Opel Cascada Cabrio Test: Der Oben-ohne-Angriff

, 16.06.2013


Auch die adaptive Chassis-Kontrolle verrichtet ihren Dienst bestens und stimmt das Fahrwerk automatisch den jeweils vorherrschenden Straßenverhältnissen, den Kurvengeschwindigkeiten und den Fahrzeugbewegungen an - im „Sport“-Modus mit der passenden Schärfe und einer vor allen Dingen direkteren Lenkung, die das hingebungsvolle Durchqueren von Kurvenrevieren unterstützt. Falls es einmal anfangen sollte zu regnen und sich keine geeignete Stelle zum Anhalten findet, reduziert der Fahrer einfach die Geschwindigkeit auf 50 km/h und schließt das Dach während der Fahrt.

Innere Eleganz in Reinform

Die komfortablen, mit hitzereflektierendem Nappaleder bezogenen Sitze fangen die Passagiere in Kurven bestens auf und gestalten den Aufenthalt im Cascada zu einem wahren Genuss. Der Kunde kann zwischen zwei Farbtönen wählen: Wer sich für den klassisch-sportlichen Look entscheidet, dem empfiehlt es sich, den schwarzen, perforierten Sitz einbauen zu lassen. Favorisiert der Kunde den eleganten Look, offeriert Opel einen Sitzbezug in der Farbe „Brandy“, einem hellen Braunton. Überhaupt fällt die gute Verarbeitung ins Auge.

Um den Luxus für den Fahrer zu vollenden, verbaute Opel einige Extras, die sonst eher bei Premium-Fahrzeugen zu finden sind, wie zum Beispiel Gurtanreicher für Fahrer und Beifahrer, während die Passagiere auf den hinteren Plätzen mit einer EasyEntry-Funktion verwöhnt werden, die den Sitz bei Bedarf automatisch nach vorne fährt und auf diese Weise das Ein- und Aussteigen deutlich erleichtert.

Das Lenkrad, das komplette Armaturenbrett und die Handbremse bezog Opel mit schickem Vinylleder und setzt mit farbigen Kontrastnähten edle Akzente. Durch diese Veredelung erhält der Innenraum eine deutlich aufgewertete Optik und die Haptik verbessert sich massiv. Das Ambiente im Innenraum unterstreichen ferner kleine Chromapplikationen, während die verbaute Sitz- und Lenkradheizung selbst bei kälteren Temperaturen Cabrio-Fahrten zu einem echten Vergnügen werden lässt. Als Fahrer und Passagier fühlen wir uns im Opel Cascada exzellent aufgehoben.

Genug Platz für vier?

Da Opel den Cascada als viersitziges Cabrio anpreist, möchten wir es genau wissen und setzten unseren 1,90 Meter großen Redakteur auf einen der hinteren Plätze. Es hätte fast gepasst. An Beinfreiheit mangelt es nicht, jedoch ist mit 1,90 Metern leider kein aufrechtes Sitzen bei geschlossenem Verdeck mehr möglich.

Der Kofferraum bietet genug Stauraum, um ein schönes Wochenende mit Frau und Kind in den Alpen zu verbringen. Bei geschlossenem Dach passen ganze 380 Liter in selbigen, während bei geöffnetem Dach das Volumen um 100 Liter auf 280 Liter schrumpft, was jedoch immer noch ausreichend Platz für drei kleine Koffer bietet. Über Schalter im Gepäckraum klappen die Rücksitze automatisch nach vorn, so dass bei Bedarf sogar 750 Liter Fassungsvermögen zur Verfügung stehen.

Dass Opel den Cascada als vollwertiges Ganzjahres-Cabrio konstruierte, wird spätestens bei einem Blick auf die Liste der Optionen klar. Hier findet man neben einer Standheizung unter anderem ein Schnellheizsystem mit der Bezeichnung „Quickheat“, das im Winter in kurzer Zeit eine angenehme Innenraumtemperatur erzielen soll.

Offener Genuss mit Sicherheit

Für Sicherheit sorgt Opel mit dem adaptiven Lichtsystem AFL+ mit bis zu 10 automatischen, der Situation angepassten Lichtfunktionen für optimales Sehen und Gesehenwerden, was das entspannte Fahren unterstützt. Eine Frontkamera mit weiterentwickelten Funktionen, wie zum Beispiel einem zuverlässig funktionierenden Verkehrsschild- und Spurassistenten sowie einem neuen Abstandswarner und Kollisionswarner. Ebenso an Bord befinden sich in unserem Testwagen ein Toter-Winkel-Warner und eine Rückfahrkamera in Verbindung mit dem Parkassistenten, der geeignete Parklücken entdeckt, und das Manövrieren im Cascada erleichtert.

Im Falle eines Überschlages fahren in Sekundenbruchteile automatisch hochfeste Sicherheitsstäbe hinter den Rücksitzen heraus. Dies geschieht ebenso bei einer schweren Kollision, sobald die Airbags auslösen, um das Auto auf einen möglichen weiteren Aufprall oder Überschlag vorzubereiten.

Fazit:

Mit dem großen Cascada möchte sich Opel in der Mittelklasse der Cabrios einen Namen machen. Der Opel Cascada überzeugte in nahezu allen Belangen und bietet insbesondere beim Cruisen eine Menge Spaß. Opel tritt unter anderem gegen das BMW 3er Cabrio und das Audi A5 Cabrio an. Mit seiner Top-Ausstattung zum bezahlbaren Preis kann der Cascada allerdings den entscheidenden Ausschlag geben, sich für den Opel zu entscheiden. Der Einstieg beginnt mit einer üppigen Serienausstattung bei nur 25.945 Euro. Zum Vergleich: Mit einem 170-PS-Benziner steht das BMW 3er Cabrio erst ab 41.500 Euro in der Preisliste und das Audi A5 Cabrio ab 39.05.0 Euro.

60 Jahre nach dem Kapitän schenkt uns Opel erneut ein absolut vollwertiges Cabrio mit vier Sitzen. Mit seiner Raumgröße und den hochwertigen Ausstattungsmöglichkeiten braucht sich der Cascada selbst nicht vor dem Mercedes-Benz E-Klasse Cabrio zu verstecken, das sich in der Länge als nahezu identisch mit dem Cascada erweist - jedoch deutlich günstiger.


Technische Daten Opel Cascada 1.6 SIDI Turbo:

Antriebsart: Frontantrieb | Hubraum: 1.598 cm³ | Leistung: 125 kW/170 PS | Drehmoment: 260 Nm bei 1.650-4.250 U/min | Vmax: 222 km/h | Beschleunigung 0-100 km/h: 9,6 Sekunden | Durchschnittsverbrauch: 6,3 l/100 km | CO2-Emission: 148 g/km | Preis: ab 28.245 EUR

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