstattung

Geld sparen lässt sich mit den von Ford clever geschnürten Ausstattungspaketen. Wir empfehlen für den Ford B-Max Titanium das „Cool & Sound-Paket III“, das einen satten Preisvorteil von 725 Euro und folgende Komponenten umfasst: Das Sony-Audiosystem mit SYNC und Notruf-Assistent, automatisch abblendende Innenspiegel, eine Klimaanlage mit automatischer Temperaturkontrolle, Scheibenwischer mit Regensensor und einen Scheinwerfer-Assistenten mit Tag/Nacht-Sensor.

In Verbindung mit dem „Cool & Sound-Paket III“ gibt es noch eine hilfreiche Ergänzung: Für 270 Euro ist eine Rückfahrkamera erhältlich, die das Einparken mit virtuellen Hilfslinien erleichtert und den Weg in die Parklücke weist, aber auch Begrenzungspfosten, niedrige Mauern und spielende Kinder auf dem Multifunktionsdisplay anzeigt.

Technologie zur Vermeidung von Unfällen

Wer viel in der Stadt unterwegs ist, sollte sich mit dem „Active City Stop“-System befassen, was hilft, Auffahrunfälle bei geringen Geschwindigkeiten, wie sie in zähfließendem Verkehr oder in Ballungszentren vorkommen, zu vermeiden oder ihre Folgen zu mindern. Aufpreis: nur 350 Euro.

Beim „Active City Stop“-System ermittelt ein neben dem Innenspiegel in der Frontkamera montierter Infrarot-Sensor 100 Mal pro Sekunde den Abstand und die Differenzgeschwindigkeit zum vorausfahrenden Fahrzeug und berechnet daraus die benötigte Verzögerung, mit der im Notfall eingegriffen werden muss. Wenn das vorausfahrende Fahrzeug langsamer wird oder abrupt bremst, erhöht das System frühzeitig den Bremsdruck und bremst automatisch, falls der Fahrer nicht reagiert. Das System ist unter 30 km/h aktiv. Die Bremsen lassen sich zudem gut dosieren.

Fazit:

Der Ford B-Max ist dank des genialen Türkonzeptes „durchgehend geöffnet“ und spielt seine Stärken zusammen mit dem großen Raumangebot bei kompakten Maßen bestens aus. Familien erhalten mit dem B-Max einen bezahlbaren, flexiblen und agilen Begleiter für die Stadt und in der Freizeit, der zugleich durch viel Sicherheit erfreut. Darüber hinaus zeigt sich der Minivan mit dem 120 PS starken 1.0-Liter-EcoBoost-Motor bei Bedarf als wahrer Spaßbringer auf kurvigen Landstraßen.

Ford verwirklicht die immer stärker gefragte Kombination von Raum und Komfort auf Kleinwagenbasis und rechnet damit, dass jeder vierte B-Max in Deutschland verkauft wird. Der gut ausgestattete Einstieg ist ab 15.950 Euro mit dem Ford B-Max Ambiente samt einem 90 PS starken Vierzylinder-Motor möglich. Prognosen gehen davon aus, dass sich etwa 65 Prozent für die gehobene Titanium-Ausstattung und 70 Prozent für einen EcoBoost-Benziner entscheiden werden. In dieser voraussichtlich gefragten Kombination beginnt der Einstieg mit dem 100 PS kräftigen Ford B-Max 1.0 EcoBoost Titanium bei 19.350 Euro. Für das Plus an Dynamik sorgt die von uns gefahrene 120-PS-Version des 1.0-EcoBoost-Benziners.


Technische Daten Ford B-Max 1.0 EcoBoost Titanium:

Antriebsart: Vorderradantrieb | Hubraum: 998 cm³ | Leistung: 88 kW/120 PS | Drehmoment: 170 Nm bei 1.400-4.000 U/min | Vmax: 189 km/h | Beschleunigung 0-100 km/h: 11,2 Sekunden | Durchschnittsverbrauch: 4,9 l/100 km | CO2-Emission g/km: 114 | Preis: ab 20.350 Euro

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