Alonso deutet Wechsel an: "Mehr Bewegung als ihr denkt"

, 22.06.2017

Fernando Alonso will bezüglich seines Cockpits 2018 "kein Risiko" eingehen - McLaren-Honda-Star deutet ungeahnte Möglichkeiten bei Formel-1-Topteams an

Seit seiner Rückkehr zu McLaren zur Saison 2015 hat der zweimalige Formel-1-Weltmeister Fernando Alonso aufgrund des schwachen und unzuverlässigen Honda-Antriebs viel einstecken müssen. Der Spanier peitscht die britische McLaren-Mannschaft und den japanischen Antriebspartner mit teils markigen Sprüchen an, aber der Erfolg hat sich dennoch bislang nicht eingestellt. Der Start beim Indy 500 machte einmal mehr deutlich, dass Alonso auf Niederlagen keine Lust mehr hat.

Seit 2015 spricht der stolze Asturier davon, wenigstens im Folgejahr sicher um Siege kämpfen zu wollen. Mit McLaren-Honda ist dies bislang nicht gelungen. Für 2018 könnte sich Alonso anderweitig umsehen. "Ich will wieder siegen und will bei meiner Entscheidung für 2018 kein hohes Risiko eingehen", stellt der Weltmeister von 2005 und 2006 im Gespräch mit 'Sky Sports News HQ' deutlich dar. Klartext: Einen Poker auf mögliche Erfolge - wie beim Wechsel zu McLaren-Honda - will er vermeiden. Alonso sucht die sichere Bank.

"Ich will mehr oder weniger sicher sein können, wenn ich entscheide. Ich bin offen für alles", erklärt er. "Schauen wir mal, was die kommenden Monate für McLaren bringen werden. Bei diesem Team bin ich derzeit angestellt. Ich habe in den zurückliegenden viel Aufwand dort hinein gesteckt, um das Projekt voranzubringen. Man sehen, was passieren wird." Abseits der aktuellen Topteams Ferrari und Mercedes wird Alonso niemand sonst Erfolge garantieren können.

Bewegung bei Mercedes und Ferrari? Alonso wittert Chancen...

Beim Team aus Maranello gilt Sebastian Vettel für das kommende Jahr als gesetzt. Teamkollege Kimi Räikkönen steht allerdings mal wieder auf der Kippe. Ist eine Rückkehr des Spaniers zu Ferrari denkbar? Bisher galten stets Daniel Ricciardo und Max Verstappen als aussichtsreichste Kandidaten für eine "Iceman"-Nachfolge. Jedoch habe beide einen fortlaufenden Vertrag bei Red Bull - so heißt es zumindest. Bei Mercedes muss Valtteri Bottas um eine Vertragsverlängerung bangen. Ein neues teaminternes Duell zwischen Lewis Hamilton und Fernando Alono kann sich kaum jemand vorstellen.

"Es ist Bewegung am Markt", sagt Alonso und fügt etwas nebulös hinzu: "Da ist wahrscheinlich mehr Bewegung als alle denken. Es gibt Teams, da denkt man nur, dass für das kommende Jahr alles klar ist. Ich glaube nicht, dass es so klar und zu 100 Prozent gesichert ist. Ich meine, dass es für 2018 viele Änderungen geben könnte. Ich werde Ruhe bewahren und die beste Option für das kommende Jahr wählen." Auch McLaren könnte eine Möglichkeit bleiben, wenn sich das Team aus Woking gute Antriebe sichern kann.

"Der aktuelle Antrieb verhindert, dass wir um Siege kämpfen", schildert der Spanier noch einmal die Situation im Team. Im Hintergrund sollen bereits Gespräche über die Lieferung von Mercedes-Aggregaten laufen. "Ich bin sicher, dass das Team alles tun wird, um 2018 konkurrenzfähig zu sein. McLaren wird dann in einer anderen Position sein. In meinem Fall ist das alles aber unabhängig davon, welchen Motor sie haben. Ich will einfach nur gewinnen."

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