FIA lässt Gnade walten: Keine Strafe für Sebastian Vettel

, 01.11.2016

Der Automobil-Weltverband FIA sieht nach einer Entschuldigung von Sebastian Vettel davon ab, ihn für seine verbale Entgleisung in Mexiko zu bestrafen

FIA-Präsident Jean Todt lässt Gnade vor Recht walten und sieht davon ab, Sebastian Vettel wegen seiner verbalen Entgleisungen während des Mexiko-Grand-Prix zu bestrafen. Sein einsichtiges Verhalten und die tätige Reue, die in zwei Entschuldigungsbriefen an Todt und Rennleiter Charlie Whiting gipfelte, bewogen den FIA-Präsidenten dazu, die Untersuchung gegen den Ferrari-Piloten einzustellen.

"Beim Grand Prix von Mexiko tätigte Ferrari-Fahrer Sebastian Vettel über den Boxenfunk Äußerungen gegenüber Formel-1-Rennleiter Charlie Whiting und einen Konkurrenten, bei denen er wiederholt Kraftausdrücke gebrauchte. Diese wurden während der Live-Übertragung des Rennens gesendet", heißt es in einer Mitteilung der FIA. Vettel war Rennleiter Whitung mit den Worten "Fuck Off!" angegangen und hatte sich auch gegenüber Red-Bull-Pilot Max Verstappen nach dem hitzigen Duell im Kampf um Platz drei abfällig geäußert.

Doch schon direkt nach dem Rennen habe Vettel nach Ansicht der FIA sein Fehlverhalten eingesehen. "Unmittelbar nach dem Zwischenfall suchte Sebastian Vettel spontan Charlie Whiting auf und brachte persönlich sein Bedauern über sein Verhalten zum Ausdruck. Weiterhin schickte er aus eigener Initiative Briefe an FIA-Präsident Jean Todt und Charlie Whiting, in denen er sich übermäßig für sein Verhalten entschuldigte. Er deutete auch an, dass er Max Verstappen kontaktieren will und beteuerte, dass solch ein Zwischenfall nicht mehr passieren wird", heißt es in der Mitteilung weiter.

"Aufgrund seiner aufrichtigen Entschuldigung und seines großen Engagements, hat der FIA-Präsident entschieden, ausnahmsweise keine disziplinarischen Maßnahmen gegen Herrn Vettel einzuleiten und den Fall nicht vor das internationale Sportgericht der FIA zu bringen", begründet der Automobil-Weltverband die Begnadigung Vettels durch Todt.

Gleichzeitig stellen die Regelhüter aber klar, dass sie damit keinen Präzedenzfall schaffen wollen. "Die FIA wird den Gebrauch beleidigender Sprache im Motorsport immer verurteilen, vor allem wenn sie sich gegen Offizielle und/oder Mittbewerber richtet, und erwartet von allen Teilnehmern an ihren Meisterschaften, dass sie respektvoll miteinander umgehen. Sie sollten sich immer bewusst sein, welches Beispiel sie der Öffentlichkeit und besonders der jüngeren Generation geben."

"Die FIA weist bei dieser Gelegenheit darauf hin, dass zukünftig bei ähnlichen Zwischenfällen wie in Mexiko disziplinarische Maßnahmen ergriffen werden und der Fall vor das internationale Sportgericht der FIA gebracht wird", heißt es abschließend in der Mitteilung der FIA.

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