Lamborghini Huracán Performante: Wurde beim Rekord manipuliert?

Christian Brinkmann, 06.03.2017

Was für eine Höllenmaschine: Der neue Lamborghini Huracán Performante ist der neue Rekordhalter für das schnellste straßenzugelassene Auto auf der legendären Nürburgring-Nordschleife. Die Fahrt fand noch in Tarnfolie am 5. Oktober 2016 statt. Eine Onboard-Kamera filmte die gesamte Runde aus dem Cockpit heraus. Stets im Blick: die mitlaufende Zeit. Im Internet keimt allerdings der Vorwurf einer Video-Manipulation.

Es war der 4. September 2014, als der Porsche 918 Spyder mit seinem 887 PS starken Hybrid-Antrieb als erstes Serienfahrzeug die 20,832 Kilometer lange Runde der Nürburgring-Nordschleife in weniger als 7 Minuten fuhr, genau genommen in 6:57 Minuten. Doch dann kam der Lamborghini-Testfahrer Marco Mapelli, der mit dem Huracán Performante eine unglaubliche Rundenzeit von nur 6:52,01 Minuten in den Asphalt brannte.

Viel ist bis dato noch nicht über den neuen Lamborghini Huracán Performante bekannt; denn die Serienversion wird erst auf dem Genfer Automobilsalon präsentiert, der vom 9. bis 19. März 2017 stattfindet. Was wir bislang über den Lamborghini Huracán Performante wissen: Der Supersportwagen weist eine Reihe von Innovationen in Bezug auf Aerodynamik und Leichtbau auf, die in Verbindung mit einem verbesserten Motor und dem Allradantrieb für höchste Leistungen sorgen.

Technisch wäre es möglich, ein Video zu manipulieren. Aber wer die Rekordfahrt von Lamborghini anzweifelt und die Videos der Rekordfahrten vergleicht: Der Porsche 918 Spyder erzielt auf Geraden und in bestimmten Kurven eine höhere Spitzengeschwindigkeit. Allerdings lässt die Performance in der zweiten Hälfte der Nordschleife etwas nach, da die Batterien scheinbar nicht mehr die Elektromotoren mit der maximalen Energie versorgen können. Die Kapazität der Akkus reicht für diesen Extrem-Einsatz nicht.

Lamborghini Huracan Performante Supersportwagen Rundenrekord Nürburgring Nordschleife Marco Mapelli

Dafür legt der Lamborghini Huracán Performante die Agilität eines reinrassigen Rennwagens an den Tag. Der Lambo - und das reduziert die Gesamtzeit signifikant - beschleunigt schneller aus Kurven heraus und der Fahrer bremst außerdem später ab. Es ist unglaublich, wie leicht und gelassen Marco Mapelli den italienischen Supersportwagen durch schwierigste Passagen lenkt, wie zum Beispiel das Kesselchen. Dabei klebt der Lambo quasi auf der Strecke und bleibt auffallend ruhig.

Einer der wichtigsten Aspekte der Rekordfahrt: Für den Kontakt zum Asphalt sorgten die eigens für den Lamborghini Huracán Performante entwickelten „Pirelli P Zero Trofeo R“-Reifen in den Größen 245/30 ZR20 vorne und 305/30 ZR20 hinten. Die Reifen reagieren, so Pirelli, auch bei Höchstgeschwindigkeit sehr präzise auf Lenkbewegungen des Fahrers. Auf trockenem Asphalt bietet der „P Zero Trofeo R“ sogar unter extremsten Fahrbedingungen ein hohes Grip-Niveau und ein gleichmäßiges Handling. Beim „Pirelli P Zero Trofeo R“ gelangen aus dem Motorsport abgeleitete Mischungen zum Einsatz. Ein neu gestaltetes Profilmuster erhöht die Stabilität und verbesserte die Bodenhaftung in Kurven auf trockener Strecke.

Der Rundenrekord des Lamborghini Huracán Performante auf der Nürburgring-Nordschleife ist echt. Jetzt sind Porsche, McLaren, Ferrari und andere Supersportwagen-Hersteller aufgefordert, eine neue Bestzeit zu setzen.

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