Lamborghini Aventador S: Das ist das neue Biest mit 740 PS

, 23.12.2016


Sie haben es wirklich getan: Der neue Lamborghini Aventador S ist noch stärker, noch schneller und noch schärfer. Doch damit gaben sich die Italiener nicht zufrieden und verpassten dem jetzt 740 PS starken Supersportwagen außerdem neue technische Features, wie zum Beispiel eine spezielle Vierrad-Lenkung. Auf den Markt kommt der Lamborghini Aventador S im Frühjahr 2017 und ist in Deutschland zu Preisen ab 335.050,45 Euro erhältlich.


Neues Design: Noch aggressiver für die aerodynamische Optimierung

Das überarbeitete Design des 4,797 Meter langen, 2,030 Meter breiten und 1,136 Meter hohen Lamborghini Aventador S mit einem Radstand von 2,700 Metern hat es in sich. Alle modifizierten Komponenten entwickelten die Macher mit dem Ziel, eine maximale aerodynamische Effizienz zu erreichen - und die konnte Lamborghini einhergehend mit einem noch aggressiveren Design deutlich steigern.

Die angriffslustige Front leitet zusammen mit dem längeren Frontsplitter den Luftstrom für eine bessere aerodynamische Effizienz und eine verbesserte Motorkühlung zu den Kühlern. Zwei Luftkanäle in der Seite des vorderen Stoßfängers reduzieren derweil die aerodynamischen Störungen der Vorderreifen und optimieren die Wirbelströmung zum hinteren Kühler.

Das Heck dominiert ein schwarzer, den Abtrieb steigender Diffusor, der auf Wunsch in Carbon erhältlich ist. Der aktive Heckflügel nimmt derweil je nach Geschwindigkeit und gewähltem Fahrmodus drei verschiedene Stellungen an und optimiert zusätzlich die verbesserte Gesamtbalance des Fahrzeugs. Dies geschieht in Zusammenarbeit mit Vortex-Generatoren im vorderen und hinteren Unterbodenbereich zur Maximierung des Luftstroms und Unterstützung bei der Bremsenkühlung. Weitere Akzente setzen die drei Endrohre der Sportabgasanlage.

Gegenüber dem vorherigen Lamborghini Aventador Coupé konnten die Macher den Abtrieb an der Vorderachse um mehr als 130 Prozent verbessern. In optimaler Stellung wurde der Gesamtwirkungsgrad des Flügels gegenüber dem Vorgängermodell bei großem Abtrieb um mehr als 50 Prozent und bei niedrigem Strömungswiderstand sogar um mehr als 400 Prozent optimiert.


Antrieb: Das kann der noch stärkere V12-Saugmotor

Der 6,5 Liter große V12-Saugmotor des Lamborghini Aventador S bietet zusätzliche 40 PS gegenüber dem Vorgänger. Die Power ist zweifellos gewaltig: Das Triebwerk generiert 740 PS bei 8.400 U/min und ein maximales Drehmoment von 690 Nm bei 5.500 U/min. Zusätzlich steigerten die Italiener die maximale Motordrehzahl von 8.350 auf 8.500 Touren. Dem gegenüber steht ein Trockengewicht von nur 1.575 Kilogramm. Die Kraftübertragung erfolgt durch das 7-Gang-ISR-Getriebe von Lamborghini mit robotisierten Gangwechseln in nur 50 Millisekunden.

Von 0 auf 100 km/h beschleunigt der Lamborghini Aventador S in nur 2,9 Sekunden. Die 200 km/h-Marke erreicht der Supersportwagen aus dem Stand nach 8,8 Sekunden und 300 km/h liegen nach 24,2 Sekunden an. Der Vortrieb endet erst bei einer Höchstgeschwindigkeit von 350 km/h. Wen es interessiert: Den durchschnittlichen Spritverbrauchgibt Lamborghini im Idealfall mit 16,9 Litern auf 100 Kilometern an, was einem CO2-Ausstoß von 394 g/km entspricht.

Wie sein Vorgänger verfügt der Lamborghini Aventador S über ein Stop/Start-System und eine Zylinderabschaltung zur Verbesserung des Motorwirkungsgrades. Wenn die volle Motorleistung nicht benötigt wird, schaltet das System sechs der zwölf Zylinder vorübergehend ab. Sobald der Fahrer Gas gibt, schaltet das System sofort in den 12-Zylinder-Modus zurück.

Vierrad-Lenkung: Erstmals in Serie - das macht sie und dazu ist sie fähig

Jeder Aspekt, der das Fahrverhalten und die elektronischen Steuerungssysteme des Lamborghini Aventador S betrifft, wurde mit dem Ziel einer nochmals verbesserten Kontrolle des Fahrzeugs und weiter gesteigerten Fahremotionen weiterentwickelt. Erstmalig in einem Serien-Lambo gelangt die Vierrad-Lenkung zum Einsatz, die bei hohen Geschwindigkeiten für eine verbesserte Seitenstabilität und eine optimierte Agilität bei niedrigen und mittleren Geschwindigkeiten sorgt.


Bei niedrigen Geschwindigkeiten zeigen die Hinterräder der Vierrad-Lenkung in entgegengesetzter Richtung zum Lenkwinkel, wodurch eine virtuelle Verkleinerung des Radstandes erfolgt. Mit dem dadurch kleineren erforderlichen Lenkwinkel ist der Aventador S agiler und besitzt einen reduzierten Wendekreis für ein besseres Kurvenverhalten und eine gesteigerte Manövrierfähigkeit in der Stadt und bei niedrigen Geschwindigkeiten. Umgekehrt besitzen bei höheren Geschwindigkeiten die Vorder- und Hinterräder den gleichen Lenkwinkel, mit einer virtuellen Verlängerung des Radstands, was die Stabilität verbessert und das Ansprechverhalten des Fahrzeugs optimiert.

Ein neues variables Dämpfungssystem mit Echtzeitregelung optimiert die Rad- und Karosseriekontrolle und maximiert die Balance und Bodensteifigkeit. Neue Hinterachsfedern verbessern zusätzlich die Fahrzeugbalance. Schneller und präziser soll jetzt außerdem die Traktionskontrolle in Abhängigkeit des gewählten Fahrmodus arbeiten. Umfangreich auf Oberflächen wie Schnee und Eis getestet, besitzt der Lamborghini Aventador S für maximalen Grip und ein optimales Handling unter allen Bedingungen eine verbesserte Haftungserkennung.

Den permanenten Allradantrieb passten die Macher zudem auf die stabilisierende Wirkung der neuen Hinterradlenkung an: Bei der Gaswegnahme wird weniger Drehmoment zur Vorderachse verschoben, was ein Übersteuern und ein sportliches, aber sicheres Fahrverhalten erlaubt.

EGO-Konzept: Das ist der neue Fahrmodus

Beim Aventador S kann der Fahrer zwischen vier verschiedenen Fahrmodi wählen: „Strada“, „Sport“, „Corsa“ und der neue „Ego“-Mode, die das Verhalten von Motor, Getriebe, Allradantrieb, Lenkung und Aufhängung beeinflussen. Für maximalen Komfort im Alltag steht „Strada“ mit einer Drehmomentaufteilung von40/60 (vorne/hinten). Unter „Ego“ kann der Fahrer hingegen die Einstellungsprofile individuell mit seinen bevorzugten Kriterien für Antrieb, Lenkung und Aufhängung konfigurieren.


Im heckbetonten „Sport“-Modus erlaubt die stabilisierende Wirkung der Hinterradlenkung bis zu 90 Prozent Drehmoment auf den Hinterrädern für maximale Sportlichkeit auf kurvenreichen Straßen. Bei der Gaswegnahme wird weniger Drehmoment zur Vorderachse verschoben, um die Agilität des Fahrzeugs zu verbessern.

Für den Einsatz auf der Rennstrecke gibt es den Modus „Corsa“, bei dem der Fahrer weniger aufdringliche Eingriffe der dynamischen Kontrolle und Traktionskontrolle erlebt. Hohe Dämpfungskräfte maximieren das Fahrgefühl und das Feedback an den Fahrer bezüglich Lenkung, Bremsen und Gas. Das Gegenlenkverhalten wird bei sportlichem Fahren betont und das Drehmoment mit einer maximalen Aufteilung von 20/80 (vorne/hinten) auf beide Achsen verteilt.

Diese Reifen wurden speziell entwickelt

Mit einer verbesserten Übertragung der Kraft auf die Straße bieten die speziell entwickelten „Pirelli P Zero“-Reifen eine höhere Querbeschleunigung und dazu eine reduzierte Untersteuerungsneigung. Auf den 9 x 20 Zoll großen Vorderrädern gelangen die Gummis im Format 255/30 ZR20 zum Einsatz und auf den 13 x 21 Zoll dimensionierten Hinterrädern in der Größe 355/25 ZR21. Wenn verzögert werden muss, gibt es serienmäßig Carbon/Keramik-Bremsen. Die belüfteten und gelochten Carbon/Keramik-Scheiben besitzen vorne einen Durchmesser von 400 x 38 Millimetern und hinten 380 x 38 Millimetern.

Innenraum: Das sind die Neuigkeiten

Das Cockpit des Lamborghini Aventador S besitzt eine neue digitale TFT-Instrumententafel, die sich mit verschiedenen Kombianzeigen für die unterschiedlichen Fahrmodi anpassen lässt. Die Konnektivität ist über „Apple CarPlay“ möglich. Auf Wunsch gibt es das „Lamborghini Telemetrie System“: Mit der Aufzeichnung von Rundenzeiten und Fahrdaten ist das Telemetrie-System insbesondere für Besitzer geeignet, die ihr Fahrzeug mit auf die Rennstrecke nehmen wollen.

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