Bernie Ecclestone: Brexit, Donald Trump und Putin sind gut

, 14.09.2016

Formel-1-Boss Bernie Ecclestone wirbelt Staub auf: Warum ein US-Präsident Donald Trump "gut für die Welt" wäre, der Brexit richtig ist und er Wladimir Putin schätzt

Formel-1-Boss Bernie Ecclestone ist für umstrittene politische Aussagen bekannt. Nachdem er vor einigen Jahren Adolf Hitler für seine Fähigkeit, Leute zu kommandieren und die Dinge anzupacken, gelobt hatte, legt er nun nach und outet sich neben seiner bekannten Bewunderung für Wladimir Putin auch als Unterstützer des britischen EU-Austritts und des US-amerikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump.

"Es wäre gut für die Welt", wenn Trump Nachfolger von Barack Obama und somit der nächste US-Präsident werden würde, meint Ecclestone in der TV-Show 'Top Gear'. "Wenn Trump der Ansicht ist, dass er einen kleinen Fehler gemacht hat, dann würde er einen Ausweg finden", erklärt Ecclestone sein Urteil über den Geschäftsmann, der für die Republikaner kandidiert und unter anderem mit der Aussage, er wolle allen Muslimen die Einreise in die USA verweigern, für Aufregung sorgte.

Alle anderen US-Amerikaner würden laut Ecclestone im Gegensatz zu Trump sagen: "Ich bleibe auf meiner Linie, alles andere ist mir egal." Was ihm außerdem an Trump gefällt? "Er würde sich bei Putin einschmeicheln - und zwar zurecht. Er ist sein Freund", meint der 85-Jährige.

Damit verbindet Ecclestone etwas mit dem politischen Quereinsteiger, denn auch er zählt den russischen Präsidenten zu seinen Freunden. "Er sagt, dass er etwas tun wird, und dann setzt er um", zeigt sich der Brite von der Durchsetzungskraft des Russen beeindruckt. "Das ist super. Da reicht ein Handschlag, nicht wahr?"

Und auch der EU-Austritt Großbritanniens, der das Land laut Expertenprognosen mehrere Milliarden Euro kosten wird, ist für Ecclestone ein "absolut" richtiger Schritt. Verhandlungen über eine mögliche EU-Rückkehr hält er für absurd: "Wir sollten die Klappe halten, nicht mehr über Verhandlungen reden, den Dingen ihren Lauf lassen, und dann sehen wir ohnehin, was passiert. Vielleicht gibt es ein oder zwei andere Länder, die es Großbritannien nachmachen, und dann stellt es sich als richtiger Weg heraus."

Ecclestone ist sicher, dass sein Herkunftsland schon in rund zwei Jahren vom Brexit profitieren wird. Und das, obwohl für die britische Wirtschaft negative Folgen befürchtet werden. Doch der Brite hält die gesamte Europäische Union für unnötig: "Wir brauchen keine Leute in Brüssel, die weit voneinander entfernte Länder führen. In diesen Ländern wird nicht die gleiche Sprache gesprochen, das Essen ist anders. Es gibt eben einen kleinen Unterschied zwischen den Niederlanden und sagen wir mal Italien."

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