VW Passat Alltrack 2.0 TDI B8: Der Biturbo-Hammer im Test

, 28.12.2015


Darüber hinaus besitzt der VW Passat Alltrack 2.0 BiTDI an der Vorder- und Hinterachse die Zusatzfunktion XDS+, die bei schneller Kurvenfahrt die kurveninneren Räder anbremst und so das Lenkverhalten optimiert, aber auch höhere Geschwindigkeiten am Kurvenausgang ermöglicht. Sicherlich ist der VW Passat Alltrack kein Sportler, aber die Agilität bei schneller Kurvenfahrt ist beeindruckend. Traktionsprobleme scheint dieser Passat ebenfalls nicht zu kennen.

Der „Normal“-Modus zeigt ein ausgewogenes Fahrverhalten aus Komfort und Dynamik. Im „Comfort“-Betrieb gleitet der VW Passat Alltrack hingegen komfortabel über die Straßen und schluckt dabei Unebenheiten mit Bravour weg, während der „Eco“-Modus die Motorsteuerung, die Klimaanlage und weitere Nebenaggregate verbrauchsoptimal steuert. Im Modus „Individual“ lassen sich die einzelnen Abstimmungen nach persönlichen Vorlieben kombinieren und abspeichern.

Passat Alltrack Offroad-Modus: Er kann es - die gewohnte Route verlassen

Doch dieser VW Passat kann mehr, als viele ihm zutrauen, mehr als nur über Feldwege fahren. Sicherlich gelangt der VW Passat Alltrack bei den meisten Käufern in der Regel auf dem Asphalt zum Einsatz. Aber für den Transport von Freizeitutensilien, wie zum Beispiel Mountainbikes oder eine Kletterausrüstung, über unwegsame Strecken hoch in die Berge, oder abseits befestigter Wege zu wilden Flussläufen, ist der VW Passat Alltrack bestens geeignet - und bietet dazu noch jede Menge Platz.

Leichtes Gelände nimmt der VW Passat Alltrack cool und gelassen. Den Fahrer unterstützt dabei der „Offroad“-Modus mit einer komplett modifizierten Antriebsstrategie, bei der unter anderem automatisch der Bergabfahrassistent aktiviert wird, der ein ungewolltes Beschleunigen auf Strecken mit Gefälle verhindert. Nach der Einfahrt in ein Gefälle von mehr als 10 Prozent begrenzt das System die Geschwindigkeit auf minimal zwei und maximal 30 km/h. Die Geschwindigkeit lässt sich innerhalb dieser Grenzen jederzeit via Gasgeben oder Bremsen variieren.

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Weitere Fähigkeiten: Durch eine Änderung des ABS-Regelintervalls (Antiblockiersystem) können die Reifen im „Offroad“-Modus bei Vollbremsungen auf losem Untergrund einen Keil aus Steinen etc. aufbauen, um so den Anhalteweg zu verkürzen. Der Bergan- und Bergabfahrassistent verhindert indes ein Zurückrollen an Steigungen respektive das ungewollte Beschleunigen auf Gefällstrecken. Feinfühliger dosieren lässt sich das Gaspedal.

Verliert ein Rad die Traktion, hängt es zum Beispiel frei in der Luft, sorgen der Allradantrieb und die elektronischen Differentialsperren dafür, dass die Antriebskraft beim Durchdrehen eines Rades ebenfalls in Sekundenbruchteilen an das Rad auf der jeweils gegenüberliegenden Seite geleitet wird, um weiterhin für Vortrieb zu sorgen.

Passen muss der VW Passat Alltrack unter anderem bei zu starken Kuppenfahrten aufgrund der eher geringen Bodenfreiheit und des langen Radstandes. Dazu bringt ein langer Radstand größere Kurvenradien mit sich, was sich im Gelände bemerkbar macht, aber bei diesem Kombi auch ein Plus an Stauraum.

Passat Alltrack Innenraum: Einsteigen, sich wohl fühlen und eine neue Größe erfahren

Der spezifisch an den Charakter des VW Passat Alltrack angepasste Innenraum wirkt modern, edel und aufgeräumt. Als echter Blickfang im Armaturenbrett erweist sich die in Chrom gefasste Analoguhr mit silberfarbenen Zeigern. Auch das Kombiinstrument ist in Chrom umrandet. Alle Insassen genießen die Fahrt auf komfortablen Sitzen mit einem Alcantara/Stoff-Bezug, einer elektrischen 14-Wege-Verstellung, eine Sitzklimatisierung und eine Massage-Funktion

Feine Dekoreinlagen aus Aluminium und eine Mittelkonsole mit Komponenten aus schwarzem Klavierlack setzen ebenso Akzente wie die Pedalerie in gebürstetem Edelstahl und die Edelstahl-Einstiegsleisten. Für eine angenehme Haptik sorgen darüber hinaus die großzügigen Softtouch-Oberflächen. Nur im unteren, nicht sofort sichtbaren Bereich von Armaturenbrett und Mittelkonsole gelangt Hartplastik zum Einsatz, das jedoch gut verarbeitet ist.

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Das Multifunktions-Lederlenkrad bezog Volkswagen ebenfalls mit Leder und besticht zudem durch ein Dekor in schwarzem Klavierlack. Funktionsseitig ergänzen unter anderem eine 3-Zonen-Klimaautomatik mit zusätzlichem Bedienteil im Fond und eine mehrfarbige Multifunktionsanzeige die Ausstattung.

Doch es sind nicht nur die hochwertigen Materialien, die begeistern: Das Raumangebot fällt spürbar großzügig aus. Können es sich auf den Vordersitzen selbst rund zwei Meter lange Personen bequem machen, finden sogar im Fond ebenfalls bis zu zwei Meter große Mitreisende Platz - vor allen Dingen die riesige Beinfreiheit beeindruckt.

Mit neuer Technik wegweisend ans Ziel

Zentral in der Mittelkonsole befindet sich bei unserem Testwagen ein 8 Zoll beziehungsweise 20,3 Zentimeter großer Infotainment-Touchscreen des einfach zu bedienenden Top-Radio-Navigationssystems „Discover Pro“ mit einem gestochen scharfen Bild. Serienmäßig stehen bei „Discover Pro“ beispielsweise ein DVD-Laufwerk (Audio- und Video), eine Sprachbedienung, eine 3D-Kartennavigation mit Gebäudedarstellung und eine 64 GB große Festplatte zur Verfügung.

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Über den integrierten WLAN-Hotspot können die Beifahrer mit mobilen Endgeräten im Internet frei surfen und mailen. Die neueste Generation des Volkswagen-Infotainment-Systems ermöglicht außerdem die Einbindung von Smartphones und entsprechender Apps via „App Connect“. Dahinter verbergen sich die Applikationen „MirrorLink“, „CarPlay“ (Apple) und „Android Auto“ (Google). Dank dieser drei Plattformen lassen sich nahezu alle Smartphones und eine riesiges Bandbreite der Apps in die Infotainment-Systeme des VW Passat Alltrack einbinden. Dank „Volkswagen Media Control“ können Passagiere im Fond sogar über ihr Tablet bequem das Musikprogramm auswählen und via WLAN auf das Navigationssystem zugreifen.

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