Lexus GS 300h F-Sport 2014 Test: Der Edel-Gleiter so sparsam wie nie

, 30.09.2014


Lexus steht für Stil, Raffinesse und höchsten Komfort. Doch nun trumpfen die Japaner mit einem weiteren Aspekt auf: Der Lexus GS 300h spielt in der oberen Mittelklasse seine Stärken beim besonders geringen Spritverbrauch aus. Dazu vollgepackt mit zahlreichen Hightech-Features, avanciert der schnittige Japaner zum idealen Fahrzeug für Flottenkunden und Gewerbetreibende, aber auch für private Kunden, die viel Wert auf Effizienz und Wohlfühlatmosphäre legen. Wir testeten den Lexus GS 300h, um zu sehen, was der Edel-Gleiter drauf hat.

Zum Spritsparen warf sich der Lexus GS 300h richtig in Schale. Der neue GS 300h zeichnet sich durch das bekannte markant-dynamische Karosseriedesign und den typischen Diabolo-Kühlergrill mit trapezförmigen Konturen aus, der in einer noch prägnanteren Ausführung die kraftvolle Präsenz der Limousine unterstreicht. Von der Seite betrachtet, präsentiert sich der Lexus GS 300h als langgestreckte, kraftvolle Sportlimousine. Der keilförmige Seitenschweller und der kurze vordere Überhang erzeugen bereits im Stand den Eindruck von Bewegung. Ausgestellte Radhäuser verstärken den durchgestylten Auftritt.

Den sportlichen Eindruck unterstreichen bei allen GS-Modellen ein Heckdiffusor und die flach gezeichneten LED-Rückleuchten, in die Lexus aerodynamisch stabilisierende Finnen integrierte, die für einen sauberen Strömungsabschluss sorgen und den Luftwiderstand senken

Noch schärfer zeigt sich die von uns getestete „F Sport“-Variante mit besonderen Design-Elementen und sportlicheren Fahrwerksoptionen. Dazu gehören ein optisch noch angriffslustiger wirkender Kühlergrill, eine dynamischer gezeichnete Front- und Heckschürze sowie ein dezenter Heckspoiler und LED-Nebelscheinwerfer. Ebenso markant: Die 19 Zoll großen Felgen im speziellen „F Sport“-Design.

Das Erlebnis von Komfort und besonderer Sparsamkeit

Majestätisch, anders lässt sich das Fahren mit dem Lexus GS 300h nicht beschreiben. Das Raumangebot lässt keine Wünsche offen, während der Sitzkomfort sehr komfortabel ausfällt. So gleitet der luxuriöse Japaner mit dem reibungslos arbeitenden Hybrid-Antrieb leise dahin, damit die Insassen ein entspanntes Reiseerlebnis genießen. Der Lexus GS 300h möchte kein Dynamiker sein wie der prestigereiche Lexus GS 450h mit 345 PS, sondern ein wahrer Spritsparer.

Statt wie beim Lexus GS 450h mit einer Kombination aus V6-Benziner und Elektromotor, die für 345 PS Systemleistung sorgen, gelangen beim Vollhybridantrieb des Lexus GS 300h ein Elektromotor mit 105 kW/143 PS und ein 2,5 Liter großer Vierzylinder-Motor zum Einsatz. Der Verbrennungsmotor leistet 164 kW/181 PS bei 6.000 U/min und entwickelt ein Drehmoment von 221 Nm zwischen 4.200 und 5.400 U/min. Die Gesamtleistung des GS 300h beträgt 223 PS und wird über ein stufenloses CVT-Hybridgetriebe auf die Hinterräder übertragen.

Mit dieser Kraft meistert der Lexus GS 300h den Spurt von 0 auf Tempo 100 in 9,2 Sekunden. Der Vortrieb endet bei elektronisch begrenzten 190 km/h - bewusst gemächlicher als der 250 km/h schnelle GS 450h, der nur 5,9 Sekunden für den klassischen Spurt benötigt. Wer auf das Erzielen von hohen Geschwindigkeiten aus ist, sollte den Lexus GS 450h wählen und keinesfalls den GS 300h mit einer anders ausgelegten Philosophie.

Eines müssen wir uns ebenfalls vor Augen führen: In fast allen Ländern herrscht auf Autobahnen ein Tempolimit und es geht vielerorts gemächlicher zu. Da reicht die Spitze von 190 km/h bei weitem aus. Ohne Tempolimit lässt sich, außer in Deutschland, beispielsweise nur noch auf der britischen Isle of Man, in einigen Bundesstaaten Indiens sowie in Somalia, Bhutan, Nepal und auf Haiti fahren.

Dafür zeigt sich der Lexus GS 300h beim Spritverbrauch von seiner vorbildlichen Seite: Die Japaner geben den durchschnittlichen Benzinkonsum im Idealfall mit nur 4,7 Litern auf 100 Kilometern an. Bei der F-Sport-Variante mit fetten 19-Zoll-Felgen sind es 5,0 Liter pro 100 Kilometer - für solch eine große Limousine ein überzeugender Wert, der sich bei einer bedacht effizienten Fahrweise im Eco-Modus durchaus erreichen lässt. Insbesondere der Stadtverbrauch fällt besonders niedrig aus. Doch auch bei einer ganz normalen Fahrweise durch die Stadt und über das Land ist es locker möglich, deutlich unter 6,0 Liter zu kommen.

Entspannte Coolness: Mit diesem Wissen über dem Drängler stehen

Der Lexus GS 300h bleibt auf der Autobahn cool und ruhig, wenn hinter ihm der Kleinwagen drängelt - hier steht der Fahrer über den Dingen und genießt seine Muße mit dem Wissen, ein großes, bestens ausgestattetes Auto zu fahren und dennoch sparsam und nach langer Fahrt richtig erholt, sein Ziel zu erreichen.

In der Stadt sorgt der Elektromotor bereits bei einem sanften Druck auf das Gaspedal für einen flotten, ganz leisen Antrieb. Wenn der Fahrer allerdings bei Zwischenspurts beherzt das Gaspedal drückt, dreht das stufenlose CVT-Automatikgetriebe den Benzinmotor schnell hoch, der dann zunehmend lauter wird. Im hohen Geschwindigkeitsbereich geht dem Lexus GS 300h gar die Puste aus. Auf der anderen Seite ermöglicht das CVT-Getriebe über einen weiten Geschwindigkeitsbereich das Fahren mit niedrigen Drehzahlen, was den Spritverbrauch senkt - und genau dies ist das Ziel bei diesem Fahrzeug.

Seine Effizienz erzielt Lexus, die Luxusmarke von Toyota, nicht durch große, elektrische Reichweiten, sondern durch die intelligente Kooperation beider Antriebe - und das beherrscht durch eine langjährige Erfahrung derzeit kaum einer so gut wie Toyota. In der Stadt, insbesondere beim Anfahren, kommt der Elektromotor zum Einsatz. Das Zusammenspiel zwischen Benziner und Elektromotor funktioniert völlig ruckfrei und nahezu unauffällig, was insbesondere in der Stadt positiv auffällt.

Überraschung: Was bei heißen Kurven passiert

Bei unserem Testfahrzeug stehen über einen großen Drehregler in der Mittelkonsole die Fahr-Modi „EV“ für rein elektrisches Fahren sowie „Eco“, „Normal“, „Sport S“ und „Sport S+“ zur Wahl. Ist der „Eco“-Modus auf einen minimalen Kraftstoffverbrauch ausgelegt, zeigt sich die Leistungsentfaltung zurückhaltend. Dazu spricht im „Eco“-Modus unter anderem das Gaspedal sanfter an. Auch die Funktionen der Klimaautomatik sind in diese verbrauchsoptimierte Abstimmung mit einbezogen, um Energieverluste über die Belüftung zu minimieren.

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