Skoda Fabia 1.2 TSI 2015 Test: Das kann er besser als der VW Polo

, 17.04.2015


Dank Smartphone nützliche Zusatz-Funktionen

Die Smartphone-Vernetzung ist im Skoda Fabia ebenfalls nicht mehr wegzudenken. Allerdings ist dazu das Infotainment-System „Bolero“ erforderlich, das in der „Ambition“-Ausstattungslinie mit einem Aufpreis von 650 Euro einhergeht, so dass sich über die neue MirrorLink-Technik Apps und weitere Funktionen des Smartphones über den 6,5 Zoll beziehungsweise 16,5 Zentimeter großen, hochauflösenden Touchscreen bedienen lassen. Dazu gehört auch die Navigation.

Als nützlich erweist sich mit „Smartgate“ eine weitere Funktion, die es ermöglicht, bestimmte Fahrzeugdaten wie Verbrauch, durchschnittliche Geschwindigkeit, Kosten und weitere Informationen für jede Strecke in speziellen Applikationen auf dem Smartphone abzubilden, dort zu speichern und mobil zu nutzen.

Allerdings unterstützt MirrorLink aktuell nur wenige Smartphones. Alternativ wird Skoda noch 2015 für den Fabia das fest eingebaute „Amundsen“-Infotainment-System mit Touchscreen, Navigation und Sprachbedienung offerieren. MirrorLink wird jedoch immer weiter entwickelt und sicherlich als günstigere Variante ein fest eingebautes Navigationsgerät auf die Dauer verdrängen.

Platz: In diesem Punkt sieht der VW Polo alt aus

Der Skoda Fabia bietet noch mehr Platz für Insassen und ihr Gepäck. Der Fahrgastraum wird etwas länger und breiter als bisher. Gleichzeitig erhalten Fahrer und Beifahrer mehr Kopffreiheit. In Zahlen ausgedrückt: Mit 3,99 Metern in der Länge nur um acht Millimeter geschrumpft, reduziert sich die Höhe des neuen Fabias im Vergleich zum Vorgänger gleich um drei Zentimeter auf 1,47 Meter.

Obwohl der neue Skoda Fabia minimal kürzer ist als sein Vorgänger, wächst die Innenraumlänge dennoch um acht Millimeter auf jetzt 1,674 Meter. Auf der anderen Seite legt der Kleine in der Breite um deutliche neun Zentimeter auf insgesamt 1,73 Meter (ohne Außenspiegel) zu. Zum Vergleich: Der VW Polo ist mit 3,97 Metern sogar zwei Zentimeter kürzer und mit 1,68 Metern gleich fünf Zentimeter schmaler.

Von diesen Proportionen profitiert nicht nur der satte Auftritt, sondern ebenso der Komfort im Innenraum. Vorne können in diesem Kleinwagen großgewachsene Personen bis etwa 1,95 Meter bequem Platz nehmen. Vor allen Dingen beeindruckt die hohe Kopffreiheit. Hinten geht es leider enger zu, so dass dort nur etwa 1,75 Meter lange Mitfahrer komfortabel sitzen können, obwohl die Kopffreiheit und Breite großzügig bemessen sind. Grund: der Radstand blieb gleich und der Kofferraum wuchs. Folge: die Bein- und Kniefreiheit im Fond profitierte leider nicht vom größeren Fabia.

Für Mitbringsel ist im Fabia sehr viel Platz vorhanden. In die beiden hinteren Türen passen jeweils eine 0,5-Liter-Flasche, vorne sogar 1,5-Liter-Flaschen. Das Handschuhfach fasst zusätzlich eine 1,0 Liter-Flasche. Für die in vielen Ländern vorgeschriebene Warnweste gibt es nun ein praktisches Extra-Ablagefach in der Fahrertür. Für die Seitentür ist sogar ein Abfallbehälter erhältlich, während Ablagenetze an den Innenkanten der Vordersitze diversen Kleinkram fassen.

Kofferraum: Riesig für einen Kleinwagen

Das Gepäckteil des neuen Skoda Fabias fasst 330 Liter. Das sind 15 Liter mehr als bislang und deutlich mehr als bei den relevanten Wettbewerbern. Bei umgeklappter Rücksitzbank steigt das Ladevolumen auf bis zu 1.150 Liter, wobei allerdings eine unpraktische Stufe entsteht. Zum Vergleich: Der VW Polo kommt auf 280 Liter Kofferraumvolumen beziehungsweise mit umgeklappten Rücksitzen auf 952 Liter. Im Grunde genommen, erreicht der kleine Fabia nahezu das Golf-Niveau. Letzterer fasst 380 Liter und mit umgeklappten Rücksitzen 1.270 Liter.

Das Be- und Entladen des Fabias erleichtern die große hintere Öffnung, die hoch sich öffnende Heckklappe und die niedrige Ladekante. Schade, dass die Ladestufe nach innen so hoch ausfällt. Halteösen, Taschenhaken und Haltenetze sorgen für Ordnung im Gepäckteil. Praktisch: Die Hutablage lässt sich neben der Normalposition als horizontaler Zwischenboden nutzen und vertikal hinter die Rücksitzbank schieben. Zudem offeriert Skoda ein flexibles Ablagefach für den Kofferraum, das ansonsten lose herumliegende Gegenstände sichert.

Top-Sicherheit: Mit dem Fabia unbesorgt unterwegs

Der neue Fabia erhält modernste Sicherheitssysteme, die bislang eher in höheren Fahrzeugsegmenten zum Einsatz kommen. Der Frontradarassistent, Serie ab der Ausstattungslinie „Ambition“, mit integrierter City-Notbremsfunktion, die das Fahrzeug bei einer drohenden Kollision zum Stillstand bringt, verringert das Risiko von Auffahrunfällen.

Der Multikollisionsbremsassistent bremst das Fahrzeug nach einem Unfall automatisch ab, um eine Folgekollision zu verhindern. Nachlassende Konzentration des Fahrers registriert die Müdigkeitserkennung. Mit dem neuen Speedlimiter kann man die vorher eingestellte Geschwindigkeit automatisch begrenzen. Beim Anfahren am Berg hilft wiederum der Berganfahrassistent. Dazu verfügt der neue Fabia serienmäßig über eine elektronische Reifendrucküberwachung.

Für optimale Sicht sorgt der Regensensor inklusive Fahrlichtassistent, der über integrierte Sensoren für Regen und Licht verfügt. Der Regensensor reguliert automatisch die Wischhäufigkeit des Scheibenwischers. Der Fahrlichtassistent schaltet das Abblendlicht bei entsprechenden Lichtverhältnissen automatisch ein und wieder aus. Parksensoren vorn und hinten runden die Maßnahmen gelungen ab.

Fazit:

Richtig cool ist er geworden - und warf sich dazu schick in Schale: Für Kleinwagen-Käufer, die viel Wert auf Raum und Komfort legen, trifft der neue Skoda Fabia den Nagel auf den Kopf. Der 110-PS-Benziner sorgt dazu auch außerhalb der City für eine Menge Fahrspaß und besticht zugleich durch einen geringen Spritverbauch. Was der VW Polo besser kann: er bietet gegen Aufpreis mehr Assistenzsysteme.

Bereits ab 11.790 Euro ist der neue Skoda Fabia in der Basis mit einem 60 PS starken 1,0-Liter-Dreizylinder-Benziner erhältlich. Der von uns gefahrene Skoda Fabia 1.2 TSI mit 110 PS steht in der bereits serienmäßig umfangreich ausgestatteten „Ambition“-Ausstattungslinie ab 16.770 Euro in der Preisliste. Beim VW Polo sind für den 110-PS-Benziner mindestens 17.925 Euro fällig.


Technische Daten Skoda Fabia 1.2 TSI Ambition (110 PS):

Antriebsart: Frontantrieb
Hubraum: 1.197 cm³
Leistung: 81 kW/110 PS bei 4.600-5.600 U/min
Drehmoment: 175 Nm bei 1.400-4.000 U/min
Getriebeart: 6-Gang-Handschaltgetriebe
Vmax: 196 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h: 9,4 Sekunden
Durchschnittsverbrauch: 4,8 l/100 km
CO2-Emission: 110 g/km
Preis: ab 16.770 EUR

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