Mazda6 Kombi 2.5 l Sports-Line Test: Das ist kein normaler Kombi

, 27.04.2013


Positiv: Die meisten Funktionen lassen sich über den neuen Multi-Commander-Dreh-Drücksteller steuern, der sich in der Mittelkonsole hinter dem Schalthebel befindet. Bei Bedarf ist die Bedienung auch über den Touchscreen mit Fingertipps möglich. Einige bevorzugen Controller, andere die Bedienung direkt auf dem Touchscreen - Mazda bietet beide Varianten an.

Wenn das Auto für satten Sound sorgt und E-Mails vorliest

Für den satten Sound an Bord unseres Testwagens sorgt das in der „Sports-Line“ serienmäßige Premium-Surround-Sound-System von Bose mit 11 Lautsprechern, das unerwünschte Geräuscheinflüsse kompensiert, die etwa durch rauen Fahrbahnbelag, die Fahrgeschwindigkeit oder das Fahren bei offenem Fenster entstehen. Ein Innenmikrophon überwacht kontinuierlich die Umgebungsgeräusche. Das System errechnet dann die erforderliche Anpassung des Musiksignals. iPod-, USB- und AUX-Anschlüsse oder eine kabellose Bluetooth-Verbindung bringen ferner die Musik von mobilen Playern oder dem Smartphone ins Auto.

Eine neue Mail-Funktion erlaubt darüber hinaus das Ablesen von SMS, MMS und E-Mails, die über ein Bluetooth-fähiges Smartphone empfangen wurden, auf dem Display der Mittelkonsole; wahlweise besteht die Möglichkeit, sich die Nachrichten per Sprachausgabe vorlesen zu lassen. Bestimmte Audiofunktionen wie der Wechsel von Musikstücken oder Radiosendern, vermag der Fahrer mit Sprachbefehlen zu bedienen.

Aufrüsten der Sicherheit: Die innere Stärke

Bei den Sicherheitstechnologien und dem Assistenzsystem rüstete Mazda auf: So erweitern etwa der Spurwechselassistent RVM (Rear Vehicle Monitoring) und das adaptive Kurvenlicht AFS (Adaptive Front Light System) das Sichtfeld des Fahrers. Der City-Notbremsassistent SCBS (Smart City Brake Support) verringert derweil die Unfallschwere bei Auffahrunfällen im Stadtverkehr zwischen vier und 30 km/h, der bei Nichtreagieren des Fahrers die Bremsen automatisch betätigt. Ebenfalls an Bord: das „Pre Crash Safety“-System mit aktivem Bremseingriff, das im Geschwindigkeitsbereich von 15 bis 145 km/h funktioniert und dazu beiträgt, Auffahrunfälle zu verhindern oder zumindest die Schwere des Unfalls zu mindern.

Per Sensor erfasst der Fernlichtassistent HBC (High Beam Control System) entgegenkommende Fahrzeuge und wechselt automatisch zwischen Fern- und Abblendlicht, um das Sichtfeld des Fahrers zu vergrößern und zugleich ein Blenden der anderen Verkehrsteilnehmer zu vermeiden. Ein Zurückrollen beim Anfahren am Berg, wenn der Fahrer vom Bremspedal zum Gaspedal wechselt, verhindert währenddessen der Berganfahrassistent HLA (Hill Launch Assist).

Der Spurwechselassistent RVM (Rear Vehicle Monitoring) erfasst ab 30 km/h aufwärts Fahrzeuge, die sich auf benachbarten Fahrspuren von hinten nähern oder im toten Winkel der Außenspiegel befinden. Der Fahrer wird gewarnt, sobald er den Blinker zum Spurwechsel betätigt. Um das Risiko von Zusammenstößen aufgrund von Unaufmerksamkeit oder Müdigkeit zu verringern, erkennt der Spurhalteassistent LDWS (Lane Departure Warning System) mittels einer Kamera die Fahrbahnmarkierungen und warnt den Fahrer vor einem unbeabsichtigten Verlassen der Fahrspur. Wünschenswert wäre die Erweiterung um eine hilfreiche Verkehrszeichenerkennung über die bereits vorhandene Kamera.

Fazit:

Dynamisch, agil, viel Platz und ein bestechend attraktiver Look - der Mazda6 Kombi bietet eine neue Symbiose aus Fahrspaß sowie Effizienz und schreckt selbst vor sperrigen Transportaufgaben nicht zurück. Aufgeladene Downsizing-Motoren? Nicht mit Mazda, die Japaner gehen beim Spritsparen mit anderen Technologien erfolgreich eigene Wege.

Gleichermaßen bemerkenswert: Der Mazda6 Kombi kostet exakt genauso viel wie die Limousine und ist bereits ab 24.990 Euro erhältlich (Mazda6 Kombi 2.0 l Center-Line mit 145 PS). Bereits die Basisausstattung umfasst unter anderem 17-Zoll-Leichtmetallfelgen, ein Reifendruckkontrollsystem, eine Klimaanalage, elektrische Fensterheber vorne und hinten, elektrisch einstellbare Außenspiegel, ein Start-Stopp-System und ein Audio-System mit CD-Player, AUX- und USB-Anschluss sowie Lenkradbedientasten für das Lenkrad.

Der von uns getestete und umfangreich ausgestattete Mazda6 Kombi 2.5 l Sports-Line mit 192 PS steht ab 34.990 Euro in der Preisliste. Was sich andere Hersteller teuer bezahlen lassen, gibt es hier serienmäßig, wie zum Beispiel die Bi-Xenonscheinwerfer mit dynamischem Kurvenlicht, die 19-Zoll-Leichtmetallfelgen, den Spurhalte-, den Fernlicht- und den Spurwechsel-Assistenten sowie eine Rückfahrkamera, eine Alarmanlage, ein Bose-Soundsystem mit 11 Lautsprechern und eine dreistufige Sitzheizung für Fahrer und Beifahrer.

Selbst Extras lässt sich Mazda nicht teuer bezahlen. So kostet das Navigationssystem lediglich 500 Euro, das elektrische Glasschiebedach 800 Euro und die schwarze Lederausstattung samt elektrischer Sitzverstellung für Fahrer und Beifahrer nur 1.800 Euro.

Jetzt fehlt zur Krönung nur noch ein Mazda6 Kombi MPS (mit Allradantrieb) als Performance-Version, über die Mazda bereits intern diskutieren soll. Das Fahrwerk mit seiner Mischung aus Komfort und Leichtfüßigkeit und die präzise Lenkung, mit dem sich der japanische Kombi flink durch Kurven bewegen lässt, bereiten Geschmack auf mehr.

Deutschland ist ein Kombi-Land: Mazda geht bei seinen Prognosen davon aus, dass sich rund 75 Prozent der Käufer für einen Kombi und nur 25 Prozent für die Limousine entscheiden werden.


Technische Daten Mazda6 Kombi 2.5 l Skyactiv-G Sports-Line:

Antriebsart: Frontantrieb | Hubraum: 2.488 cm³ | Leistung: 141 kW/192 PS | Drehmoment: 256 Nm bei 3.250 U/min | Vmax: 220 km/h | Beschleunigung 0-100 km/h: 7,9 Sekunden | Durchschnittsverbrauch: 6,4 l/100 km | CO2-Emission g/km: 150 | Preis: ab 34.090 Euro

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