Horner erwartet FIA-Reaktion auf Vettels Funksprüche

, 31.10.2016

Nachdem Sebastian Vettel FIA-Rennleiter Charlie Whiting in Mexiko am Funk beschimpft hat, fordert Red-Bull-Teamchef Christian Horner nun Konsequenzen

Ferrari-Pilot Sebastian Vettel sorgte in der Endphase des Grand Prix von Mexiko durch seine Funksprüche, die hauptsächlich aus Schimpfwörter bestanden, für Unterhaltung. Der viermalige Weltmeister musste jedoch auch viel Kritik einstecken, nachdem er FIA-Rennleiter Charlie Whiting über Funk ausrichtete: "Fuck off!". Sein ehemaliger Mentor, Red-Bull-Motorsportberater Helmut Marko, meinte etwa, dass Vettels Verhalten eines vierfachen Champions nicht würdig war. Und Duell-Partner Max Verstappen konterte in den Interviews nach dem Rennen: "Ich denke, er sollte noch einmal zur Schule gehen, um seine Sprache zu verbessern."

Verstappens Teamchef Christian Horner erklärte nach dem Rennen, dass er überrascht wäre, wenn Vettel dafür keine Strafe bekommen würde. Zwar hat sich der Ex-Red-Bull-Pilot sofort nach dem Rennen bei Whiting entschuldigt, trotzdem ist Horner der Ansicht, dass in jedem anderen Sport nach einer Beleidigung des Schiedsrichters die rote Karte gezeigt wird. "Natürlich wird in der Hitze des Gefechts jeder Fahrer emotional. Hätten Fußballspieler Mikrophone, wäre deren Sprache noch viel derber", ist sich der Brite sicher.

Trotzdem bemerkt er: "Ich wäre überrascht, wenn das ohne Verwarnung durchgeht." Bisher ist noch unklar, ob Vettel auch für sein Fluchen bestraft wird. Die FIA hat sich bisher nicht zu dem Thema geäußert. Nach dem Rennen wurde von 'Sky Sports F1' außerdem berichtet, dass auch FIA-Präsident Jean Todt nicht erfreut über Vettels Wutausbruch war.

Horner bemerkt außerdem, dass Vettel sich in seiner Red-Bull-Zeit (2009 bis 2014) niemals so benommen habe. "Diese Attribute hatte er nicht, als er für uns gefahren ist. Offensichtlich spricht da die Frustration aus ihm, das kann jeder hören." Bereits Verstappen meinte, dass Vettel einfach ein frustrierter Kerl sei.

Der Holländer war der Auslöser für Vettels wilde Beschimpfung. Verstappen lag auf Rang drei, als Vettel in der Schlussphase des Rennens von hinten angegriffen hat. Dabei ging der Red Bull in Kurve 2 weit, ließ den Ferrari jedoch nicht vorbei. Verstappen fuhr als Dritter über die Linie, wenig später folgte die Fünf-Sekunden-Strafe für den Holländer. Vettel wurde kurzzeitig als Dritter geführt und durfte mit auf das Podium, bevor ihm eine Zehn-Sekunden-Strafe aufgebrummt wurde.

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