Mattias Ekström kritisiert Teamorder in der DTM

, 04.04.2017

In der Saison 2017 wird in der DTM wieder mächtig Action geboten werden: Die Hersteller müssen jedoch aufpassen, nicht zu sehr einzugreifen

Die DTM ist eine der spektakulärsten Rennserien überhaupt. Circa 500 PS starke Rennwagen kämpfen Rad an Rad um Siege. Außerdem: Im Vergleich zu anderen Meisterschaften sind auch die Tribünen bei einigen der Events sehr ordentlich gefüllt. Alles in Butter also, könnte man meinen. Doch dem ist natürlich nicht so. Beispielsweise haben gerade vor der Saison 2017 die drei beteiligten Hersteller Audi, BMW und Mercedes ihr Fahrzeugaufgebot von acht auf sechs reduziert.

Außerdem muss sich die DTM immer wieder mit kritischen Stimmen auseinander setzten. "Ich bin ja schon 15 Jahre dabei. Alles ist also nicht schlecht. Aber der Sport muss sich halt auch weiter entwickeln, um konkurrenzfähig gegenüber anderen Sportarten zu sein", meint Audi-Pilot Mattias Ekström bei 'ServusTV'.

Hier spielt der Schwede insbesondere auf das Thema Teamorder an. "Diese Taktik, die man mal sieht - das wünscht sich ja kein Rennfahrer. Am liebsten will ja jeder für sich kämpfen; in erster Linie. Und dann für sein Team, seinen Hersteller und seine Partner", so Ekström weiter.

Dadurch, dass in der DTM alle 18 Piloten den Status eines Werksfahrers haben, spielen auf der Rennstrecke herstellerintern natürlich auch ab und zu strategische Planungen mit. Denn die jeweiligen Sportchefs sehen logischerweise immer das Gesamtbild und wollen selbstverständlich für die eigene Marke das beste Gesamtergebnis erreichen. "In der zweiten Hälfte des Jahres wird ja schon ein bisschen taktiert und man muss seinem Teamkollegen helfen. Aber andersherum weiß ich ja auch: Wenn ich in diese Position komme, dann kriege ich ja auch die Hilfe", bestätigt Ekström.

Der 38-Jährige ist aktuell der DTM-Pilot mit der meisten Erfahrung. Er fährt bereits seit 2001 in der beliebten Tourenwagenliga und kommt insgesamt auf 177 Rennstarts. Seine größten Erfolge feierte er 2004 und 2007, als er in einem Audi zum Meistertitel fuhr. Wer so viel Erfahrung hat, der hat auch eine Idee, wie die DTM noch besser werden könnte. "Ich würde mir wünschen, wenn es 200 oder 250 PS mehr gäbe und außerdem noch alle diese kleinen Flügelchen weg wären, damit man auch ein bisschen Kontakt haben kann", stellt er seine Meinung zur Schau.

Neben Ekström fahren 2017 auch noch Rene Rast, Loic Duval, Mike Rockenfeller, Jamie Green und Nico Müller für Audi in der DTM.

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