Formel 1 USA 2016: Mercedes dominiert Auftakt in Austin

, 21.10.2016

1:0 für Lewis Hamilton: Der Vorjahressieger fährt klare Bestzeit im ersten Training zum Grand Prix der USA - Sebastian Vettel (8.) mit Rückspiegel-Sorgen

Das Mercedes-Team hat das erste Freie Training zum Grand Prix der USA in Austin dominiert. Lewis Hamilton sicherte sich mit einer Bestzeit von 1:37.428 Minuten den ersten Platz, 0,315 Sekunden vor seinem Teamkollegen Nico Rosberg. Der erste Verfolger, Max Verstappen auf Red Bull, hatte bereits 1,951 Sekunden Rückstand.

"Im Moment sieht's brutal aus", sagt Experte Marc Surer über den Vorsprung der Silberpfeile auf den Rest der Welt. Allerdings sei der Abstand mit Vorsicht zu genießen, denn nach eineinhalb Stunden in Austin ist noch nicht klar, welche Reifen auf eine Runde am besten funktionieren, und auch die Benzinmengen sind klarerweise nicht bekannt. Hamiltons starke Longrun-Zeiten am Ende der Session machen der Konkurrenz jedoch wenig Mut.

Im WM-Duell gegen Rosberg lieferte der Vorjahressieger im ersten Training eine starke Vorstellung ab. Von der ersten Runde an hatte er die Nase vorne, teilweise um bis zu sieben Zehntelsekunden. Rosberg verkürzte seinen Rückstand dann im Laufe der Session, für ganz vorne reichte es aber nicht. Im zweiten Sektor war seine Bestzeit sogar schneller als die von Hamilton, dafür verlor er im letzten Sektor fast eine halbe Sekunde.

Hinter Verstappen waren Kimi Räikkönen (Ferrari/+1,979) und Nico Hülkenberg (Force India/+2,284) die ersten Mercedes-Verfolger. Sebastian Vettel (Ferrari/+2,560) belegte den achten Platz. Eine Schrecksekunde erlebte er, als er zu hart über einen Randstein bretterte, sich ein Teil seiner Frontpartie löste und den rechten Rückspiegel kaputt schlug. Vettel hielt diesen dann mit der rechten Hand fest, bis er an der Box ankam.

Im Mittelfeld klassierten sich die üblichen Verdächtigen, allerdings war das Williams-Team schneller, als das normalerweise am Freitagmorgen der Fall ist. Valtteri Bottas (6./+2,348) belegte den sechsten Platz, unmittelbar vor Daniel Ricciardo (Red Bull/+2,535). "So weit, so gut. Wir sind zufrieden", sagt Red-Bull-Teamchef Christian Horner. "Wir sind mit brandneuen Motoren gefahren, in einem Sicherheitsmodus. Daher diese Zeiten."

Die beiden Toro Rossos landeten in den Top 10. Der Russe Daniil Kwjat war um 0,009 Sekunden schneller als sein Teamkollege Carlos Sainz. McLaren musste sich mit den Positionen 13 und 18 zufrieden geben. Jenson Button wurde kurz vor Ende der Session aufgefordert, an die Box zurückzufahren, und war auch sonst nicht mit der Balance zufrieden. Und Marcus Ericsson (16./Sauber/+3,742) stotterte einmal an die Box zurück.

Nicht nach Wunsch verlief der erste Auftritt vor Heimpublikum für das amerikanische Haas-Team. Zuerst verlor Romain Grosjean (14./+3,398) ein Teil seiner Karosserie, über das dann ausgerechnet Esteban Gutierrez (15./+3,542) mit dem linken Vorderrad drüberfuhr. Und am Ende des ersten Trainings wollten die beiden eigentlich einen Start üben, blieben aber wegen technischer Probleme am Ende der Boxenausfahrt stehen.

Pascal Wehrlein (Manor) war im ersten Training nicht am Start. An seiner Stelle kam Manor-Testfahrer Jordan King zum Zug, der den 20. Platz belegte, 29 Runden ohne nennenswerten Fehler absolvierte und am Ende um fast zwei Sekunden schneller war als Esteban Ocon im zweiten Manor. Bei Force India testete heute Alfonso Celis. Der Mexikaner blieb aber als 17. um nahezu zwei Sekunden hinter Hülkenberg zurück.

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