Alonso bereut McLaren-Wechsel nicht: "Bin am richtigen Ort"

, 17.09.2015

Warum Fernando Alonso trotz der Demütigungen weiter an McLaren-Honda und japanische Wunder glaubt und welche Rolle der dritte WM-Titel inzwischen spielt

Er ist 15. in der Fahrer-Weltmeisterschaft und schaffte es dieses Jahr in zwölf Rennen nur zwei Mal in die Punkteränge. Und obwohl sein Ferrari-Nachfolger Sebastian Vettel bereits zwei Saisonsiege auf dem Konto hat, bereut Fernando Alonso seinen Wechsel zu McLaren-Honda nicht. "Leute, die es auf das Podest schaffen, oder die Williams-Leute, die es hin und wieder schaffen, können nicht glücklich sein", sagt der Spanier. "Sie werden Vierter, Dritter, Zweiter oder Fünfter. Wir sind 16., aber wir wollen Erster sein. Und ich bin nach wie vor der Überzeugung, dass ich dafür in Zukunft am richtigen Ort bin."

Alonso gibt zu, dass er vor einem Jahr, als er sich für McLaren-Honda entschieden hat, nicht mit den aktuellen Problemen gerechnet hatte, obwohl es Gerüchte gab, dass die neue japanische Antriebseinheit bei Prüfstandtests enttäuschte. "Natürlich ist unsere Leistung in diesem Jahr etwas schwächer als ich es zu diesem Zeitpunkt vor einem Jahr erwartet hatte, aber um Mercedes zu schlagen, muss man etwas anders machen", stellt er sich hinter Honda. "Man sitzt also entweder in einem Mercedes, oder man ist frustriert."

Alonso und das japanische Wunder

Derzeit habe ohnehin kein Team ein Rezept gegen die Silberpfeile, also sei es egal, in welchem anderen Auto man sitzt. Wichtig sei einzig und allein, ein Team mit der Zukunftsperspektive zu haben, Mercedes zu schlagen.

Ob das gelingen wird, weiß selbst er nicht: "Das ist eine große Herausforderung. Der Vorsprung, den Mercedes jetzt hat, ist ziemlich groß, aber so ist es eben. Dieser Sport wird immer von einem Team dominiert. Hamilton und Rosberg haben jetzt das Material, um um die WM zu kämpfen. Alle anderen versuchen, das Wunder zu schaffen. Das Wunder wird hoffentlich aus Japan kommen."

Dafür wird Alonso einen langen Atem brauchen, denn noch sieht man bei McLaren-Honda nur geringe Fortschritte. Zudem ist der bislang letzte der zwei WM-Titel des ehemaligen Renault-Piloten bereits fast zehn Jahre her.

Alonso denkt nicht an dritten WM-Titel

Wann er wie sein Vorbild Ayrton Senna seinen dritten Titel sicherstellen kann, ist derzeit für Alonso kein Thema: "Ich denke jetzt nicht darüber nach, wann und ob er kommen wird. Ich will diese Erfahrung jetzt genießen und arbeite so hart wie ich kann."

Was er bei McLaren und Honda sieht, gebe ihm Zuversicht für die Zukunft - auch in Hinblick auf die WM-Krone. "Wenn das passiert, dann werde ich es annehmen - und sehr stolz und glücklich sein", sagt er. "Und wenn es nicht kommt, dann werde ich trotzdem stolz sein auf meine Karriere."

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