Allisons Kampfansage: Haben uns überall verbessert

, 19.02.2016

James Allison ist zuversichtlich wie nie in seiner Ferrari-Zeit: Das neue Auto ist in allen Bereichen besser geworden, dazu sieht er Ferrari auf einem völlig neuen Niveau

Mit dem Ferrari SF16-H will Ferrari endlich wieder den Olymp der Formel 1 erobern. Nie seien die Voraussetzungen während seiner Zeit bei der Scuderia besser gewesen, sagt James Allison. Der neue Ferrari soll nicht bloß im Stand beeindrucken, was er zweifellos tut. Er soll auch auf der Strecke stechen, und das ist sehr wahrscheinlich, wenn es nach Ferrari geht. "Wir haben uns überall verbessert: Leistung, Abtrieb, Handling, einfach überall", verkündet der Technikchef von Ferrari. "Dieses Auto ist ein mutiger Schritt nach vorne."

Allison weiß, dass Ferrari im großen Kampf gegen Mercedes alle Register ziehen muss. Und die Aufholjagd ist alles andere als einfach, schließlich musste über den Winter nicht nur der Rückstand aus der alten Saison aufgeholt, sondern auch der Schritt von Mercedes antizipiert und zusätzlich gemacht werden. Doch dass es wirklich funktionieren kann, davon ist Allison überzeugt. Schließlich sieht er Ferrari erstmals seit seiner Ankunft im Jahr 2013 auf einem WM-fähigen Niveau.

"Ich denke, man kann mit Recht behaupten, dass Ferrari damals in keinem Bereich außer dem Boxenstopps wirklich auf Weltmeisterschaftsniveau gewesen ist", rekapituliert der Brite kritisch. "2014 hatten wir nicht genug Leistung, nicht ausreichend Abtrieb und die Aufhängungskinematik war nicht ideal, dazu hat auch das Packaging reichlich Wünsche offen gelassen." Ferrari hat die vordere Aufhängung beim SF16-H komplett umgestellt und setzt wieder auf Druck- statt Zugstreben. Allison hielt die Zugstreben nicht für das zentrale Problem des 2014er-Modells, weshalb sie für 2015 im Gegensatz zu anderen Teams beibehalten wurden.

Überall besser als der Alte

"Letztes Jahr war schon ein guter Schritt vorwärts. Jetzt hoffen wir, dass uns mit diesem Auto dasselbe gelingt und dass es uns richtig konkurrenzfähig erscheinen lässt", so der 47-Jährige weiter. Er betont, dass er ob der geleisteten Arbeit eines Teams sehr stolz sei. Obwohl Ressourcen diesmal auf die Umstellung des Aufhängungsprinzips gelenkt wurden, sei Ferrari in allen Bereichen jetzt auf Weltmeister-Niveau gelangt, meint Allison. "Kein Bereich hat sich besser geschlagen als alle anderen - wir sind einfach überall stärker", gibt er sich sehr zuversichtlich.

Simone Resta, der Chefdesigner des SF16-H, erklärt im Detail: "Wir haben alle Bereiche verbessert - Nase, Vorderradaufhängung, Seitenkästen, Motor und das Heck." Gerade bei der Luftführung unter dem Fahrzeug sei Ferrari völlig neue Wege gegangen. Die Scuderia war hier 2015 noch eingeschränkt, da sie als einziges Team die ganze Saison mit einer langen Nase durchgefahren ist. Nun ist sie sogar noch kürzer als alles, was vergangene Saison gezeigt wurde. "Wir haben jetzt eine viel bessere Aerodynamik", freut sich der Italiener.

Resta verweist auch auf die Seitenkästen, die im Bereich des Colaflaschenhalses extremer eingezogen sind als alles je dagewesene. "Wir haben da die Vorteile des neuen Kühlsystems ausgenutzt." Unter dem Karosseriekleid geht es weiter: "Wir haben die Antriebseinheit kompakter konstruiert und alles neu platziert. Wir haben auch den Turbo und den Verbrennungsprozess verbessert." Der 45-Jährige verspricht, dass Ferrari "sehr wichtige und innovative Entscheidungen" beim Antrieb getroffen habe.

Ferrari hat die Grundlagen für das innovative Fahrzeug mit einem Großumzug während der Saison 2015 geschaffen. Es wurden große Mengen Geld investiert, nun verfügen die Italiener über die modernsten Anlagen der Formel 1. Kosten und Mühen hat Ferrari bekanntlich noch nie gescheut. Das neue Auto ist praktisch überall neu. Das einzige, was gegenüber dem alten Fahrzeug unverändert blieb, ist die Hinterradaufhängung.

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